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Das Haus Atlantis in der Bremer Böttcherstraße wurde 1930/31 nach Entwürfen von Bernhard Hoetger erbaut. Es zählt zu den interessantesten Zeugnissen deutscher Architektur der Zwischenkriegszeit und steht seit 1973 unter Denkmalschutz.

 

Das berühmte Treppenhaus mit seiner eleganten Wendeltreppe – ein Schlüsselwerk des Art Déco in Norddeutschland – führt zum Himmelssaal.

 

Eingelassen in die 89 Stufen, die um eine Mittelachse aus drei himmelwärts strebenden Pfeilern kreisen, sind jeweils acht bierdeckelgroße runde Scheiben aus weißem Glas. Das Geländer ist aus Beton gegossen, durchbrochen wiederum von Glaslinsen. Kaltes Licht fällt durch weiße und blaue Glasbausteine in diesen Treppenturm.

 

Bis heute weitgehend original erhalten sind das Treppenhaus und der Himmelssaal, die zu den interessantesten Zeugnissen deutscher Architektur der Zwischenkriegszeit zählen.

 

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Metz ist eine Stadt im Nordosten Frankreichs und Hauptstadt des Départements Moselle und der Region Lothringen. Metz liegt an der Mündung der Seille in die Mosel.

 

Geschichte

 

Erste Besiedlungsspuren finden sich ab 3000 v. Chr.. Metz, dessen alter keltisch-lateinischer Name Divodurum (Götterburg) lautet, wurde in der spätrömischen Zeit nach dem dort siedelnden Keltenstamm Mediomatricum (in der hochmittelalterlichen Form Mettis) genannt. Die Keltensiedlung wurde 52 v. Chr. von den Römern erobert und entwickelte sich - an der wichtigen Kreuzung der Straßen nach Reims, Trier, Straßburg und Mainz gelegen - zu einer der größten Städte Galliens. Im 2. Jahrhundert besaß die Stadt 40.000 Einwohner und war somit größer als Lutetia (Paris). Im 4. und 5. Jahrhundert gründeten sich die ersten christlichen Gemeinden, als erster Bischof gilt St. Clemens im 4. Jahrhundert - sicher nachweisbar ist der (zum Erzbistum Trier gehörende) Bischofssitz ab 535. Im Jahre 451 wurde Metz von den Truppen des Hunnenkönigs Attila zerstört.

 

Die Stadt war in merowingisch-fränkischer Zeit die Hauptstadt des fränkischen Ostreiches, auch Austrasien genannt. In dieser Zeit blühte die Stadt Metz auf kulturellen und religiösen Gebieten. Sankt Chrodegang, Abt von Gorze und Bischof von Metz, entwickelte die ersten Lebensregeln der kanonisch lebenden Kleriker oder Stiftsherren. Aus der Abtei Gorze entstand der neue Kirchengesang plain-chan, der später nach Papst Gregor dem Großen gregorianischer Gesang genannt wurde.

 

Metz ist der ursprüngliche Stammsitz der Karolinger. Verschiedene Familienmitglieder Karls des Großen wie seine Gemahlin Hildegard oder Kaiser Ludwig der Fromme wurden in der Klosterkirche beerdigt. Der Urgroßvater Karls des Großen, Sankt Arnold (Saint Arnoul) und Karls eigener Sohn Drogo waren unter anderen Ämtern Erzbischöfe von Metz.

 

Bei den karolingischen Reichsteilungen nach dem Tod Ludwigs des Frommen kam Metz 843 zu Lothringen, 870 dann zum Ostfrankenreich. Die Stadt machte sich 1189 unabhängig vom Bischof.

 

Zwischen 1180 und 1210 wurde Metz deutsche Reichsstadt, schuf sich ein Herrschaftsgebiet, das Pays Messin, stieg dadurch im 14. Jahrhundert zur flächengrößten Reichsstadt auf, und wies erfolgreich alle Angriffe der Herzöge von Lothringen auf ihr Gebiet zurück.

 

In der überwiegenden Zeit seiner Geschichte blieb die Bevölkerung von Metz mehrheitlich französischsprachig. Wie in der benachbarten freien Reichsstadt Straßburg entwickelte sich eine Stadtrepublik, die von den reichsten Patrizierfamilien (die Paraiges in der lokalen lothringischen Sprache) geführt wurde. Sie bildeten ein Kollegium von dreizehn Vertretern, die man üblicherweise auch les Treize ("die Dreizehn") nannte. Die Bewohner der freien Reichsstadt Metz nannten sich citains, wobei man eindeutig das damals vorbildliche italienische Modell der autonomen Città erkennt. Metz unterhielt damals einen regen Kontakt mit den italienischen Handelsstädten und beherbergte zahlreiche sogenannte „lombardische Kontore“, die das Geld- und Kreditgeschäft von Norditalien nach Metz brachten. Die jüdische aschkenasische Gemeinschaft von Metz gehörte zu den ältesten Frankreichs und spielte lange eine entscheidende Rolle im Geldverkehr zwischen Volk und Obrigkeit. Der Bischof von Metz blieb formal das Oberhaupt der freien Stadt, aber entging jedem Trubel der rebellischen Stadt, indem er sich in der Residenz von Vic-sur-Seille niederließ.

 

Bereits im 9. Jahrhundert zählte die Stadt Metz 39 Kirchen und zahlreiche Klöster und Stifte. Die ehemalige römische Basilika Saint-Pierre aux Nonnains gilt als die älteste Kirche Frankreichs. Bis zum 16. Jahrhundert war Metz eine wahrhafte Klosterstadt: Ab dem 12. und 13. Jahrhundert kamen die Bettel- und Ritterorden hinzu, die aus Metz eine mehrheitlich geistliche Stadt machten. Die Ankunft der Franzosen ab dem 16. Jahrhundert setzte dieser Periode ein endgültiges Ende. Sie wandelten die religiöse Stadt in ein militärisches Bollwerk gegen Deutschland (HRR) um.

 

Am 10. April 1552 besetzte der französische König Heinrich II. die Stadt, deren Bürger acht Tage lang Widerstand geleistet hatten. Er nannte diesen Einzug la chevauchée d'Austrasie ("Der Ritt nach Austrasien"), denn er betrachtete diesen politischen Erfolg als Revanche dafür, dass seine karolingischen und kapetingischen Vorfahren den lothringischen Teil des Reiches verloren hatten. Eigentlich bekam Heinrich II. das Vikariat bzw. Protektorat über die sogenannten Drei Bistümer Metz, Toul und Verdun. Obwohl der Katholizismus Staatsreligion des französischen Königreichs war, paktierte Frankreich oft mit den protestantischen deutschen Fürsten, um dem katholischen Habsburger Erbfeind auf irgendeine Weise die europäische Vormachtstellung streitig zu machen. So geschah es auch mit Metz: Nur mit dem stillen Einvernehmen der protestantischen Reichsfürsten (die so genannte Fürstenverschwörung) konnte der französische König in die freie Stadt Metz einziehen unter dem Vorwand, die Stadt vor dem lothringischen Herzog zu schützen, der bekanntlich dem römisch-deutschen Kaiser zugetan war. Jeder Versuch Karls V., die Stadt Metz zurückzuerobern, misslang. Die Franzosen blieben in Metz, bis der Westfälische Frieden 1648 ihnen die drei Bistümer offiziell und endgültig zuerkannte.

 

Metz wurde im 17. Jahrhundert durch Vauban befestigt und diente als Drehscheibe für alle Feldzüge Ludwigs XIV. in seiner Reunionspolitik gen Osten. Das mittelalterliche Metz geriet in Vergessenheit.

 

1871-1918 (und de facto auch wieder 1940-1944) gehörte Metz wieder zum Deutschen Reich, nachdem im Deutsch-Französischen Krieg die Stadt nach einer zweimonatigen Belagerung durch General Moltke kapitulierte. Metz wurde Verwaltungssitz des neugeschaffenen Bezirks Lothringen innerhalb des Reichslandes Elsass-Lothringen mit der Hauptstadt Straßburg. Im Rahmen der Volkszählung von 1900 gaben im Stadtkreis Metz 78 % Deutsch und nur 22 % Französisch als Muttersprache an. Viele Deutsche waren hier stationierte "preußische" Beamte oder Soldaten. Im Landkreis Metz gaben 57,1 % Französisch und 42,9 % Deutsch als Muttersprache an.

 

Die Sprachenverhältnisse kehrten sich in der Zwischenkriegszeit allerdings wieder um. Metz wurde nach dem Waffenstillstand im November 1918 von französischen Truppen besetzt und nach dem Versailler Vertrag völkerrechtlich wieder Frankreich zugesprochen. Infolgedessen wurden viele sogenannte "Altdeutsche", d. h. Zuwanderer aus dem übrigen Deutschland seit 1871, der Stadt und des Landes verwiesen und Führungspositionen mit nachrückenden Franzosen besetzt. Für die 1920er Jahre des 20. Jahrhunderts wird ein deutschsprachiger Bevölkerungsanteil von etwa 30 % angenommen.

 

Im Jahre 1944 bildete die Rückeroberung von Metz durch die Amerikaner den Höhepunkt der Schlacht um Lothringen. Die Jahre der Zugehörigkeit zum Deutschen Reich (1871–1918) wirkten sich besonders stark auf das Metzer Stadtbild aus und machte sich vor allem in der militärischen und zivilen Architektur (z. B. Bahnhof, heute noch Medaillons der Hohenzollern-Kaiser des II. Reichs) bemerkbar. Heute noch unterscheidet man ohne Probleme das "deutsche" oder „preußische“ von dem „französischen“ Metz. Diese Dualität gehört zur Geschichte der Stadt, ähnlich wie in Straßburg. Doch im Gegensatz zur elsässischen Hauptstadt, in der mehrheitlich Deutsch gesprochen wurde, war und blieb Metz von alters her eine mehrheitlich französischsprachige und -gesinnte Stadt.

 

1961 fusionierte Metz mit den benachbarten Gemeinden Borny, Magny und Vallières-lès-Metz.

    

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Baden bei Wien Album 1. Fotogalerie www.flickr.com/photos/arjuna/sets/72057594130777924/

 

www.baden.at/

en.wikipedia.org/wiki/Baden_bei_Wien

de.wikipedia.org/wiki/Baden_bei_Wien

pl.wikipedia.org/wiki/Baden_bei_Wien

www.baden.at/redirect.asp?nav=screen/nav_tour_frei.shtml&...

 

Die Stadt Baden liegt ca. 26 km südlich von der Bundeshauptstadt Wien an der Thermenlinie. Vom Westen kommen die Ausläufer der Kalkalpen, vom Osten das Wiener Becken bis in die Stadt.

 

15 Schwefelthermen machen Baden zu einem bekannten Heilbad und Kurort. Aber auch als Weinbaugebiet - bedingt durch die Lage im pannonischen Klimaraum - ist Baden anerkannt und beliebt.

 

Die Besiedlung von Baden läßt sich bis in die Steinzeit zurückverfolgen. Ein Abschnitt davon wird sogar als "Badener Kultur" bezeichnet. Von den Römern werden bereits die Thermalquellen von Baden genützt. Der Name "Padun" wird zum ersten Mal auf einer Urkunde aus dem Jahr 869 gefunden.

  

1480 erhebt Kaiser Friedrich III. Baden zur Stadt und gibt ihr ein Wappen - ein nackter Mann und eine nackte Frau in einem Badeschaff.

Stadtwappen von Baden

 

Trotz der Zerstörung in 2 Türkenkriegen (1529 und 1683), zweier großer Brände im 18. und 19. Jahrhundert und dem mehrmaligen Auftreten der Pest wird Baden immer wieder aufgebaut und gewinnt neues Leben. Grund dafür ist sicherlich die günstige Lage.

 

Die Glanzzeit von Baden beginnt im 18. Jahrhundert. Dazu trägt Kaiser Franz I. stark bei, der sich oft in Baden aufhält und es gleichsam zu seiner "Sommerresidenz" macht. In seinem Gefolge treffen einander nicht nur der Hof und die Aristokratie, sondern auch Künstler im Badener Kurpark. Kein anderer späterer Kaiser widmet jedoch Baden die gleiche Aufmerksamkeit wie Franz I.

Doch Baden versteht es, sich trotzdem bekannt zu erhalten. 1841 erreicht die Südbahn die Stadt und eröffnet so durch die nun größere Wien-Nähe den Aufstieg zum Nobelkurort. Auch einige Erzherzöge wenden sich wieder Baden zu und verlegen ihre Sommerresidenzen hierher. Der Tagesfremdenverkehr wird durch den Anschluß an die Südbahn merklich vermehrt.

In der Gründerzeit (Ende des 19. Jahrhunderts) siedeln sich Vertreter des Wiener Großbürgertums in Baden an und beginnen das Villenviertel aufzubauen.

Durch Probleme mit dem Anschluß an die Bahn - die Südbahn läßt Baden etwas im Stich - setzt sich der Ausbau der Badener Tramwaygesellschaft durch. Zunächst als Pferdebahn nach Rauhenstein, später elektrifiziert, ausgebaut mit Linien nach Bad Vöslau, einer Ring-Rund-Linie und schließlich mit durchgehendem Verkehr vom Badener Josefsplatz bis zur Wiener Oper wird die Stadt verkehrsmäßig erschlossen.

Die Infrastruktur für den Fremdenverkehr wird laufend erweitert. Gebaut werden die Schwimmanstalt, Dampf- und Wannenbäder, die hölzerne Trinkhalle, die Sommerarena, es wird aber auch der Kurpark erweitert. Privat entstehen Hotels wie der "Grüne Baum", das "Sacher", "Central", "Legenstein", "Esplanade", "Bellevue", die Kuranstalt "Gutenbrunn" und der "Herzoghof". Schließlich wird von der Stadt auch das Kurhaus als Gesellschaftszentrum errichtet. Das neue Stadttheater und die Trabrennbahn runden das Angebot für die Gäste ab.

Die Einwohnerzahl von Baden steigt von ca. 5.100 im Jahr 1850 auf ca. 20.000 im Jahr 1931, die Anzahl der Kurgäste von ca. 6.500 auf ca. 50.000 im gleichen Zeitraum. Aus der verträumten Sommerfrische des Biedermeiers ist ein Nobelkurort geworden.

 

In der Zwischenkriegszeit wird weiter gebaut, erweitert und renoviert. Alle diese Aktivitäten verleihen der Stadt eine große Attraktivität für Gäste aus Österreich aber auch aus den Nachfolgestaaten der Monarchie.

