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Barcelona Temple Expiatori de la Sagrada Família

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Temple Expiatori de la Sagrada Família (dt.: Sühnekirche der Heiligen Familie) ist die Bezeichnung einer großen römisch-katholischen Basilika in Barcelona. Die ursprünglich im neukatalanischen Stil entworfene Kirche wurde 1882 begonnen, jedoch bis heute nicht vollendet.

 

Äußeres Erscheinungsbild

 

Die Sagrada Família hat einen kreuzförmigen Grundriss. Das fünfschiffige Hauptschiff zeigt gen Süden und misst bis zur Apsis am nördlichen Ende etwa 90 Meter. Es ist 15 Meter breit. Das kürzere Querschiff erreicht eine Länge von 60 Metern und eine Breite von 7,5 Metern. Es ist dreischiffig. Um fast die gesamte Kirche herum verläuft ein Kreuzgang. Er beherbergt eine Kapelle, die Mariä Aufnahme in den Himmel geweiht ist.

 

Überall an der Kirche finden sich komplexe Verzierungen und dekorative Elemente, wie etwa spindelartige Türme die einer Sandburg gleichen und deren Dächer von geometrischen Formen gekrönt sind, die vom Kubismus beeinflusst scheinen.

 

Fassaden

 

Momentan (August 2007) besitzt Sagrada Família zwei prunkvolle Zierfassaden. Diese befinden sich an beiden Enden des Querhauses.

 

Im Osten liegt die so genannte Weihnachtsfassade, welche noch zu Lebzeiten Gaudís fertiggestellt wurde. Sie zeigt in äußerster Detailgenauigkeit die Geburt Jesu und weist den klassischen Stil des katalanischen Architekten auf.

 

Die Westfassade, Passionsfassade genannt, wurde nach Gaudís Tod begonnen und vollendet. Sie unterscheidet sich von ihrem Gegenstück dahingehend, dass sie kaum Verzierungen enthält und mit klaren, geometrischen Linien und großen Figuren sehr übersichtlich aufgebaut ist. Sie wird von sechs schrägen Säulen gestützt und hat drei Portale.

 

Die Hauptfassade der Basilika soll einmal nach Süden zeigen. Diese Fassade der Herrlichkeit wurde jedoch noch nicht begonnen. Laut den Planungen soll sie 21 Säulen und zwei eigene Kapellen besitzen, welche den Heiligen Sakramenten und dem Baptisterium geweiht sind. Elf Portale werden das Betreten der Kapellen, des Kreuzganges und natürlich auch der eigentlichen Kirche ermöglichen.

 

Türme

 

Im vollendeten Zustand soll die Sagrada Família insgesamt 18 Türme besitzen.

 

Zwölf werden den Aposteln geweiht. Je vier von ihnen überragen mit einer Höhe von 90 Metern bis 112 Metern eine der drei Fassaden. Alle Türme, deren Form an den Krummstab der Bischöfe erinnern soll, besitzen lange senkrechte Scharten. Filigran gearbeitete farbenfrohe Spitzen, welche mit Tieren oder sakralen Symbolen und Sprüchen geschmückt sind und tragen ein kleines goldenes Kreuz mit dem Namen des jeweiligen Apostels. Einige der Türme sind sogar über schmale Steinbrücken miteinander verbunden.

 

Vier weitere Türme sollen den Evangelisten geweiht werden.

 

Die zwei übrigen Türme werden Maria (125 Meter hoch) und Jesus Christus geweiht werden. Letzterer wird der Hauptturm der Basilika und soll gemäß den Planungen alle anderen überragen. Er wird sich etwa über der Vierung erheben und mit einer kalkulierten Höhe von 170 Metern der höchste Kirchturm der Welt sein.

Baumförmige Säulen im Innenraum

Baumförmige Säulen im Innenraum

 

Innenraum

 

Der Inneraum besitzt eine sehr große Gewölbehöhe und wird von steinernen Säulen dominiert. Diese sollen an Bäume erinnern und an ihren oberen Enden Verzweigungen, wie Baumstämme sich in Äste aufteilen. Zudem ist ein Blätterdach angedeutet. Im Februar 2007 befand sich außerdem schon eine kleine provisorische Kanzel im Kirchenschiff.

 

Die Apsis besteht aus sieben kleinen Seitenkapellen, welche der Freude und der Trauer gewidmet sind. Zudem sollen auf jeder Seite noch je zwei Sakristeien errichtet werden. Die Fenster in diesem Bereich weisen erneut Naturmotive auf. Unter der Apsis liegt die Krypta der Basilika. Sie misst etwa 120 Quadrtameter und beinhaltet sieben Kapellen. In der Heiliger-Christ-Kapelle liegt Antoni Gaudí begraben und in der Virgen del Carmen-Kapelle José María Bocabella y Verdaguer.

 

Statik

 

Bei der Anfertigung der Statik wandte Gaudí eine zum damaligen Zeitpunkt fast vergessene Technik an: Er fertigte das Tragwerk aus Schnüren und hängte das gesamte Bauwerk kopfüber auf. Weil die Schnüre biegeschlaff sind, wirkt in ihnen kein Biegemoment. Das Modell unterscheidet sich vom Original nur durch den Richtungssinn der Belastung und eignet sich deshalb, eine Form zu finden, die nur auf Druck und nicht auf Biegung beansprucht wird (siehe auch Katenoide und Stützlinie). So hat er es durch gezielte Längenanpassungen vermocht, sehr schnell und effektiv ein ausgewogenes Bauwerk zu konstruieren. Diese Methode war in der Gotik bei der Konstruktion großer Bauwerke üblich.

 

Je nach Verwendung und Aufgabe der Elemente sind zudem die verwendeten Steine verschieden hart, es gibt eher weiche Steine für Verzierungen und sehr harte Gesteine für tragende Elemente.

 

From Wikipedia, the free encyclopedia

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Taken on May 21, 2004