 

Nein, dies ist nicht das neueste Modell des Sternschiffs Enterprise, sondern die Deckenkonstruktion der Metrostation Sokol (Сокол) – wenn man genau hinsieht, kann man den Schriftzug links unten im Bild erkennen. Mit seinen vielen gleichartigen, hellen Kuppeln ist dies eine meiner Lieblingsstationen, in Berlin findet man ähnliches nur in einigen Museumsbauten, und auch dort nur singulär. Sokol befindet sich auf der grünen Linie, wie auch die Stationen Kolomenskaja (Коломенская), in deren Nähe ich wohne, und Wodnuj Stadion (Водный Стадион), unweit welcher das Sonderarchiv zu finden ist. Der Name bedeutet wörtlich übersetzt „Falke“. Die Metrostationen in Moskau sind jedoch nicht nach Tieren und Pflanzen benannt. Der Name bezieht sich auch nicht auf die panslawistische Turnerbewegung Sokol, die ihre Hochzeit in der Zwischenkriegszeit hatte und bis in die mitteleuropäische Tschechoslowakei breite Anhängerschaft fand. Diese U-Bahnstation wurde 1940 unweit der 1923-1930 erbauten Gartenstadtsiedlung Sokol angelegt. Die Siedlung existiert bis heute und besitzt innerhalb Moskaus noch immer eine Art autonome Selbstverwaltung. Genauere Informationen zur Geschichte auf russisch gibt es hier.

 

Das Wort Sokol/Falke kann in Zusammensetzung noch weitere Bedeutungen haben. „Jasnuj sokol“ (ясный сокол = heller Falke) bedeutet „kühner Bursche, Prachtkerl“, „gol kak sokol“ (гол как сокол = nackt wie ein Falke) hingegen „arm wie eine Kirchenmaus“.

Die roten Ziffern rechts unten im Bild finden sich in jeder Metrostation über der Ausfahrt. Sie zeigen die gegenwärtige Uhrzeit sowie die Zeit an, die seit der Abfahrt des letzten Zuges vergangen ist.

 

Sokol underground station in Moscow/Russia.

kuppel der ehemaligen lastkraftwagen-garage der kohlenhandlung hubert einmal, aachen.

 

architekten: theodor veil und otto nauhardt. erbaut 1924. beton-fertigteile, ortbeton, glasbausteine.

 

"Nach dem Vorbild der 1911–13 in Breslau errichteten “Jahrhunderthalle” entstand 1924 in Aachen die Kraftwagenhalle der Firma Einmal als Stahlbetonrippenkuppel – eine ungewöhnliche Halle aus Fertigteilen und Ortbeton für den Fuhrpark einer Kohlengroßhandlung."

 

onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/best.200690004/abstract

Baden bei Wien Album 1. Fotogalerie www.flickr.com/photos/arjuna/sets/72057594130777924/

 

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Die Stadt Baden liegt ca. 26 km südlich von der Bundeshauptstadt Wien an der Thermenlinie. Vom Westen kommen die Ausläufer der Kalkalpen, vom Osten das Wiener Becken bis in die Stadt.

 

15 Schwefelthermen machen Baden zu einem bekannten Heilbad und Kurort. Aber auch als Weinbaugebiet - bedingt durch die Lage im pannonischen Klimaraum - ist Baden anerkannt und beliebt.

 

Die Besiedlung von Baden läßt sich bis in die Steinzeit zurückverfolgen. Ein Abschnitt davon wird sogar als "Badener Kultur" bezeichnet. Von den Römern werden bereits die Thermalquellen von Baden genützt. Der Name "Padun" wird zum ersten Mal auf einer Urkunde aus dem Jahr 869 gefunden.

  

1480 erhebt Kaiser Friedrich III. Baden zur Stadt und gibt ihr ein Wappen - ein nackter Mann und eine nackte Frau in einem Badeschaff.

Stadtwappen von Baden

 

Trotz der Zerstörung in 2 Türkenkriegen (1529 und 1683), zweier großer Brände im 18. und 19. Jahrhundert und dem mehrmaligen Auftreten der Pest wird Baden immer wieder aufgebaut und gewinnt neues Leben. Grund dafür ist sicherlich die günstige Lage.

 

Die Glanzzeit von Baden beginnt im 18. Jahrhundert. Dazu trägt Kaiser Franz I. stark bei, der sich oft in Baden aufhält und es gleichsam zu seiner "Sommerresidenz" macht. In seinem Gefolge treffen einander nicht nur der Hof und die Aristokratie, sondern auch Künstler im Badener Kurpark. Kein anderer späterer Kaiser widmet jedoch Baden die gleiche Aufmerksamkeit wie Franz I.

Doch Baden versteht es, sich trotzdem bekannt zu erhalten. 1841 erreicht die Südbahn die Stadt und eröffnet so durch die nun größere Wien-Nähe den Aufstieg zum Nobelkurort. Auch einige Erzherzöge wenden sich wieder Baden zu und verlegen ihre Sommerresidenzen hierher. Der Tagesfremdenverkehr wird durch den Anschluß an die Südbahn merklich vermehrt.

In der Gründerzeit (Ende des 19. Jahrhunderts) siedeln sich Vertreter des Wiener Großbürgertums in Baden an und beginnen das Villenviertel aufzubauen.

Durch Probleme mit dem Anschluß an die Bahn - die Südbahn läßt Baden etwas im Stich - setzt sich der Ausbau der Badener Tramwaygesellschaft durch. Zunächst als Pferdebahn nach Rauhenstein, später elektrifiziert, ausgebaut mit Linien nach Bad Vöslau, einer Ring-Rund-Linie und schließlich mit durchgehendem Verkehr vom Badener Josefsplatz bis zur Wiener Oper wird die Stadt verkehrsmäßig erschlossen.

Die Infrastruktur für den Fremdenverkehr wird laufend erweitert. Gebaut werden die Schwimmanstalt, Dampf- und Wannenbäder, die hölzerne Trinkhalle, die Sommerarena, es wird aber auch der Kurpark erweitert. Privat entstehen Hotels wie der "Grüne Baum", das "Sacher", "Central", "Legenstein", "Esplanade", "Bellevue", die Kuranstalt "Gutenbrunn" und der "Herzoghof". Schließlich wird von der Stadt auch das Kurhaus als Gesellschaftszentrum errichtet. Das neue Stadttheater und die Trabrennbahn runden das Angebot für die Gäste ab.

Die Einwohnerzahl von Baden steigt von ca. 5.100 im Jahr 1850 auf ca. 20.000 im Jahr 1931, die Anzahl der Kurgäste von ca. 6.500 auf ca. 50.000 im gleichen Zeitraum. Aus der verträumten Sommerfrische des Biedermeiers ist ein Nobelkurort geworden.

 

In der Zwischenkriegszeit wird weiter gebaut, erweitert und renoviert. Alle diese Aktivitäten verleihen der Stadt eine große Attraktivität für Gäste aus Österreich aber auch aus den Nachfolgestaaten der Monarchie.

 

Kornblume (Cyanus segetum). Die Röhrenblüten sind unterschiedlich blau, können aber auch weiß, rosa oder purpurfarben sein. Die Kornblume trägt auch den Namen Zyane, einen Anlehnung an Cyan, einen zwischen Grün und Blau liegenden Farbton, umgangsprachlich an Türkis genannt.

Ihre Blaufärbung erhalten die Blütenkronen vom Anthocyanidin und dem sehr empfindlichen Cyanidin. Letzterer Farbstoff ist eigentlich rot, erscheint aber auf Grund eines Eisen-Magnesium-Kalzium-Komplexes blau. Die Blütenblätter reflektieren die Ultraviolettstrahlung stark und fallen dadurch schon von Weitem auf. Die randständigen Röhrenblüten sind als Schaublüten vergrößert, sie sind strahlend tiefblau und steril.

Die Kornblume ist in vielen Ländern Europas ein Symbol.

Deutschland:

Um 1800 erfuhr die Kornblume in Deutschland einen grundlegenden Bedeutungswandel. Von einem gefürchteten Ackerunkraut wandelte sie sich zum Symbol einer neuen Natürlichkeit und mit der Mythenbildung um die 1810 jung verstorbene Königin Luise zur „preußischen Blume“.

Berühmt geworden ist der Bittgang der Königin Luise zu Napoleon, in dem sie ihn vergeblich um eine Milderung der Gebietsverluste anflehte. Preußen hatte außerdem eine Kriegskontribution von 120 Mio. Francs (über 32 Mio. Preußische Reichstaler) zu leisten. Um dem Eroberer zu beweisen wie arm er Preußen gemacht hatte, trug sie statt des üblichen Goldschmucks eine Kornblume.

Den entscheidenden Anstoß für den Kornblumenkult des 19. Jahrhunderts hatte Luises Sohn – der spätere Kaiser Wilhelm I. – gegeben, der in Erinnerung an seine Kindheit die „preußisch blaue“ Kornblume zu seiner Lieblingsblume erklärt hatte. Preußisch Blau bezog sich hier auf den Farbton der Uniformröcke. Als politisches Symbol fand die Kornblume in Deutschland (im Gegensatz zu Österreich) nur geringe Verwendung. Um 1910 kamen Kornblumentage auf, an denen junge Mädchen (Papier)-Kornblumen zugunsten bedürftiger Veteranen verkauften. Bekannt ist, dass eine im Jahr 1909 gegründete Wandergruppe „Fahrende Gesellen“ ein Kornblumen-Abzeichen führte. Diese Gruppe entstand aus Anhängern der Schönerer-Bewegung in Deutschland. Auch der im Jahre 1948 wiedergegründete Bund Die Fahrenden Gesellen führt seitdem eine Kornblume in seinem Abzeichen; dort wird sie als Symbol der Naturverbundenheit bezeichnet. Nach dem Ersten Weltkrieg war die Kornblume das Symbol des „Bund Königin Luise“, der Frauenorganisation des Stahlhelm-Verbandes, der die Pflanze jedoch als Lieblingsblume der preußischen Königin Luise bezeichnete.

Die Kornblume gilt auch als Symbol der Ungarndeutschen bzw. Donauschwaben. Die Kornblume war deshalb auch das Zeichen der 22. SS-Freiwilligen-Kavallerie-Division „Maria Theresia“, die überwiegend aus Ungarndeutschen bestand.

 

Seit 1935 ist eine stilisierte Kornblume Teil des Logos des Vereins für das Deutschtum im Ausland (VDA); sie wurde dafür, wenn auch in modernisierter Form, bis heute beibehalten.

 

Österreich:

Die Kornblume galt seit dem 19. Jahrhundert als ein Symbol der deutschnationalen Bewegungen. Ein Teil davon war die sogenannte Schönerer-Bewegung in Österreich. In Schönerers Partei Alldeutsche Vereinigung, welche antisemitische und großdeutsche Positionen vertrat, sah man die Kornblume als Symbol der deutschen Treue an. Weil diese auch für eine Auflösung Österreich-Ungarns zugunsten des Deutschen Reichs eintraten, wurde das Tragen der Kornblume von den österreichischen Behörden zeitweise unter Strafe gestellt und galt als „hochverräterisch“. Da Schönerer als Vorbild Hitlers gesehen wird, gilt das Symbol der Kornblume als ideell belastet. Auch in der Zwischenkriegszeit behielt die Kornblume ihren Status als Symbol des Dritten Lagers. So trugen die Abgeordneten der deutschnationalen Parteien bei der Angelobung nach der ersten österreichischen Nationalratswahl 1920 die Kornblume, während sich die Christlichsozialen mit einer weißen Nelke und die Sozialdemokraten mit einer roten Nelke schmückten. Von 1933 bis 1938 war die Kornblume ein Erkennungszeichen der damals illegalen Nationalsozialisten. Zu konstituierenden Sitzungen des österreichischen Nationalrates tragen seit 2006 die Abgeordneten der FPÖ neben der üblichen weiß-roten Schleife die Kornblume.

Bei einigen Angelobungen neuer Mandatare in Gemeinderäten oder im Nationalrat tragen Politiker der Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) am Revers die Kornblume. Die FPÖ-Mandatare tragen es als Symbol für das Dritte Lager und der Freiheitsbewegung von 1848, in deren Tradition sich die FPÖ sieht. Diese Aussage wird von Historikern wie Lothar Höbelt und Oliver Rathkolb angezweifelt, welche keine Belege dafür finden konnten, dass die Kornblume das Symbol der Freiheitsbewegung von 1848 sei, sondern diese als klares Zeichen für die antisemitische Schönerer-Bewegung identifizieren.

 

Schweden:

In Schweden ist die Kornblume die Landschaftsblume von Östergötland, das Signum der Wahlrechtsbewegung des späten 19. Jahrhunderts und heute das Parteisymbol der Partei Die Liberalen.

 

Frankreich:

In Frankreich gilt die Bleuet de France („Kornblume Frankreichs“) als Symbol des Gedenkens an die zahllosen Opfer des Krieges, insbesondere an die der beiden Weltkriege. Die Träger solidarisieren sich mit Veteranen, Witwen und Waisenkindern.

Zitiert aus Wikipedia

Kärntner Straße (1), wird 1257 als "strata Carinthianorum" erstmals urkundlich erwähnt (um 1300 Chernerstraz, danach Kernerstraße, 1776 erstmals Kärnthnerstraße); ihre Planung und Anlage (nach Süden über den Wienerberg, Wiener Neustadt und den Semmering als Fernverkehrsverbindung über Steiermark und Kärnten bis Triest und Venedig) begann bereits im letzten Drittel des zwölften Jahrhunderts. 1234 wird im Zuge der Weiterführung der von Herzog Leopold V. eingeleiteten städtebaulichen Veränderungen (Stadterweiterung) erstmals der benachbarte Neue Markt urkundlich genannt; er bildete den Endpunkt für den Fernhandelsverkehr.

Gewerblichen Zwecken dienten der Fischhof (Nummer 8-10) und der Fleischhof (Nummer 33; erwähnt 1374-1448); vor den Häusern Nummer 22-24 und 33 standen 1323-1409 Fleischbänke.

Um 1207/1217 entstand die Kommende des Johanniterordens (Nummer 35); Nummer 37 gehörte 1415-1611 zum Pilgrimhaus (nachmals Annakloster), die Parzellen Nummer 28-36 zum Clarakloster (nachmals Bürgerspitalzinshaus). 1861 wurde die Kärntner Straße über den eingeebneten Stadtgraben hinweg bis zum Wienfluss bei der Elisabethbrücke verlängert; seit deren Abbruch (1897) endet die Kärntner Straße beim Karlsplatz. In den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts wurde die Kärntner Straße, die zu allen Zeiten zu den vornehmsten Straßen der Stadt zählte und die bedeutendsten Geschäftsläden aufwies, auf ihrer westlichen Seite verbreitert (von neun auf 17 Meter Straßenbreite), sodass hier fast zur Gänze historistische Neubauten entstanden, von denen einige aus spekulativen Gründen noch vor dem Ersten Weltkrieg nochmals durch Neubauten ersetzt wurden. Die Demolierungswelle begann 1873 mit dem Häuserblock Nummer 28-30, es folgten in den Jahren 1875-1878 die Häuser Nummer 6, 12, 17 und 38; damit begann auch die Umwandlung zu einer Geschäftsstraße, denn auf Nummer 12 entstand das als "Eisernes Haus" bezeichnete avantgardistisch konzipierte "Thonethaus" ("Zum eisernen Mann"), auf Nummer 17 das Warenhaus Wahliss. 1882-1884 wurden die Häuser Nummer 5, 7, 13-15, 25 und 36 abgebrochen, weitere Demolierungen folgten 1886-1889 (Häuser anstelle des Equitablepalais sowie Nummer 9, 39, 47 und 49). 1895 entstanden das Damenkonfektionshaus Zwieback (Nummer 11) und das Kaufhaus Neumann (Nummer 19). Trotz der Verbreiterung vermied man die Durchführung einer Straßenbahnlinie (lediglich Schleife der Linie 63 um die Oper und Linien 58 [1914-1942] und 59 [1911-1942] bis auf den Neuen Markt); lediglich Omnibusse der Vienna General Omnibus Company und später städtische Autobusse befuhren die Straße. In der Zwischenkriegszeit erlebte die Kärntner Straße eine wirtschaftliche und gesellschaftliche Hochblüte (vornehme Geschäfte und Hotels (Ambassador, Astoria), exklusive Konditoreien (Gerstner), Korso der gehobenen Gesellschaft).

Erhebliche Verluste an Bausubstanz entstanden am Ende des Zweiten Weltkriegs; Bombenangriffe (insbesondere am 12. März 1945) zerstörten oder beschädigten die Häuser Nummer 2, 4, 9, 16, 18, 22, 23, 25 und 51, Artillerietreffer zerstörten am 8. April die Häuser Nummer 6, 8, 11 und 25, und ein vom Haus Nummer 33 (Feinkostgeschäft Köberl und Pientok) ausgehender Brand zerstörte am 11./12. April die Häuserzeile Nummer 19-33 und die gegenüberliegenden Häuser Nummer 12-18 (außerdem Nummer 49 und am 13. April Nummer 1-5). Damit gehörte die Kärntner Straße zu den am stärksten zerstörten Straßen der Innenstadt; die Häuser wurden nach dem Krieg durch teilweise spartanische Neubauten ersetzt, der Althausbestand ist gering (Hotel Astoria, Esterházypalais, Malteserkirche, einige Wohnhäuser; Ecke Stock-im-Eisen-Platz Equitablepalais). 1974 wandelte man die Kärntner Straße im Zuge des U-Bahn-Baus (U 1) in eine Fußgeherzone um (Planung der Architekten Holzbauer und Windbrechtinger), die in der Folge in Richtung Stephansplatz und in einige Nebengassen erweitert wurde; am 16. April begannen die Pflasterungsarbeiten, ab 17. April wurden Linden gepflanzt (Fertigstellung im August 1974). 1991 wurden drei Brunnen von Hans Muhr aufgestellt. Ein nach dem Zweiten Weltkrieg in der Höhe der Einmündung der Kupferschmiedgasse aufgestellter Brunnen (der nicht die Zustimmung der Bevölkerung fand) wurde 1991 entfernt; gleichzeitig wurden, über den Straßenzug verteilt, drei Trinkbrunnen von Hans Muhr errichtet.

www.wien.gv.at/wiki/index.php?title=K%C3%A4rntner_Stra%C3...

Fakten

Weimarer Straße 110, 1190 Wien

Baujahr: 1954-1955

Wohnungen: 34

Architekt: Friedrich Punzmann

Wohnen in Wien

Ab 1949 war der Wohnbau zahlenmäßig wieder auf dem Niveau des "Roten Wien" der Zwischenkriegszeit. Doch noch war die Bevölkerung verarmt und oft obdachlos. Kleine Duplex-Wohnungen, die später zusammengelegt werden konnten, linderten schließlich die Wohnungsnot. 1951 wurde Franz Jonas, Sohn einer Arbeiterfamilie, Bürgermeister von Wien. In seine Amtszeit fiel die rege Bautätigkeit im Rahmen des Projektes "Sozialer Städtebau" ab 1952. Das 8-Punkte-Programm hatte die Trennung von Wohn- und Gewerbebereichen, eine Auflockerung der Wohnbereiche sowie die Assanierung einzelner Viertel zum Ziel. Die standardmäßige Ausstattung der Wohnungen wurde verbessert - alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Geschichte

Diese großzügige Anlage wurde in der Wiederaufbauzeit nach dem Zweiten Weltkrieg in einem noblen Villenviertel errichtet. Dadurch konnte auch Bevölkerungsgruppen, für die dies bis dahin unmöglich gewesen wäre, ein Leben in Grünruhelage ermöglicht werden - bei gleichzeitig guter infrastruktureller Versorgung und Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz.

Die Architektur

Ein Mäuerchen und eine Hecke grenzen den umlaufenden Garten dieser Wohnhausanlage von der mit zahlreichen Bäumen bepflanzten Straße ab. Entlang der linken Grundstücksgrenze führt ein Gehweg über das leicht abfallende Gelände zu den drei Häusern. Diese sind parallel zum Straßenverlauf und zueinander ausgerichtet. Zwischen den Baublöcken gibt es einen Spielplatz und mehrere Sitzgelegenheiten. Während das von der Straße aus erste und dritte Haus jeweils über drei Geschoße verfügen, weist der mittlere Trakt nur zwei Stockwerke auf, sodass alle Wohnungen viel Sonnenlicht empfangen. Abgestufte Faschen umrahmen die Fenster; zur Weimarer Straße hin finden sich französische Fenster und im Erdgeschoß ein Erker. Für die Zeit eher untypisch ist der Natursteinsockel: Dieser entstand vermutlich in Anlehnung an die Gestaltung der umliegenden Wohnbauten, wodurch sich diese kleine Anlage gut in die Umgebung einfügt.

... und die Kunst

Im Vorgarten befindet sich die Natursteinplastik "Sitzender Knabe" des Bildhauers Ludwig Schmidle.

Der Name

Die Weimarer Straße trägt ihren Namen seit 1919 als Ausdruck der Verbundenheit mit der neu gegründeten deutschen Republik. Weimar war Sitz der Nationalversammlung, daher wird diese Periode der deutschen Politik von 1918 bis 1933 als Weimarer Republik bezeichnet.

Architekten

Friedrich Punzmann - Friedrich Punzmann (1901-1982) war ab 1920 an der Technischen Hochschule Wien inskribiert. Für die Gemeinde Wien entwarf er unter anderem den Bauteil Schleifgasse des Conrad-Lötsch-Hofes in Wien 21 (1961/62) und gemeinsam mit Anton Valentin das Wohnhaus Braunhirschengasse 13 in Wien 15 (1967-1969). Punzmann war auch an Plänen zum Kopenhagen-Hof in Wien 19 (Schegargasse 13-15, 1956-1958) beteiligt.

www.wienerwohnen.at/hof/1361/Weimarer-Strasse-110.html

Das Wien Museum nimmt in der vielfältigen Wiener Museumslandschaft eine besondere Stellung ein: Mit seiner Mischung aus Kunstsammlung und historischer Sammlung zeigt es Wiens Weg durch die Jahrhunderte. Zu sehen sind wertvolle Kunstschätze, zu spüren ist eine Stadt und ihr Mythos.

Zum Haupthaus am Karlsplatz gehören eine Fülle an Außenstellen, allen voran die Hermesvilla im Lainzer Tiergarten und die Musikerwohnungen. Regelmäßige Sonderausstellungen zeigen laufend Neues aus der Vergangenheit Wiens und anderer Metropolen. Hier kommen Sie einer Stadt auf die Spur. Willkommen in Wien und seinem Museum.

Das bietet Ihnen nur das Wien Museum:

eine faszinierende Mischung aus Kunst und Geschichte auf drei Etagen, von der Jungsteinzeit bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts.

Frühe Höhepunkte der Sammlung bilden sensationelle archäologische Funde aus dem römischen Legionslager Vindobona, original erhaltene Glasfenster und bedeutende Plastiken aus dem Stephansdom, darunter die berühmten Fürstenfiguren. Waffen und Rüstungen aus dem Wiener Bürgerlichen Zeughaus erzählen ebenso wie die sogenannte "Türkenbeute" von zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen. Die ältesten Wiener Stadtpläne und zahlreiche Stadtansichten veranschaulichen die bauliche Entwicklung von der mittelalterlichen Bürgerstadt zur Haupt- und Residenzstadt. Zu bewundern sind herausragende Beispiele barocker Malerei in Wien von Franz Anton Maulbertsch, Johann Michael Rottmayr oder Paul Troger.

Eine besondere Stärke des Wien Museums sind Exponate aus dem 19. Jahrhundert. Ausgewählte Möbelstücke, Kleider und kostbares Kunstgewerbe, die rekonstruierte Wohnung des bedeutenden österreichischen Dichters Franz Grillparzer samt originaler Einrichtung, vor allem aber Spitzenwerke der Malerei von Waldmüller, Amerling, Danhauser oder Fendi bieten einen konzentrierten Blick auf das Wiener Biedermeier.

Zwei große Stadtmodelle, die zu den Attraktionen des Wien Museums gehören, verdeutlichen eine heute kaum mehr vorstellbare städtebauliche Zäsur: Wien vor und nach der Schleifung des Glacis und der Errichtung der monumentalen Ringstraßenbauten. Mit Gemälden von Klimt, Schiele, Gerstl und Arnold Schönberg sowie Arbeiten der berühmten Wiener Werkstätte bietet die Dauerausstellung Meisterwerke der Periode "Wien um 1900".

Eine Sensation für Architekturinteressierte: das Wohnzimmer mit anschließendem Kaminraum aus der Wohnung des legendären Architekten Adolf Loos. Ausgewählte Werke der Malerei in Wien von der Zwischenkriegszeit bis zur zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts führen zur Gegenwart.

Das Haus am Karlsplatz

Das Wien Museum – von 1887 bis 2003 "Historisches Museum der Stadt Wien" – war einst im Wiener Rathaus untergebracht. Projekte für einen Neubau am Karlsplatz gab es schon vor 1914, etwa von Otto Wagner. Den 1959 eröffneten ersten Museumsneubau der Zweiten Republik entwarf Oswald Haerdtl, ehemaliger Mitarbeiter von Josef Hoffmann und Architekt von Österreich-Pavillons auf Weltausstellungen der 30er Jahre.

Seit der Überdachung des Innenhofes im Jahr 2000 hat das Museum einen multifunktionalen Raum für Veranstaltungen und ein Café. Neben der Dauerausstellung werden im Haerdtl-Bau regelmäßig Sonderausstellungen gezeigt.

www.wienmuseum.at/de/standorte/wien-museum-karlsplatz.html

Kärntner Straße (1), wird 1257 als "strata Carinthianorum" erstmals urkundlich erwähnt (um 1300 Chernerstraz, danach Kernerstraße, 1776 erstmals Kärnthnerstraße); ihre Planung und Anlage (nach Süden über den Wienerberg, Wiener Neustadt und den Semmering als Fernverkehrsverbindung über Steiermark und Kärnten bis Triest und Venedig) begann bereits im letzten Drittel des zwölften Jahrhunderts. 1234 wird im Zuge der Weiterführung der von Herzog Leopold V. eingeleiteten städtebaulichen Veränderungen (Stadterweiterung) erstmals der benachbarte Neue Markt urkundlich genannt; er bildete den Endpunkt für den Fernhandelsverkehr.

Gewerblichen Zwecken dienten der Fischhof (Nummer 8-10) und der Fleischhof (Nummer 33; erwähnt 1374-1448); vor den Häusern Nummer 22-24 und 33 standen 1323-1409 Fleischbänke.

Um 1207/1217 entstand die Kommende des Johanniterordens (Nummer 35); Nummer 37 gehörte 1415-1611 zum Pilgrimhaus (nachmals Annakloster), die Parzellen Nummer 28-36 zum Clarakloster (nachmals Bürgerspitalzinshaus). 1861 wurde die Kärntner Straße über den eingeebneten Stadtgraben hinweg bis zum Wienfluss bei der Elisabethbrücke verlängert; seit deren Abbruch (1897) endet die Kärntner Straße beim Karlsplatz. In den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts wurde die Kärntner Straße, die zu allen Zeiten zu den vornehmsten Straßen der Stadt zählte und die bedeutendsten Geschäftsläden aufwies, auf ihrer westlichen Seite verbreitert (von neun auf 17 Meter Straßenbreite), sodass hier fast zur Gänze historistische Neubauten entstanden, von denen einige aus spekulativen Gründen noch vor dem Ersten Weltkrieg nochmals durch Neubauten ersetzt wurden. Die Demolierungswelle begann 1873 mit dem Häuserblock Nummer 28-30, es folgten in den Jahren 1875-1878 die Häuser Nummer 6, 12, 17 und 38; damit begann auch die Umwandlung zu einer Geschäftsstraße, denn auf Nummer 12 entstand das als "Eisernes Haus" bezeichnete avantgardistisch konzipierte "Thonethaus" ("Zum eisernen Mann"), auf Nummer 17 das Warenhaus Wahliss. 1882-1884 wurden die Häuser Nummer 5, 7, 13-15, 25 und 36 abgebrochen, weitere Demolierungen folgten 1886-1889 (Häuser anstelle des Equitablepalais sowie Nummer 9, 39, 47 und 49). 1895 entstanden das Damenkonfektionshaus Zwieback (Nummer 11) und das Kaufhaus Neumann (Nummer 19). Trotz der Verbreiterung vermied man die Durchführung einer Straßenbahnlinie (lediglich Schleife der Linie 63 um die Oper und Linien 58 [1914-1942] und 59 [1911-1942] bis auf den Neuen Markt); lediglich Omnibusse der Vienna General Omnibus Company und später städtische Autobusse befuhren die Straße. In der Zwischenkriegszeit erlebte die Kärntner Straße eine wirtschaftliche und gesellschaftliche Hochblüte (vornehme Geschäfte und Hotels (Ambassador, Astoria), exklusive Konditoreien (Gerstner), Korso der gehobenen Gesellschaft).

Erhebliche Verluste an Bausubstanz entstanden am Ende des Zweiten Weltkriegs; Bombenangriffe (insbesondere am 12. März 1945) zerstörten oder beschädigten die Häuser Nummer 2, 4, 9, 16, 18, 22, 23, 25 und 51, Artillerietreffer zerstörten am 8. April die Häuser Nummer 6, 8, 11 und 25, und ein vom Haus Nummer 33 (Feinkostgeschäft Köberl und Pientok) ausgehender Brand zerstörte am 11./12. April die Häuserzeile Nummer 19-33 und die gegenüberliegenden Häuser Nummer 12-18 (außerdem Nummer 49 und am 13. April Nummer 1-5). Damit gehörte die Kärntner Straße zu den am stärksten zerstörten Straßen der Innenstadt; die Häuser wurden nach dem Krieg durch teilweise spartanische Neubauten ersetzt, der Althausbestand ist gering (Hotel Astoria, Esterházypalais, Malteserkirche, einige Wohnhäuser; Ecke Stock-im-Eisen-Platz Equitablepalais). 1974 wandelte man die Kärntner Straße im Zuge des U-Bahn-Baus (U 1) in eine Fußgeherzone um (Planung der Architekten Holzbauer und Windbrechtinger), die in der Folge in Richtung Stephansplatz und in einige Nebengassen erweitert wurde; am 16. April begannen die Pflasterungsarbeiten, ab 17. April wurden Linden gepflanzt (Fertigstellung im August 1974). 1991 wurden drei Brunnen von Hans Muhr aufgestellt. Ein nach dem Zweiten Weltkrieg in der Höhe der Einmündung der Kupferschmiedgasse aufgestellter Brunnen (der nicht die Zustimmung der Bevölkerung fand) wurde 1991 entfernt; gleichzeitig wurden, über den Straßenzug verteilt, drei Trinkbrunnen von Hans Muhr errichtet.

www.wien.gv.at/wiki/index.php?title=K%C3%A4rntner_Stra%C3...

Wiener Strassenbahn / Tramway in Vienna

 

View On Black

 

"Die Wiener Straßenbahn hat ihren Ursprung in einer ab 1865 betrieben Pferdetramwaylinie. 1872 wurde die Neue Wiener Tramwaygesellschaft gegründet, die ein Netz in den Vororten aufbaute. 1897 wurde die Elektrifizierung begonnen. Der Ausbau des Straßenbahnnetzes erreichte ihren Höhepunkt in der Zwischenkriegszeit.

(Wikipedia)

The Hochhaus Herrengasse was built by the christian-conservative party of Austria for prestige purposes. Their counterpart, the social democratic party, was traditionally strong in Vienna and built many affordable houses for the workers. The appartements in this building were quite expensive and attracted the well-to-do. Many well known actors resided in this house.

 

Das Hochhaus Herrengasse wurde von der christlich-konservativen Partei aus Prestigegründen gebaut. Ihre Gegner, die Sozialdemokraten, sind traditionell sehr stark in Wien und bauten in der Zwischenkriegszeit viele leistbare Wohnungen für Arbeiter.

Die Wohnungen in diesem Haus waren sehr teuer und zogen damit die Wohlhabenden an, unter ihnen einige bekannte Schauspieler.

Café Central (1, Herrengasse 14, Ferstelpalais; Kaffeehaus).

Das Café Central wurde 1868 im Gebäude der von Heinrich Ferstel erbauten Österreichisch-ungarischen Bank eröffnet wurde. Es befand sich unterhalb des Börsensaals an der Ecke Herrengasse/Strauchgasse und war Kristallisationspunkt des geistigen Lebens und Treffpunkt der Literaten im Fin de siècle. Als 1897 auch jene Besucher hierher übersiedelten, die bis dahin das Café Griensteidl frequentiert hatten, begann die große Zeit des Café Central. Zu den bedeutendsten Persönlichkeiten gehörten Peter Altenberg, Hermann Bahr, Richard Beer-Hofmann, Paul Frank, Egon Friedell, Hugo von Hofmannsthal, Oskar Kokoschka, Karl Kraus, Anton Kuh, Adolf Loos, Felix Salten, Arthur Schnitzler, Otto Soyka und Stefan Zweig.

Rudolf Forster hat in seiner Autobiographie die Atmosphäre im Café Central sehr bildhaft geschildert, Alfred Polgar nannte es "eine Weltanschauung". Einen besonderen Anziehungspunkt bildeten die in 22 Sprachen aufliegenden Zeitungen sowie die zur Verfügung stehenden Nachschlagewerke. Für Schachspieler standen eigene Räume zur Verfügung.

In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg zählten spätere russische Revolutionäre zu den Besuchern. Auch in der Zwischenkriegszeit florierte das Café, wenn es auch vom (1918 gegründeten) Café Herrenhof stark konkurrenziert wurde.

1947 wurde das Café Central geschlossen. Das Gebäude verfiel, wurde dann jedoch 1975 (Jahr des Denkmalschutzes) vor dem Abbruch gerettet, renoviert und revitalisiert (siehe Palais Ferstel). Ein Teil des Lokals wurde wieder aufgebaut und am 30. Oktober 1986 in veränderter Form eröffnet, nachdem bereits 1982 im ehemaligen Wintergarten des Café Central das "Café im Arkadenhof“ seinen Betrieb aufgenommen hatte. Die ORF-Kulturdiskussionssendung "Café Central" trug zur Popularisierung bei.

www.wien.gv.at/wiki/index.php/Caf%C3%A9_Central

Hier noch eine zweite Version, an der etwas Hand angelegt wurde ...

 

Der Himmelssaal, eine parabolischen Kuppel aus blauen und weißen Glasbausteinen, hat eine besondere Licht- und Raumwirkung und sollte ein mystischer Ort sein. An der Stirnseite wiederholen sich die Symbole des Hauptportals und an den Seiten des parabelförmigen Daches erscheint überall der Lebensbaum in blauen Glasbausteinen.

 

Bis heute weitgehend original erhalten sind das Treppenhaus und der Himmelssaal, die zu den interessantesten Zeugnissen deutscher Architektur der Zwischenkriegszeit zählen.

Fakten

Vogelweidhof

Wurzbachgasse 2-8, 1150 Wien

Baujahr: 1926-1927

Wohnungen: 109

Wohnen in Wien

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.

Geschichte

Zeitgleich mit der Erbauung der Wohnhausanlage wurde auf dem gegenüberliegenden Grundstück des aufgelösten Schmelzer Friedhofes der Märzpark angelegt. Der Name des Parks geht auf die 35 hier bestatteten Toten der Märzrevolution von 1848 zurück. Der Park wurde im Jahre 1928 eröffnet, seit 2004 unterkellert eine Tiefgarage ein Drittel der Anlage.

Die Architektur

Der denkmalgeschützte Vogelweidhof gehört zu den repräsentativsten, aber sicher auch zu den eigenwilligsten Wohnhausanlagen der Stadt Wien. Der ursprünglich 130 Wohnungen umfassende Bau ist zugleich "Volkswohnung" und künstlerisch ausgestalteter "Sozialpalast". Bestimmend für den Gesamteindruck des Baus sind der überhöhte Hauptblock, der oben von einem mächtigen und weit vorkragenden Kranzgesims mit reliefiertem Ornament abgeschlossen wird, sowie die kannelierten Rundbogenreihen, welche die drei Höfe gegen die Straße hin abschließen. "Monumental" und "auftrumpfend", aber auch "romantisierend": der Vogelweidhof vereint diese Eigenschaften zu einer gelungenen Synthese, wenn auch die ursprünglichen Wohnungsgrößen von 38 bis 48 Quadratmetern die engen Grenzen des damaligen sozialen Wohnbaus aufzeigen.

... und die Kunst

Der Vogelweidhof darf als einer der am prächtigsten ausgestalteten Gemeindebauten in Wien gelten. Drei keramische Zierbrunnen, 1927 von Robert Obsieger geschaffen, schmücken die Höfe, die Eingangshalle und die Lauben wurden freskiert. Die Deckengemälde in den Lauben stellen Szenen aus Märchen und Wiener Sagen dar und wurden von Franz Wacik 1927/28 geschaffen. Rudolf Jettmar schuf 1926-28 die Wandbilder in der Eingangshalle, auf welchen die Leistungen des Roten Wien - Krankenwesen, Sport, Wohnbau, Schulwesen - dargestellt sind.

Der Name

Der Vogelweidhof wurde nach dem Minnesänger Walther von der Vogelweide (um 1170 bis um 1230), der sich auch am Babenberger Hof in Wien aufgehalten hat, benannt. Er gilt als der bedeutendste deutschsprachige Lyriker des Mittelalters. Im Volksmund wird der Hof wegen seiner malerischen Ausstattung freilich meist "Märchenhof" genannt.

Sanierung

von 2012 bis 2016

In der Wohnhausanlage wird seit 2012 eine Sockelsanierung durchgeführt. Es wird unter anderem das Dach instandgesetzt, die Fassade gedämmt und die Fenster und Türen erneuert bzw. getauscht. Außerdem wird ein Aufzug sowie ein Fahrradabstellraum neu hergestellt, die Stiegenhäuser und Außenanlagen instand gesetzt und die Haustechnik überprüft und erneuert.

www.wienerwohnen.at/hof/184/Vogelweidhof.html

Baden bei Wien Album 1. Fotogalerie www.flickr.com/photos/arjuna/sets/72057594130777924/

 

www.baden.at/

en.wikipedia.org/wiki/Baden_bei_Wien

de.wikipedia.org/wiki/Baden_bei_Wien

pl.wikipedia.org/wiki/Baden_bei_Wien

www.baden.at/redirect.asp?nav=screen/nav_tour_frei.shtml&...

 

Die Stadt Baden liegt ca. 26 km südlich von der Bundeshauptstadt Wien an der Thermenlinie. Vom Westen kommen die Ausläufer der Kalkalpen, vom Osten das Wiener Becken bis in die Stadt.

 

15 Schwefelthermen machen Baden zu einem bekannten Heilbad und Kurort. Aber auch als Weinbaugebiet - bedingt durch die Lage im pannonischen Klimaraum - ist Baden anerkannt und beliebt.

 

Die Besiedlung von Baden läßt sich bis in die Steinzeit zurückverfolgen. Ein Abschnitt davon wird sogar als "Badener Kultur" bezeichnet. Von den Römern werden bereits die Thermalquellen von Baden genützt. Der Name "Padun" wird zum ersten Mal auf einer Urkunde aus dem Jahr 869 gefunden.

  

1480 erhebt Kaiser Friedrich III. Baden zur Stadt und gibt ihr ein Wappen - ein nackter Mann und eine nackte Frau in einem Badeschaff.

Stadtwappen von Baden

 

Trotz der Zerstörung in 2 Türkenkriegen (1529 und 1683), zweier großer Brände im 18. und 19. Jahrhundert und dem mehrmaligen Auftreten der Pest wird Baden immer wieder aufgebaut und gewinnt neues Leben. Grund dafür ist sicherlich die günstige Lage.

 

Die Glanzzeit von Baden beginnt im 18. Jahrhundert. Dazu trägt Kaiser Franz I. stark bei, der sich oft in Baden aufhält und es gleichsam zu seiner "Sommerresidenz" macht. In seinem Gefolge treffen einander nicht nur der Hof und die Aristokratie, sondern auch Künstler im Badener Kurpark. Kein anderer späterer Kaiser widmet jedoch Baden die gleiche Aufmerksamkeit wie Franz I.

Doch Baden versteht es, sich trotzdem bekannt zu erhalten. 1841 erreicht die Südbahn die Stadt und eröffnet so durch die nun größere Wien-Nähe den Aufstieg zum Nobelkurort. Auch einige Erzherzöge wenden sich wieder Baden zu und verlegen ihre Sommerresidenzen hierher. Der Tagesfremdenverkehr wird durch den Anschluß an die Südbahn merklich vermehrt.

In der Gründerzeit (Ende des 19. Jahrhunderts) siedeln sich Vertreter des Wiener Großbürgertums in Baden an und beginnen das Villenviertel aufzubauen.

Durch Probleme mit dem Anschluß an die Bahn - die Südbahn läßt Baden etwas im Stich - setzt sich der Ausbau der Badener Tramwaygesellschaft durch. Zunächst als Pferdebahn nach Rauhenstein, später elektrifiziert, ausgebaut mit Linien nach Bad Vöslau, einer Ring-Rund-Linie und schließlich mit durchgehendem Verkehr vom Badener Josefsplatz bis zur Wiener Oper wird die Stadt verkehrsmäßig erschlossen.

Die Infrastruktur für den Fremdenverkehr wird laufend erweitert. Gebaut werden die Schwimmanstalt, Dampf- und Wannenbäder, die hölzerne Trinkhalle, die Sommerarena, es wird aber auch der Kurpark erweitert. Privat entstehen Hotels wie der "Grüne Baum", das "Sacher", "Central", "Legenstein", "Esplanade", "Bellevue", die Kuranstalt "Gutenbrunn" und der "Herzoghof". Schließlich wird von der Stadt auch das Kurhaus als Gesellschaftszentrum errichtet. Das neue Stadttheater und die Trabrennbahn runden das Angebot für die Gäste ab.

Die Einwohnerzahl von Baden steigt von ca. 5.100 im Jahr 1850 auf ca. 20.000 im Jahr 1931, die Anzahl der Kurgäste von ca. 6.500 auf ca. 50.000 im gleichen Zeitraum. Aus der verträumten Sommerfrische des Biedermeiers ist ein Nobelkurort geworden.

 

In der Zwischenkriegszeit wird weiter gebaut, erweitert und renoviert. Alle diese Aktivitäten verleihen der Stadt eine große Attraktivität für Gäste aus Österreich aber auch aus den Nachfolgestaaten der Monarchie.

 

Der Himmelssaal, eine parabolischen Kuppel aus blauen und weißen Glasbausteinen, hat eine besondere Licht- und Raumwirkung und sollte ein mystischer Ort sein. An der Stirnseite wiederholen sich die Symbole des Hauptportals und an den Seiten des parabelförmigen Daches erscheint überall der Lebensbaum in blauen Glasbausteinen. Bis heute weitgehend original erhalten sind das Treppenhaus und der Himmelssaal, die zu den interessantesten Zeugnissen deutscher Architektur der Zwischenkriegszeit zählen.

Baden bei Wien Album 1. Fotogalerie www.flickr.com/photos/arjuna/sets/72057594130777924/

 

www.baden.at/

en.wikipedia.org/wiki/Baden_bei_Wien

de.wikipedia.org/wiki/Baden_bei_Wien

pl.wikipedia.org/wiki/Baden_bei_Wien

www.baden.at/redirect.asp?nav=screen/nav_tour_frei.shtml&...

 

Die Stadt Baden liegt ca. 26 km südlich von der Bundeshauptstadt Wien an der Thermenlinie. Vom Westen kommen die Ausläufer der Kalkalpen, vom Osten das Wiener Becken bis in die Stadt.

 

15 Schwefelthermen machen Baden zu einem bekannten Heilbad und Kurort. Aber auch als Weinbaugebiet - bedingt durch die Lage im pannonischen Klimaraum - ist Baden anerkannt und beliebt.

 

Die Besiedlung von Baden läßt sich bis in die Steinzeit zurückverfolgen. Ein Abschnitt davon wird sogar als "Badener Kultur" bezeichnet. Von den Römern werden bereits die Thermalquellen von Baden genützt. Der Name "Padun" wird zum ersten Mal auf einer Urkunde aus dem Jahr 869 gefunden.

  

1480 erhebt Kaiser Friedrich III. Baden zur Stadt und gibt ihr ein Wappen - ein nackter Mann und eine nackte Frau in einem Badeschaff.

Stadtwappen von Baden

 

Trotz der Zerstörung in 2 Türkenkriegen (1529 und 1683), zweier großer Brände im 18. und 19. Jahrhundert und dem mehrmaligen Auftreten der Pest wird Baden immer wieder aufgebaut und gewinnt neues Leben. Grund dafür ist sicherlich die günstige Lage.

 

Die Glanzzeit von Baden beginnt im 18. Jahrhundert. Dazu trägt Kaiser Franz I. stark bei, der sich oft in Baden aufhält und es gleichsam zu seiner "Sommerresidenz" macht. In seinem Gefolge treffen einander nicht nur der Hof und die Aristokratie, sondern auch Künstler im Badener Kurpark. Kein anderer späterer Kaiser widmet jedoch Baden die gleiche Aufmerksamkeit wie Franz I.

Doch Baden versteht es, sich trotzdem bekannt zu erhalten. 1841 erreicht die Südbahn die Stadt und eröffnet so durch die nun größere Wien-Nähe den Aufstieg zum Nobelkurort. Auch einige Erzherzöge wenden sich wieder Baden zu und verlegen ihre Sommerresidenzen hierher. Der Tagesfremdenverkehr wird durch den Anschluß an die Südbahn merklich vermehrt.

In der Gründerzeit (Ende des 19. Jahrhunderts) siedeln sich Vertreter des Wiener Großbürgertums in Baden an und beginnen das Villenviertel aufzubauen.

Durch Probleme mit dem Anschluß an die Bahn - die Südbahn läßt Baden etwas im Stich - setzt sich der Ausbau der Badener Tramwaygesellschaft durch. Zunächst als Pferdebahn nach Rauhenstein, später elektrifiziert, ausgebaut mit Linien nach Bad Vöslau, einer Ring-Rund-Linie und schließlich mit durchgehendem Verkehr vom Badener Josefsplatz bis zur Wiener Oper wird die Stadt verkehrsmäßig erschlossen.

Die Infrastruktur für den Fremdenverkehr wird laufend erweitert. Gebaut werden die Schwimmanstalt, Dampf- und Wannenbäder, die hölzerne Trinkhalle, die Sommerarena, es wird aber auch der Kurpark erweitert. Privat entstehen Hotels wie der "Grüne Baum", das "Sacher", "Central", "Legenstein", "Esplanade", "Bellevue", die Kuranstalt "Gutenbrunn" und der "Herzoghof". Schließlich wird von der Stadt auch das Kurhaus als Gesellschaftszentrum errichtet. Das neue Stadttheater und die Trabrennbahn runden das Angebot für die Gäste ab.

Die Einwohnerzahl von Baden steigt von ca. 5.100 im Jahr 1850 auf ca. 20.000 im Jahr 1931, die Anzahl der Kurgäste von ca. 6.500 auf ca. 50.000 im gleichen Zeitraum. Aus der verträumten Sommerfrische des Biedermeiers ist ein Nobelkurort geworden.

 

In der Zwischenkriegszeit wird weiter gebaut, erweitert und renoviert. Alle diese Aktivitäten verleihen der Stadt eine große Attraktivität für Gäste aus Österreich aber auch aus den Nachfolgestaaten der Monarchie.

 

Kärntner Straße (1), wird 1257 als "strata Carinthianorum" erstmals urkundlich erwähnt (um 1300 Chernerstraz, danach Kernerstraße, 1776 erstmals Kärnthnerstraße); ihre Planung und Anlage (nach Süden über den Wienerberg, Wiener Neustadt und den Semmering als Fernverkehrsverbindung über Steiermark und Kärnten bis Triest und Venedig) begann bereits im letzten Drittel des zwölften Jahrhunderts. 1234 wird im Zuge der Weiterführung der von Herzog Leopold V. eingeleiteten städtebaulichen Veränderungen (Stadterweiterung) erstmals der benachbarte Neue Markt urkundlich genannt; er bildete den Endpunkt für den Fernhandelsverkehr.

Gewerblichen Zwecken dienten der Fischhof (Nummer 8-10) und der Fleischhof (Nummer 33; erwähnt 1374-1448); vor den Häusern Nummer 22-24 und 33 standen 1323-1409 Fleischbänke.

Um 1207/1217 entstand die Kommende des Johanniterordens (Nummer 35); Nummer 37 gehörte 1415-1611 zum Pilgrimhaus (nachmals Annakloster), die Parzellen Nummer 28-36 zum Clarakloster (nachmals Bürgerspitalzinshaus). 1861 wurde die Kärntner Straße über den eingeebneten Stadtgraben hinweg bis zum Wienfluss bei der Elisabethbrücke verlängert; seit deren Abbruch (1897) endet die Kärntner Straße beim Karlsplatz. In den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts wurde die Kärntner Straße, die zu allen Zeiten zu den vornehmsten Straßen der Stadt zählte und die bedeutendsten Geschäftsläden aufwies, auf ihrer westlichen Seite verbreitert (von neun auf 17 Meter Straßenbreite), sodass hier fast zur Gänze historistische Neubauten entstanden, von denen einige aus spekulativen Gründen noch vor dem Ersten Weltkrieg nochmals durch Neubauten ersetzt wurden. Die Demolierungswelle begann 1873 mit dem Häuserblock Nummer 28-30, es folgten in den Jahren 1875-1878 die Häuser Nummer 6, 12, 17 und 38; damit begann auch die Umwandlung zu einer Geschäftsstraße, denn auf Nummer 12 entstand das als "Eisernes Haus" bezeichnete avantgardistisch konzipierte "Thonethaus" ("Zum eisernen Mann"), auf Nummer 17 das Warenhaus Wahliss. 1882-1884 wurden die Häuser Nummer 5, 7, 13-15, 25 und 36 abgebrochen, weitere Demolierungen folgten 1886-1889 (Häuser anstelle des Equitablepalais sowie Nummer 9, 39, 47 und 49). 1895 entstanden das Damenkonfektionshaus Zwieback (Nummer 11) und das Kaufhaus Neumann (Nummer 19). Trotz der Verbreiterung vermied man die Durchführung einer Straßenbahnlinie (lediglich Schleife der Linie 63 um die Oper und Linien 58 [1914-1942] und 59 [1911-1942] bis auf den Neuen Markt); lediglich Omnibusse der Vienna General Omnibus Company und später städtische Autobusse befuhren die Straße. In der Zwischenkriegszeit erlebte die Kärntner Straße eine wirtschaftliche und gesellschaftliche Hochblüte (vornehme Geschäfte und Hotels (Ambassador, Astoria), exklusive Konditoreien (Gerstner), Korso der gehobenen Gesellschaft).

Erhebliche Verluste an Bausubstanz entstanden am Ende des Zweiten Weltkriegs; Bombenangriffe (insbesondere am 12. März 1945) zerstörten oder beschädigten die Häuser Nummer 2, 4, 9, 16, 18, 22, 23, 25 und 51, Artillerietreffer zerstörten am 8. April die Häuser Nummer 6, 8, 11 und 25, und ein vom Haus Nummer 33 (Feinkostgeschäft Köberl und Pientok) ausgehender Brand zerstörte am 11./12. April die Häuserzeile Nummer 19-33 und die gegenüberliegenden Häuser Nummer 12-18 (außerdem Nummer 49 und am 13. April Nummer 1-5). Damit gehörte die Kärntner Straße zu den am stärksten zerstörten Straßen der Innenstadt; die Häuser wurden nach dem Krieg durch teilweise spartanische Neubauten ersetzt, der Althausbestand ist gering (Hotel Astoria, Esterházypalais, Malteserkirche, einige Wohnhäuser; Ecke Stock-im-Eisen-Platz Equitablepalais). 1974 wandelte man die Kärntner Straße im Zuge des U-Bahn-Baus (U 1) in eine Fußgeherzone um (Planung der Architekten Holzbauer und Windbrechtinger), die in der Folge in Richtung Stephansplatz und in einige Nebengassen erweitert wurde; am 16. April begannen die Pflasterungsarbeiten, ab 17. April wurden Linden gepflanzt (Fertigstellung im August 1974). 1991 wurden drei Brunnen von Hans Muhr aufgestellt. Ein nach dem Zweiten Weltkrieg in der Höhe der Einmündung der Kupferschmiedgasse aufgestellter Brunnen (der nicht die Zustimmung der Bevölkerung fand) wurde 1991 entfernt; gleichzeitig wurden, über den Straßenzug verteilt, drei Trinkbrunnen von Hans Muhr errichtet.

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dolce far niente , la dolce vita :: enjoy life with a new car : 1920s, golden 20th, the bright side of life

 

Mercedes Benz Museum Stuttgart kommentiert:

" Frau und Automobil "

finden in den 1920er Jahren zueinander.

 

money and luxury , the early 1920 th

 

Ein neuer Typ Frau, die burschikose und selbstbewusste , erobert

nach kurzen Haaren und langen Hosen mit dem Auto eine weitere Domäne der Männerwelt !

Women and cars became better acquainted in the 1920s. Having already adopted the short hair and long trousers that had until then been a male prerogative, a new breed of boy-ish and self-confident women, could now claim a further male domain as their own.

 

Die erste Welle der modernen Frauenbewegung oder Frauenrechtsbewegung (Mitte des 19. Jahrhunderts bis Anfang des 20. Jahrhunderts) kämpfte für die grundsätzlichen politischen und bürgerlichen Rechte der Frauen wie z. B. das Frauenwahlrecht, das in Deutschland im November 1918 rechtlich verankert wurde, das Recht auf Erwerbstätigkeit, das Recht auf Bildung und eine Gesellschaft auf neuer sittlicher Grundlage.

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Die Mitglieder der ersten Frauenbewegung wurden Frauenrechtlerinnen genannt.

 

Da eines ihrer Hauptziele das Frauenwahlrecht war, wurden sie von Seiten der Konservativen (royalen - antidemokratisch ) auch häufig (abwertend) als Suffragetten (suffrage – engl. Wahlrecht, von latein. suffragium – Abstimmung) bezeichnet.

  

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°°°

 

Mercedes-Benz Typ SS, 27/170/225 PS, Tourenwagen, Bauzeit: 1928 bis 1934.

 

Effiart, Orginal: Mercedes Museum Stuttgart

 

www.daimler.com

Daimler-Benz in der Zwischenkriegszeit:

Die Fusion und die Weltwirtschaftskrise (1920-1933) ...

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money and luxury , and emancipation, the early 1920 th

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Women and cars became better acquainted in the 1920s. Having already adopted the short hair and long trousers that had until then been a male prerogative, a new breed of boyish and self-confident women, could now claim a further male domain as their own.

 

°°°

Mercedes-Benz Typ SS, 27/170/225 PS, Tourenwagen, Bauzeit: 1928 bis 1934.

 

Effiart, Orginal: Mercedes Museum Stuttgart

 

www.daimler.com

Daimler-Benz in der Zwischenkriegszeit:

Die Fusion und die Weltwirtschaftskrise (1920-1933) ...

Der Reumannhof ist ein Gemeindebau in Wien-Margareten. Die Anlage befindet sich am Margaretengürtel 100–110.

Baubeschreibung

Straßenfront des Reumannhofs

Der Reumannhof wurde in den Jahren 1924/26 vom Architekten Hubert Gessner als städtische Wohnhausanlage errichtet. Er wurde nach dem ersten sozialdemokratischen Bürgermeister der Stadt Wien Jakob Reumann benannt.

Die mittlerweile denkmalgeschützte Anlage besteht aus 478 Wohnungen, 19 Geschäftslokalen und einigen weiteren Einrichtungen. Mit einer 180 m langen Fassade zum Gürtel hin zählt der Reumannhof zu den bemerkenswerten Bauten der Zwischenkriegszeit.

Die Fassade ähnelt einer Schloss- oder Palastanlage, wobei auch bei Stiftshöfen und Freihäusern Anleihen genommen wurde. Diese Mischung aus heroischen Fassaden im Stil älterer Bauformen in Verbindung mit der tatsächlichen Kleinheit der Wohnungen brachte dem Architekten auch einiges an Kritik ein.

Das Herzstück der Anlage ist der Ehrenhof, welcher aufwendig mit einem schwarz-weißen Bogenmuster gepflastert ist, und mit einem Hochstrahlbrunnen und der Reumann-Büste einen repräsentativen Eindruck erweckt. Pergolen schirmen den Platz vom stark befahrenen Gürtel ab. Hinter dem Ehrenhof sticht der achtstöckige Mittelblock hervor. Ursprünglich hätte dieser Mittelblock 16 Stockwerke umfassen sollen, wegen Kostengründen wurden nur 8 Stockwerke errichtet.

Rolle im Bürgerkrieg

Während des österreichischen Bürgerkriegs 1934 war der Reumannhof ein Hauptstützpunkt des republikanischen Schutzbundes und wurde wegen dieser zentralen Funktion lange Zeit vom Schutzbund gehalten. Am 12. Februar 1934 brachen gegen 14 Uhr die Kämpfe beim Reumannhof aus, die erst mit dem Zusammenbruch des Generalstreiks um 20 Uhr beendet wurden, daraufhin kapitulierten die verschanzten Schutzbündler.

Eine Gedenktafel am Reumannhof erinnert an dieses Ereignis.

de.wikipedia.org/wiki/Reumannhof

Das Eden Teatro in Lissabon an der Adresse Praça dos Restauradores 24 war einst Lissabons prächtigstes Großkino der Zwischenkriegszeit

Hotel Imperial, (1, Kärntner Ring 16), Hotel der Weltklasse in der Ringstraßenzone. Das Gebäude wurde 1862-1865 nach Plänen von Arnold Zanetti (München) und Heinrich Adam durch Stadtbaumeister Groß als Palais für Herzog Philipp Alexander von Württemberg (* 30. Juli 1838, der 1865 die Tochter Erzherzogs Albrecht, Erzherzogin Maria Theresia, ehelichte) in Formen der italienischen Renaissance errichtet. Bereits 1872/1873 (im Zuge der Vorbereitung der Weltausstellung 1873) erfolgte bei gleichzeitiger Adaptierung des Inneren die Umwandlung in ein Hotel, das am 28. April 1873 eröffnet werden konnte. Auf dem Treppenabsatz der Prunkstiege befindet sich das Original (Band 2, Seite 75, irrtümlich Kopie) von Hanns Gassers Donauweibchen (Kopie im Stadtpark).

Von Anfang an hatte das Hotel höchstrangige Gäste (so während der Weltausstellung den brasilianischen Kaiser Dom Pedro II., den dänischen König Christian IX. und den deutschen Kaiser Wilhelm I.). In seiner Ära als "Kaiserlich-königliches Hofhotel" beherbergte das Hotel Imperial stets Herrscher (beispielsweise König Milan von Serbien und seinen Sohn, König Alexander oder den Zaren Ferdinand von Bulgarien), Staatsmänner (beispielsweise Bismarck), Finanzleute, Politiker, Künstlerinnen und Künstler (beispielsweise Richard Wagner [Gedenktafel von Robert Ullmann, 1933], Eleonore Düse oder Sarah Bernhardt) sowie 1912 Ferdinand Graf Zeppelin. Berühmte Besucherinnen und Besucher (auch in der Zwischenkriegszeit) hatte stets das Café Imperial; im Hotel stiegen unter anderem neben Regenten (beispielsweise 1926 und 1932 König Alfons XIII. von Spanien) und Staatsmännern (beispielsweise 1926 Eduard Benes und 1936 Admiral Nikolaus Horthy) Sven Hedin (1920), der Anthroposoph Rudolf Steiner (1922), Luigi Pirandello (erstmals 1926), der Begründer des PEN-Klubs John Galsworthy (1929) und Hugo Ekkener (1931) ab. Eine bereits 1912 eingeholte behördliche Zustimmung zur Aufstockung des gesamten Baukomplexes wurde erst 1928 teilweise realisiert (Bau der beiden obersten Stockwerke auf der Ringstraßenseite).

Nach der Annexion Österreichs (14. März 1938) logierte Adolf Hitler im Hotel Imperial (Appartement 103). Um die Sicherheit des Führers zu gewährleisten, wurde in der Dumbastraße ein unterirdischer Führerbunker errichtet. Der Bau erfolgte jedoch nicht in der herkömmlichen Weise. Aus Platzgründen wurde die Straße einfach aufgegraben und der Bunker in die Baugrube hinein gebaut und mit dem Hotel verbunden. Der Verbindungsgang, der heute nochvorhanden ist, wurde mit beigen Wandfliesen verkleidet. Am Abend des 14. März 1938 traf Hitler in Wien ein, vor dem Hotel Imperial stauten sich die Massen. Lautsprecher teilten mit, der Führer sei ‚zu müde’ um zu ihnen zu sprechen, doch die Menschen harrten weiter aus. Kurz nach 19 Uhr trat Hitler auf den Balkon und hielt eine Rede, die sich aus seiner Linzer Ansprache und seiner Rede, die er am nächsten Tag am Heldenplatz halten sollte, speiste. Erst danach löst sich die Versammlung auf. Am 15. März 1938 empfing Hitler im Hotel Imperial Kardinal Theodor Innitzer. Dieser hatte – in seiner Reaktion nicht unähnlich jener der deutschen Bischöfe 1933 – am 13. März verkünden lassen: „Die Katholiken der Wiener Erzdiözese werden ersucht, Sonntag, 13. d., zu beten, um Gott dem Herrn zu danken für den unblutigen Verlauf der großen politischen Umwälzung und um eine glückliche Zukunft für Österreich zu bitten. Selbstverständlich möge allen Anordnungen der Behörden gerne und willig Folge geleistet werden.“ Die Kirchenglocken läuteten zu Ehren Hitlers und die Kirchtürme wurden mit Hakenkreuzfahnen beflaggt. Das Zusammentreffen Hitler-Innitzer, in die Wege geleitet durch Papen und Seyss-Inquart, diente Hitler dazu darzulegen, dass er sich erwarte, dass die Kirche kooperiere, dass es für den Staat gelte, ein Bollwerk gegen den Bolschewismus zu sein. Innitzer signalisierte Hitler Kooperationsbereitschaft, er erbat die im Konkordat der Kirche verbrieften Freiheiten und den Einfluss auf die Jugendarbeit zu waren. Für den 18. März 1938 berief er eine Bischofskonferenz ein.

Während der NS-Zeit stiegen auch Politiker der Achsenmächte in dem Hotel Imperial ab. Einer der Gäste des Führers war der "Duce" Benito Mussolini. Dieser musste das Hotel am 13. September 1943 (nach seiner Befreiung durch Skorzeny) durch den Lieferanteneingang betreten, weil er sich nach dem Einmarsch der Alliierten in Italien auf der Flucht befand.

In der Zeit der Alliierten Besatzung (1945-1955) befand sich das Hotel durch die Bestimmungen des sogenannten Zonenabkommens in der Interalliierten Zone und wurde von der sowjetischen Militärverwaltung bis zum 17. September 1955 als Hauptquartier benützt. Neben dem US-amerikanischen und dem britischen Hauptquartier fanden auch im Hotel Imperial die ersten Sitzungen des Alliierten Rates statt, bevor dieser und andere Teile der Alliierten Kommission in das Haus der Industrie (3, Schwarzenbergplatz 4; April 1946-Juli 1956 Stalinplatz 1) verlegt wurden. Nach der Besatzungszeit wurde das Hotel bis 1958 renoviert.

Seither wird es seitens der Republik Österreich zum Logis von Staatsgästen gewählt (beispielsweise König Ibn Saud, Schah-in-Schah Mohammed Reza Pahlevi, Nikita Chruschtschow, Josip Tito, König Bhumibol von Thailand mit Gattin Sirikit, Königin Elisabeth II. von England, Richard Nixon, Georges Pompidou, Mohammed Anwar-as-Sadat), aber auch von der Wirtschaftsprominenz sowie Künstlerinnen und Künstlern (beispeilsweise 1959 Otto Preminger, 1960 Walt Disney, Bruno Walter und Otto Klemperer, 1961 Mario del Monaco und Renata Tebaldi, 1964 Alfred Hitchcock). Seit 1977 gehört das Hotel zur Gruppe der "cca-Hotels" ("City & Country Hotels in Austria" der "Vereinigten Österreichischen Hotel AG").

1988-1994 wurde das Hotel nach Plänen des römischen CIGA-Architekten Papiri (Baumeister Straka) mit einem Kostenaufwand von 300 Millionen Schilling generalsaniert und nach dem historischen Vorbild von 1866 gestaltet. Die neue Dachkonstruktion ermöglicht einen späteren Ausbau des Dachgeschosses, die Eingangshalle wurde weitgehend rekonstruiert.

Das Hotel Imperial kreierte eine eigene (viereckige) Torte ("Imperialtorte").

www.wien.gv.at/wiki/index.php/Hotel_Imperial

Hotel Imperial, (1, Kärntner Ring 16), Hotel der Weltklasse in der Ringstraßenzone. Das Gebäude wurde 1862-1865 nach Plänen von Arnold Zanetti (München) und Heinrich Adam durch Stadtbaumeister Groß als Palais für Herzog Philipp Alexander von Württemberg (* 30. Juli 1838, der 1865 die Tochter Erzherzogs Albrecht, Erzherzogin Maria Theresia, ehelichte) in Formen der italienischen Renaissance errichtet. Bereits 1872/1873 (im Zuge der Vorbereitung der Weltausstellung 1873) erfolgte bei gleichzeitiger Adaptierung des Inneren die Umwandlung in ein Hotel, das am 28. April 1873 eröffnet werden konnte. Auf dem Treppenabsatz der Prunkstiege befindet sich das Original (Band 2, Seite 75, irrtümlich Kopie) von Hanns Gassers Donauweibchen (Kopie im Stadtpark).

Von Anfang an hatte das Hotel höchstrangige Gäste (so während der Weltausstellung den brasilianischen Kaiser Dom Pedro II., den dänischen König Christian IX. und den deutschen Kaiser Wilhelm I.). In seiner Ära als "Kaiserlich-königliches Hofhotel" beherbergte das Hotel Imperial stets Herrscher (beispielsweise König Milan von Serbien und seinen Sohn, König Alexander oder den Zaren Ferdinand von Bulgarien), Staatsmänner (beispielsweise Bismarck), Finanzleute, Politiker, Künstlerinnen und Künstler (beispielsweise Richard Wagner [Gedenktafel von Robert Ullmann, 1933], Eleonore Düse oder Sarah Bernhardt) sowie 1912 Ferdinand Graf Zeppelin. Berühmte Besucherinnen und Besucher (auch in der Zwischenkriegszeit) hatte stets das Café Imperial; im Hotel stiegen unter anderem neben Regenten (beispielsweise 1926 und 1932 König Alfons XIII. von Spanien) und Staatsmännern (beispielsweise 1926 Eduard Benes und 1936 Admiral Nikolaus Horthy) Sven Hedin (1920), der Anthroposoph Rudolf Steiner (1922), Luigi Pirandello (erstmals 1926), der Begründer des PEN-Klubs John Galsworthy (1929) und Hugo Ekkener (1931) ab. Eine bereits 1912 eingeholte behördliche Zustimmung zur Aufstockung des gesamten Baukomplexes wurde erst 1928 teilweise realisiert (Bau der beiden obersten Stockwerke auf der Ringstraßenseite).

Nach der Annexion Österreichs (14. März 1938) logierte Adolf Hitler im Hotel Imperial (Appartement 103). Um die Sicherheit des Führers zu gewährleisten, wurde in der Dumbastraße ein unterirdischer Führerbunker errichtet. Der Bau erfolgte jedoch nicht in der herkömmlichen Weise. Aus Platzgründen wurde die Straße einfach aufgegraben und der Bunker in die Baugrube hinein gebaut und mit dem Hotel verbunden. Der Verbindungsgang, der heute nochvorhanden ist, wurde mit beigen Wandfliesen verkleidet. Am Abend des 14. März 1938 traf Hitler in Wien ein, vor dem Hotel Imperial stauten sich die Massen. Lautsprecher teilten mit, der Führer sei ‚zu müde’ um zu ihnen zu sprechen, doch die Menschen harrten weiter aus. Kurz nach 19 Uhr trat Hitler auf den Balkon und hielt eine Rede, die sich aus seiner Linzer Ansprache und seiner Rede, die er am nächsten Tag am Heldenplatz halten sollte, speiste. Erst danach löst sich die Versammlung auf. Am 15. März 1938 empfing Hitler im Hotel Imperial Kardinal Theodor Innitzer. Dieser hatte – in seiner Reaktion nicht unähnlich jener der deutschen Bischöfe 1933 – am 13. März verkünden lassen: „Die Katholiken der Wiener Erzdiözese werden ersucht, Sonntag, 13. d., zu beten, um Gott dem Herrn zu danken für den unblutigen Verlauf der großen politischen Umwälzung und um eine glückliche Zukunft für Österreich zu bitten. Selbstverständlich möge allen Anordnungen der Behörden gerne und willig Folge geleistet werden.“ Die Kirchenglocken läuteten zu Ehren Hitlers und die Kirchtürme wurden mit Hakenkreuzfahnen beflaggt. Das Zusammentreffen Hitler-Innitzer, in die Wege geleitet durch Papen und Seyss-Inquart, diente Hitler dazu darzulegen, dass er sich erwarte, dass die Kirche kooperiere, dass es für den Staat gelte, ein Bollwerk gegen den Bolschewismus zu sein. Innitzer signalisierte Hitler Kooperationsbereitschaft, er erbat die im Konkordat der Kirche verbrieften Freiheiten und den Einfluss auf die Jugendarbeit zu waren. Für den 18. März 1938 berief er eine Bischofskonferenz ein.

Während der NS-Zeit stiegen auch Politiker der Achsenmächte in dem Hotel Imperial ab. Einer der Gäste des Führers war der "Duce" Benito Mussolini. Dieser musste das Hotel am 13. September 1943 (nach seiner Befreiung durch Skorzeny) durch den Lieferanteneingang betreten, weil er sich nach dem Einmarsch der Alliierten in Italien auf der Flucht befand.

In der Zeit der Alliierten Besatzung (1945-1955) befand sich das Hotel durch die Bestimmungen des sogenannten Zonenabkommens in der Interalliierten Zone und wurde von der sowjetischen Militärverwaltung bis zum 17. September 1955 als Hauptquartier benützt. Neben dem US-amerikanischen und dem britischen Hauptquartier fanden auch im Hotel Imperial die ersten Sitzungen des Alliierten Rates statt, bevor dieser und andere Teile der Alliierten Kommission in das Haus der Industrie (3, Schwarzenbergplatz 4; April 1946-Juli 1956 Stalinplatz 1) verlegt wurden. Nach der Besatzungszeit wurde das Hotel bis 1958 renoviert.

Seither wird es seitens der Republik Österreich zum Logis von Staatsgästen gewählt (beispielsweise König Ibn Saud, Schah-in-Schah Mohammed Reza Pahlevi, Nikita Chruschtschow, Josip Tito, König Bhumibol von Thailand mit Gattin Sirikit, Königin Elisabeth II. von England, Richard Nixon, Georges Pompidou, Mohammed Anwar-as-Sadat), aber auch von der Wirtschaftsprominenz sowie Künstlerinnen und Künstlern (beispeilsweise 1959 Otto Preminger, 1960 Walt Disney, Bruno Walter und Otto Klemperer, 1961 Mario del Monaco und Renata Tebaldi, 1964 Alfred Hitchcock). Seit 1977 gehört das Hotel zur Gruppe der "cca-Hotels" ("City & Country Hotels in Austria" der "Vereinigten Österreichischen Hotel AG").

1988-1994 wurde das Hotel nach Plänen des römischen CIGA-Architekten Papiri (Baumeister Straka) mit einem Kostenaufwand von 300 Millionen Schilling generalsaniert und nach dem historischen Vorbild von 1866 gestaltet. Die neue Dachkonstruktion ermöglicht einen späteren Ausbau des Dachgeschosses, die Eingangshalle wurde weitgehend rekonstruiert.

Das Hotel Imperial kreierte eine eigene (viereckige) Torte ("Imperialtorte").

www.wien.gv.at/wiki/index.php/Hotel_Imperial

Meran, city in South Tyrol (Merano, Alto Adige, Italy), town charter in 1317, to 1475 mint (relocation to Hall/Tyrol), or until 1480 capital of Tyrol (relocation of the residence to Innsbruck, but formally remained Meran until 1848 capital).

In the Middle Ages, there was a relationship between Vienna and Meran and others by the person of Andre Hiltprant "von Meran", born in Vienna before 1385, who was traceable as a (long-distance) merchant (cloth merchant) and local politician (1442 mayor in Vienna) in both cities (1416 and 1430 in Merano, where the catastrophic Passer flood of 1419 may have contributed that Hiltprant can not be detected in Meran in the 1420s) and whose ancestors evidently came from there.

After Meran had acquired a new importance as a city of education, it came in the Biedermeier era, significantly influenced by the Viennese society, to a slow upswing as a spa and tourist town. In 1827, the Austrian diplomat Bartholomäus Stürmer came to the grape cure in Obermais (now part of Meran). In 1836 Mathilde princess Schwarzenberg and her family doctor Johann Nepomuk Huber stayed in Merano (who published his observations and researches in book form in 1837); Huber became aware of the spot advertised as a "health resort" because of its mild climate and its grape and whey cures (analogous to the ascent of Bad Ischl with the help of the Viennese physician Franz Wirer); the mild climate was suitable both for a "wintering" of healthy people as well as a residence for those who wanted to treat their lung disease. In 1844, Archduke Johann bought Schenna Castle near Meran and, through his enthusiasm, aroused Merano's reputation as a climatically favored mountain town.

As in the 1850s, the number of spa guests rose, was in 1855 founded a spa club. Meran 1864 after the five most important spas of the monarchy (Carlsbad, Marienbad, Baden near Vienna, Bad Ischl and Badgastein) with 1,604 guests in last place, it reached 1913 with 38,901 guests the second place. Three events had 1857, 1870-1872 and 1881 significantly promoted this development: the construction of the Brenner Railway to Bolzano, the two winters (1870/1871 and 1871/1872) of Empress Elisabeth (the first time in the castle Trauttmansdorff lodged and her monument today in a park named after her, which is connected to the castle since 2003 by the "Sisi Promenade") and the opening of the railway line from Bolzano to Merano (thus completing the connection to the Central European railway network).

In the first decade of the 20th century, Merano became the preferred residence of the Viennese nobility, whose relatives wanted to document their complete independence from working life through long stays. In its wake came (as in other resorts) literati (for example, 1882 and 1886 Arthur Schnitzler, 1897 Rainer Maria Rilke, 1906 and 1908 Stefan Zweig [including Palais Labers], from 1916 Herzmanovsky-Orlando and 1920 Franz Kafka) and artists (for example, between 1898 and 1902 Franz Defregger, 1908 Alfred Kubin or 1913 Albin Egger-Lienz) to Merano; in the 19th century we also meet a number of painters who were searching for motifs in Meran (for example Jacob Alt, Thomas Ender and Friedrich Gauermann). Of the often associated patronage (in the sense of invitations), both social circles may have benefited: the former in prestige, the latter in notoriety. Hotels were built in a central location (first near the train station as the no longer existing Grand Hotel Emma, ​​later at the Passer (river) in the spa area (as the Hotel Meranerhof and built in 1904-1906 by Peter Delugan Palace Hotel [today Grand Hotel Palace] in which also Zweig once stayed, this hotel is probably the only one that not only maintained its rank to the present but steadily increased it.

The sanatoriums were built mainly in Obermais. 1900 the city theater was opened, 1907 the cure center house; when in the beginning mainly Bavarian architects had been engaged, was for the extension of the casino the widely known Art Nouveau architect Friedrich Ohmann from Vienna commissioned.

Among the composers who visited Meran include Béla Bartók 1900/1901, Egon Wellesz, Wilhelm Kienzl, who often conducted his "Evangelimann" in the Stadttheater in 1913 (and lived in Vienna from 1917) and Max Reger 1914 (sanatorium Martinsbrunn). Zweig lodged in Palais Labers, but also in the 1906 built palace hotel (now Grand Hotel Palace). In the 19th century we also meet a number of painters who were searching for motifs in Meran (for example Jacob Alt, Thomas Ender and Friedrich Gauermann). Famous writers (for example Roda Roda) gave readings here.

The number of Viennese people who came either from Merano to Vienna, and those who went to Merano and lived there until the end of their lives (for example Anton Ascher, the director of the Carl Theater, the school reformer Armand Dumreicher or the sculptor Josef Bilger), is big.

In the interwar period, especially politicians chose Merano as a residence, but also Richard Strauss, who stayed here for a long time in 1922 and from the 1930s, and Herzmanovsky-Orlando, who moved to Merano in 1916 and died here in 1954 at Rametz Castle.

 

Meran, Stadt in Südtirol (Merano, Alto Adige, Italien), Stadtrecht 1317, bis 1475 Münzstätte (Verlagerung nach Hall/Tirol), beziehungsweise bis 1480 Hauptstadt von Tirol (Verlagerung der Residenz nach Innsbruck, formal blieb Meran allerdings bis 1848 Hauptstadt).

Im Mittelalter ergab sich eine Beziehung zwischen Wien und Meran und anderen durch die Person des vor 1385 in Wien geborenen Andre Hiltprant "von Meran", der als (Fernhandels-)Kaufmann (Tuchhändler) und Kommunalpolitiker (1442 Bürgermeister in Wien) in beiden Städten nachweisbar ist (1416 und 1430 in Meran, wobei das katastrophale Passer-Hochwasser von 1419 möglicherweise dazu beigetragen hat, dass Hiltprant in den 1420er Jahren nicht in Meran nachgewiesen werden kann) und dessen Vorfahren offenkundig von dort stammten.

Nachdem Meran eine neue Bedeutung als Bildungsstadt erlangt hatte, kam es in der Biedermeierära, maßgeblich beeinflusst von der Wiener Gesellschaft, zu einem langsamen Aufschwung als Kur- und Tourismusstadt. 1827 kam der österreichische Diplomat Bartholomäus Stürmer zur Traubenkur nach Obermais (heute Teil von Meran), 1836 hielt sich Mathilde Fürstin Schwarzenberg mit ihrem Hausarzt Johann Nepomuk Huber in Meran auf (der seine Beobachtungen und Recherchen 1837 in Buchform veröffentlichte); durch Huber wurde man (analog zum Aufstieg von Bad Ischl mit Hilfe des Wiener Arztes Franz Wirer) auf den wegen seines milden Klimas als "Luftkurort" angepriesenen Ort und seine Trauben- und Molkekuren aufmerksam; das milde Klima eignete sich sowohl für eine "Überwinterung" Gesunder wie auch als Aufenthaltsort für jene, die ihr Lungenleiden behandeln wollten. 1844 kaufte Erzherzog Johann das nahe von Meran gelegene Schloss Schenna und weckte durch seine Schwärmerei den Ruf Merans als klimatisch begünstigte Gebirgsstadt.

Als in den 1850er Jahren die Zahl der Kurgäste stieg, begründete man 1855 einen Kurverein. Stand Meran 1864 nach den fünf bedeutendsten Kurorten der Monarchie (Karlsbad, Marienbad, Baden bei Wien, Bad Ischl und Badgastein) mit 1.604 Gästen an letzter Stelle, so erreichte es 1913 mit 38.901 Gästen den zweiten Rang. Drei Ereignisse hatten 1857, 1870-1872 und 1881 diese Entwicklung maßgeblich gefördert: der Bau der Brennerbahn bis Bozen, die zweimalige Überwinterung (1870/1871 und 1871/1872) von Kaiserin Elisabeth (die das erste Mal im Schloss Trauttmansdorff logierte und deren Denkmal heute in einem nach ihr benannten Park steht, der seit 2003 durch die "Sisi-Promenade" mit dem Schloss verbunden ist) sowie die Eröffnung der Bahnlinie von Bozen nach Meran (womit der Anschluss ans mitteleuropäische Bahnnetz vollendet war).

Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Meran zum bevorzugten Aufenthaltsort des Wiener Adels, dessen Angehörige durch lange Aufenthalte ihre völlige Unabhängigkeit vom Erwerbsleben dokumentieren wollten. In seinem Gefolge kamen (wie auch in anderen Kurorten) Literaten (beispielsweise 1882 und 1886 Arthur Schnitzler, 1897 Rainer Maria Rilke, 1906 und 1908 Stefan Zweig [unter anderem auf Schloss Labers], ab 1916 Herzmanovsky-Orlando und 1920 Franz Kafka) und Künstler (beispielsweise zwischen 1898 und 1902 Franz Defregger, 1908 Alfred Kubin oder 1913 Albin Egger-Lienz) nach Meran; im 19. Jahrhundert treffen wir auch auf eine Reihe von Malern, die sich zur Motivsuche in Meran aufhielten (beispielsweise Jacob Alt, Thomas Ender und Friedrich Gauermann). Von dem häufig damit verbundenen Mäzenatentum (im Sinne von Einladungen) dürften beide Gesellschaftskreise profitiert haben: erstere an Ansehen, letztere an Bekanntheitsgrad. Hotels entstanden in zentraler Lage (zunächst in der Nähe des Bahnhofs wie das nicht mehr bestehende Grand Hotel Emma, später an der Passer im Kurbereich (wie das Hotel Meranerhof und das 1904-1906 von Peter Delugan erbaute Palast-Hotel [heute Grand Hotel Palace], in dem auch Zweig einmal logierte; dieses Hotel ist wohl das einzige, das seinen Rang bis in die Gegenwart nicht nur behaupten, sondern stetig erhöhen konnte.

Die Sanatorien wurden hauptsächlich in Obermais errichtet. 1900 wurde das Stadttheater eröffnet, 1907 das Kurmittelhaus; hatte man anfangs überwiegend bayerische Architekten verpflichtet, beauftragte man für den Erweiterungsbau des Kurhauses den weithin bekannten Jugenstilarchitekten Friedrich Ohmann aus Wien.

Zu den Komponisten, die Meran besuchten, gehören Béla Bartók 1900/1901, Egon Wellesz, Wilhelm Kienzl, der 1913 im Stadttheater oftmals seinen "Evangelimann" dirigierte (und ab 1917 in Wien lebte) sowie Max Reger 1914 (Sanatorium Martinsbrunn). Zweig logierte in Schloss Labers, aber auch im 1906 erbauten Palast-Hotel (heute Grand Hotel Palace). Im 19. Jahrhundert treffen wir auch auf eine Reihe von Malern, die sich zur Motivsuche in Meran aufhielten (beispielsweise Jacob Alt, Thomas Ender und Friedrich Gauermann). Berühmte Schriftsteller (beispielsweise Roda Roda) hielten hier Lesungen.

Die Zahl von Wienern, die entweder aus Meran nach Wien kamen, und jener, die nach Meran gingen und dort bis an ihr Lebensende lebten (beispielsweise Anton Ascher, der Direktor des Carl-Theaters, der Schulreformer Armand Dumreicher oder der Bildhauer Josef Bilger), ist groß.

In der Zwischenkriegszeit wählten besonders Politiker Meran als Aufenthaltsort, aber auch Richard Strauss, der sich 1922 und ab den 1930er Jahren längere Zeit hier aufhielt, und Herzmanovsky-Orlando, der 1916 nach Meran übersiedelte und hier 1954 auf Schloss Rametz verstarb.

www.wien.gv.at/wiki/index.php?title=Meran

Das Wien Museum nimmt in der vielfältigen Wiener Museumslandschaft eine besondere Stellung ein: Mit seiner Mischung aus Kunstsammlung und historischer Sammlung zeigt es Wiens Weg durch die Jahrhunderte. Zu sehen sind wertvolle Kunstschätze, zu spüren ist eine Stadt und ihr Mythos.

Zum Haupthaus am Karlsplatz gehören eine Fülle an Außenstellen, allen voran die Hermesvilla im Lainzer Tiergarten und die Musikerwohnungen. Regelmäßige Sonderausstellungen zeigen laufend Neues aus der Vergangenheit Wiens und anderer Metropolen. Hier kommen Sie einer Stadt auf die Spur. Willkommen in Wien und seinem Museum.

Das bietet Ihnen nur das Wien Museum:

eine faszinierende Mischung aus Kunst und Geschichte auf drei Etagen, von der Jungsteinzeit bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts.

Frühe Höhepunkte der Sammlung bilden sensationelle archäologische Funde aus dem römischen Legionslager Vindobona, original erhaltene Glasfenster und bedeutende Plastiken aus dem Stephansdom, darunter die berühmten Fürstenfiguren. Waffen und Rüstungen aus dem Wiener Bürgerlichen Zeughaus erzählen ebenso wie die sogenannte "Türkenbeute" von zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen. Die ältesten Wiener Stadtpläne und zahlreiche Stadtansichten veranschaulichen die bauliche Entwicklung von der mittelalterlichen Bürgerstadt zur Haupt- und Residenzstadt. Zu bewundern sind herausragende Beispiele barocker Malerei in Wien von Franz Anton Maulbertsch, Johann Michael Rottmayr oder Paul Troger.

Eine besondere Stärke des Wien Museums sind Exponate aus dem 19. Jahrhundert. Ausgewählte Möbelstücke, Kleider und kostbares Kunstgewerbe, die rekonstruierte Wohnung des bedeutenden österreichischen Dichters Franz Grillparzer samt originaler Einrichtung, vor allem aber Spitzenwerke der Malerei von Waldmüller, Amerling, Danhauser oder Fendi bieten einen konzentrierten Blick auf das Wiener Biedermeier.

Zwei große Stadtmodelle, die zu den Attraktionen des Wien Museums gehören, verdeutlichen eine heute kaum mehr vorstellbare städtebauliche Zäsur: Wien vor und nach der Schleifung des Glacis und der Errichtung der monumentalen Ringstraßenbauten. Mit Gemälden von Klimt, Schiele, Gerstl und Arnold Schönberg sowie Arbeiten der berühmten Wiener Werkstätte bietet die Dauerausstellung Meisterwerke der Periode "Wien um 1900".

Eine Sensation für Architekturinteressierte: das Wohnzimmer mit anschließendem Kaminraum aus der Wohnung des legendären Architekten Adolf Loos. Ausgewählte Werke der Malerei in Wien von der Zwischenkriegszeit bis zur zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts führen zur Gegenwart.

Das Haus am Karlsplatz

Das Wien Museum – von 1887 bis 2003 "Historisches Museum der Stadt Wien" – war einst im Wiener Rathaus untergebracht. Projekte für einen Neubau am Karlsplatz gab es schon vor 1914, etwa von Otto Wagner. Den 1959 eröffneten ersten Museumsneubau der Zweiten Republik entwarf Oswald Haerdtl, ehemaliger Mitarbeiter von Josef Hoffmann und Architekt von Österreich-Pavillons auf Weltausstellungen der 30er Jahre.

Seit der Überdachung des Innenhofes im Jahr 2000 hat das Museum einen multifunktionalen Raum für Veranstaltungen und ein Café. Neben der Dauerausstellung werden im Haerdtl-Bau regelmäßig Sonderausstellungen gezeigt.

www.wienmuseum.at/de/standorte/wien-museum-karlsplatz.html

Max-Opravil-Hof

Fakten

Wienerbergstraße 12, 1120 Wien

Baujahr: 1949-1954

Wohnungen: 426

Architekt: Otto Nobis, Erich Oberdorfer, Rudolf Kolowrath, Edith Lessel

Wohnen in Wien

Ab 1949 war der Wohnbau zahlenmäßig wieder auf dem Niveau des "Roten Wien" der Zwischenkriegszeit. Doch noch war die Bevölkerung verarmt und oft obdachlos. Kleine Duplex-Wohnungen, die später zusammengelegt werden konnten, linderten schließlich die Wohnungsnot. 1951 wurde Franz Jonas, Sohn einer Arbeiterfamilie, Bürgermeister von Wien. In seine Amtszeit fiel die rege Bautätigkeit im Rahmen des Projektes "Sozialer Städtebau" ab 1952. Das 8-Punkte-Programm hatte die Trennung von Wohn- und Gewerbebereichen, eine Auflockerung der Wohnbereiche sowie die Assanierung einzelner Viertel zum Ziel. Die standardmäßige Ausstattung der Wohnungen wurde verbessert - alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Geschichte

Auf dem Areal der heutigen Wohnhausanlage gab es um 1900 nur eine projektierte Parzelle. Aus dem Jahr 1915 ist ein Bewilligungsantrag zur Errichtung eines Barackenspitals auf dem Gelände des Bürgerspitalfonds erhalten. Diesem Fonds dürfte der mittlerweile parzellierte, trapezförmige Baugrund damals gehört haben. An der Ecke Unter-Meidlinger-Straße/Eibesbrunnergasse wurde schließlich das Spital eingerichtet. Darüber hinaus gab es mehrere Kleinhäuser auf dem Areal. Entlang der Wienerbergstraße sind nach 1920 neben Äckern und Geräteschuppen auch eine Färberei und eine Verzinkerei nachweisbar. Diese Bebauung dürfte bis zum Zweiten Weltkrieg bestanden haben. Danach wurde der Max-Opravil-Hof im Jahr 1949 konzipiert.

Die Architektur

Der Grundriss des Areals ist trapezförmig. Entlang der Moosbruggergasse, der Unter-Meidlinger-Straße und der Eibesbrunnergasse sind drei lange, vierstöckige Blöcke in Randverbauung angeordnet. An der Wienerbergstraße schließt je ein kurzer Block in Westen und im Osten an. Im zur Wienerbergstraße offenen Teil des Hofes liegen zwei kürzere Blöcke parallel nebeneinander, ihre Schmalseiten weisen zur Straße. Sie sind durch Pergolen mit den kurzen Eckblöcken verbunden.

Die langen, vielachsigen Außenfassaden der Anlage sind sparsam durch Erkerbänder sowie im Süden und Osten zusätzlich durch Balkonachsen gegliedert. Der Fassade an der Unter-Meidlinger-Straße wurden 1985 sechs hohe Aufzugstürme vorgestellt. Die Ost- und Westfassade wird durch einen kräftigen, vierachsigen Risalitblock südlich der Mitte unterbrochen, der ein wenig zurückhaltender auch hofseitig hervortritt. Die beiden Risalitblöcke sind leicht erhöht und zeichnen sich in der Dachlandschaft durch ein eigenes Walmdach ab. Ein ähnlicher Risalitblock ist an die Nord-Ost-Ecke gesetzt. Drei große, rechteckig eingeschnittene Tore jeweils in der Mitte der langen Trakte führen in den weitläufigen Innenhof. Eine schmale Straße darin verbindet das Osttor mit dem Westtor. Neu eingebaute, hoch aufragende Aufzugstürme an der östlichen und westlichen Hoffassade verändern heute das Gesamterscheinungsbild.

Balkonachsen gliedern die Hoffassade des Nordflügels. Die beiden Fensterachsen über dem Durchgangstor zur tiefer liegenden Unter-Meidlinger-Straße werden durch französische Fenster betont. Auffällig sind die Flugdächer auf dünnen, rot gestrichenen Eisenstützen über den Stiegeneingängen, die die Strenge der Fassade auflockern. Vor der Mitte des Nordtraktes befindet sich im Hof ein niedriges, lang gestrecktes Kindergartengebäude von Edith Lessel und Robert Kolowrath.

... und die Kunst

Vor dem Kindergarten steht eine "Tiersäule" aus Keramik von Robert Obsieger. Hübsche Tierkörper wurden in der Art eines Totempfahls herausgearbeitet.

Der Name

Max Opravil (1896-1971) wurde als elftes Kind einer Arbeiterfamilie geboren und erlernte den Beruf des Maschinenschlossers. Schon in seiner Lehrzeit war er als sozialdemokratischer Jugendfunktionär tätig. Als Kommandant des Meidlinger Schutzbundes leitete er die Abwehrkämpfe im Februar 1934; nach der Niederlage musste er Österreich verlassen, weil der austrofaschistische Staat eine Kopfprämie auf seine Ergreifung ausgesetzt hatte. In der Tschechoslowakei wurde Opravil von Otto Bauer mit dem Aufbau der Flüchtlingshilfe betraut. 1938 kehrte er nach Wien zurück und arbeitete in den darauf folgenden Jahren als Angestellter in einem E-Werk. Bereits im April 1945 begann er sich für den Wiederaufbau der Meidlinger Parteiorganisation zu engagieren. Max Opravil gehörte von 1945 bis 1964 dem Wiener Gemeinderat an; von 1950 bis 1965 war er Bezirksobmann der SPÖ Meidling und von 1945 bis 1966 auch Obmann der Wiener Naturfreunde.

Sanierung

von 1986 bis 2005

Der Max-Opravil-Hof wurde in den Jahren 2004 und 2005 saniert. Neben der Neudeckung des Daches umfassten die Arbeiten auch die Erneuerung der Fenster und Türen, und die Fassade wurde mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen. Dadurch konnten die Heizkosten für die Mieterinnen und Mieter, aber auch die Kohlendioxid-Belastung für die Umwelt gesenkt werden. Die Stiegenhäuser wurden bereits ab 1986 mit Aufzügen ausgestattet. Die Kosten beliefen sich auf 10.694.255 Euro, davon konnten 4.025.116 Euro durch Förderungen gedeckt werden.

Architekten

Otto Nobis - Otto Nobis (1914-2000) studierte bis 1941 an der Technischen Hochschule Wien. Bis 1945 arbeitete er im Büro von Siegfried Theiß an der Ausführung von Bunker- und Wehrbauten. Im Anschluss ging Nobis eine Bürogemeinschaft mit Alfred Dreier ein. Nach ihren Plänen erfolgte unter anderem der Wiederaufbau der Ankerbrot-Werke in Wien 10 (Absberggasse 35) und des "Hauses der Barmherzigkeit" in Wien 18 (Vinzenzgasse 2-6). Otto Nobis war ab 1964 auch maßgeblich am Bau des Schwesternheims und des neuen Wiener AKH in Wien 9 (Lazarettgasse) beteiligt.

Erich Oberdorfer - Erich Oberdorfer (1900-1950) studierte von 1918 bis 1923 Architektur an der Technischen Hochschule Wien, wo er 1943 auch promovierte. Für die Gemeinde Wien entwarf er unter anderem das Wohnhaus Alliogasse 8-10 in Wien 15 (1941-1944). Zudem war Erich Oberdorfer von 1938 bis 1945 wissenschaftliche Hilfskraft an der Technischen Hochschule, ab 1943 mit Lehrauftrag.

Rudolf Kolowrath - Rudolf Kolowrath (geb. 1922) studierte Architektur bei Erich Boltenstern an der Akademie der bildenden Künste Wien. Für die Gemeinde Wien plante er etwa die Wohnhausanlage Rothenburgstraße 3 in Wien 12 (1953-1955) und zusammen mit Wilhelm Kaiser die Anlagen Justgasse 6-14 in Wien 21 (1950/51) und Sturgasse 3-5 in Wien 2 (1954-1956).

Edith Lessel - Edith Lessel (geb. 1916 in Wien) studierte von 1935 bis 1938 und 1947/48 bei Hans Vetter und Franz Schuster Architektur an der Hochschule für angewandte Kunst Wien. Für die Gemeinde Wien entwarf sie vor allem in den 1950er-Jahren mehrere Wohnhausanlagen, wie etwa die Anlagen Baumgartenstraße 25-33 in Wien 14 (1952/53) und Hohenbergstraße 14-16 in Wien 12 (1951/52).

www.wienerwohnen.at/hof/159/Max-Opravil-Hof.html

Fakten

Vogelweidhof

Wurzbachgasse 2-8, 1150 Wien

Baujahr: 1926-1927

Wohnungen: 109

Wohnen in Wien

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.

Geschichte

Zeitgleich mit der Erbauung der Wohnhausanlage wurde auf dem gegenüberliegenden Grundstück des aufgelösten Schmelzer Friedhofes der Märzpark angelegt. Der Name des Parks geht auf die 35 hier bestatteten Toten der Märzrevolution von 1848 zurück. Der Park wurde im Jahre 1928 eröffnet, seit 2004 unterkellert eine Tiefgarage ein Drittel der Anlage.

Die Architektur

Der denkmalgeschützte Vogelweidhof gehört zu den repräsentativsten, aber sicher auch zu den eigenwilligsten Wohnhausanlagen der Stadt Wien. Der ursprünglich 130 Wohnungen umfassende Bau ist zugleich "Volkswohnung" und künstlerisch ausgestalteter "Sozialpalast". Bestimmend für den Gesamteindruck des Baus sind der überhöhte Hauptblock, der oben von einem mächtigen und weit vorkragenden Kranzgesims mit reliefiertem Ornament abgeschlossen wird, sowie die kannelierten Rundbogenreihen, welche die drei Höfe gegen die Straße hin abschließen. "Monumental" und "auftrumpfend", aber auch "romantisierend": der Vogelweidhof vereint diese Eigenschaften zu einer gelungenen Synthese, wenn auch die ursprünglichen Wohnungsgrößen von 38 bis 48 Quadratmetern die engen Grenzen des damaligen sozialen Wohnbaus aufzeigen.

... und die Kunst

Der Vogelweidhof darf als einer der am prächtigsten ausgestalteten Gemeindebauten in Wien gelten. Drei keramische Zierbrunnen, 1927 von Robert Obsieger geschaffen, schmücken die Höfe, die Eingangshalle und die Lauben wurden freskiert. Die Deckengemälde in den Lauben stellen Szenen aus Märchen und Wiener Sagen dar und wurden von Franz Wacik 1927/28 geschaffen. Rudolf Jettmar schuf 1926-28 die Wandbilder in der Eingangshalle, auf welchen die Leistungen des Roten Wien - Krankenwesen, Sport, Wohnbau, Schulwesen - dargestellt sind.

Der Name

Der Vogelweidhof wurde nach dem Minnesänger Walther von der Vogelweide (um 1170 bis um 1230), der sich auch am Babenberger Hof in Wien aufgehalten hat, benannt. Er gilt als der bedeutendste deutschsprachige Lyriker des Mittelalters. Im Volksmund wird der Hof wegen seiner malerischen Ausstattung freilich meist "Märchenhof" genannt.

Sanierung

von 2012 bis 2016

In der Wohnhausanlage wird seit 2012 eine Sockelsanierung durchgeführt. Es wird unter anderem das Dach instandgesetzt, die Fassade gedämmt und die Fenster und Türen erneuert bzw. getauscht. Außerdem wird ein Aufzug sowie ein Fahrradabstellraum neu hergestellt, die Stiegenhäuser und Außenanlagen instand gesetzt und die Haustechnik überprüft und erneuert.

www.wienerwohnen.at/hof/184/Vogelweidhof.html

Baden bei Wien Album 1. Fotogalerie www.flickr.com/photos/arjuna/sets/72057594130777924/

 

www.baden.at/

en.wikipedia.org/wiki/Baden_bei_Wien

de.wikipedia.org/wiki/Baden_bei_Wien

pl.wikipedia.org/wiki/Baden_bei_Wien

www.baden.at/redirect.asp?nav=screen/nav_tour_frei.shtml&...

 

Die Stadt Baden liegt ca. 26 km südlich von der Bundeshauptstadt Wien an der Thermenlinie. Vom Westen kommen die Ausläufer der Kalkalpen, vom Osten das Wiener Becken bis in die Stadt.

 

15 Schwefelthermen machen Baden zu einem bekannten Heilbad und Kurort. Aber auch als Weinbaugebiet - bedingt durch die Lage im pannonischen Klimaraum - ist Baden anerkannt und beliebt.

 

Die Besiedlung von Baden läßt sich bis in die Steinzeit zurückverfolgen. Ein Abschnitt davon wird sogar als "Badener Kultur" bezeichnet. Von den Römern werden bereits die Thermalquellen von Baden genützt. Der Name "Padun" wird zum ersten Mal auf einer Urkunde aus dem Jahr 869 gefunden.

  

1480 erhebt Kaiser Friedrich III. Baden zur Stadt und gibt ihr ein Wappen - ein nackter Mann und eine nackte Frau in einem Badeschaff.

Stadtwappen von Baden

 

Trotz der Zerstörung in 2 Türkenkriegen (1529 und 1683), zweier großer Brände im 18. und 19. Jahrhundert und dem mehrmaligen Auftreten der Pest wird Baden immer wieder aufgebaut und gewinnt neues Leben. Grund dafür ist sicherlich die günstige Lage.

 

Die Glanzzeit von Baden beginnt im 18. Jahrhundert. Dazu trägt Kaiser Franz I. stark bei, der sich oft in Baden aufhält und es gleichsam zu seiner "Sommerresidenz" macht. In seinem Gefolge treffen einander nicht nur der Hof und die Aristokratie, sondern auch Künstler im Badener Kurpark. Kein anderer späterer Kaiser widmet jedoch Baden die gleiche Aufmerksamkeit wie Franz I.

Doch Baden versteht es, sich trotzdem bekannt zu erhalten. 1841 erreicht die Südbahn die Stadt und eröffnet so durch die nun größere Wien-Nähe den Aufstieg zum Nobelkurort. Auch einige Erzherzöge wenden sich wieder Baden zu und verlegen ihre Sommerresidenzen hierher. Der Tagesfremdenverkehr wird durch den Anschluß an die Südbahn merklich vermehrt.

In der Gründerzeit (Ende des 19. Jahrhunderts) siedeln sich Vertreter des Wiener Großbürgertums in Baden an und beginnen das Villenviertel aufzubauen.

Durch Probleme mit dem Anschluß an die Bahn - die Südbahn läßt Baden etwas im Stich - setzt sich der Ausbau der Badener Tramwaygesellschaft durch. Zunächst als Pferdebahn nach Rauhenstein, später elektrifiziert, ausgebaut mit Linien nach Bad Vöslau, einer Ring-Rund-Linie und schließlich mit durchgehendem Verkehr vom Badener Josefsplatz bis zur Wiener Oper wird die Stadt verkehrsmäßig erschlossen.

Die Infrastruktur für den Fremdenverkehr wird laufend erweitert. Gebaut werden die Schwimmanstalt, Dampf- und Wannenbäder, die hölzerne Trinkhalle, die Sommerarena, es wird aber auch der Kurpark erweitert. Privat entstehen Hotels wie der "Grüne Baum", das "Sacher", "Central", "Legenstein", "Esplanade", "Bellevue", die Kuranstalt "Gutenbrunn" und der "Herzoghof". Schließlich wird von der Stadt auch das Kurhaus als Gesellschaftszentrum errichtet. Das neue Stadttheater und die Trabrennbahn runden das Angebot für die Gäste ab.

Die Einwohnerzahl von Baden steigt von ca. 5.100 im Jahr 1850 auf ca. 20.000 im Jahr 1931, die Anzahl der Kurgäste von ca. 6.500 auf ca. 50.000 im gleichen Zeitraum. Aus der verträumten Sommerfrische des Biedermeiers ist ein Nobelkurort geworden.

 

In der Zwischenkriegszeit wird weiter gebaut, erweitert und renoviert. Alle diese Aktivitäten verleihen der Stadt eine große Attraktivität für Gäste aus Österreich aber auch aus den Nachfolgestaaten der Monarchie.

 

Baden bei Wien Album 1. Fotogalerie www.flickr.com/photos/arjuna/sets/72057594130777924/

 

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Die Stadt Baden liegt ca. 26 km südlich von der Bundeshauptstadt Wien an der Thermenlinie. Vom Westen kommen die Ausläufer der Kalkalpen, vom Osten das Wiener Becken bis in die Stadt.

 

15 Schwefelthermen machen Baden zu einem bekannten Heilbad und Kurort. Aber auch als Weinbaugebiet - bedingt durch die Lage im pannonischen Klimaraum - ist Baden anerkannt und beliebt.

 

Die Besiedlung von Baden läßt sich bis in die Steinzeit zurückverfolgen. Ein Abschnitt davon wird sogar als "Badener Kultur" bezeichnet. Von den Römern werden bereits die Thermalquellen von Baden genützt. Der Name "Padun" wird zum ersten Mal auf einer Urkunde aus dem Jahr 869 gefunden.

  

1480 erhebt Kaiser Friedrich III. Baden zur Stadt und gibt ihr ein Wappen - ein nackter Mann und eine nackte Frau in einem Badeschaff.

Stadtwappen von Baden

 

Trotz der Zerstörung in 2 Türkenkriegen (1529 und 1683), zweier großer Brände im 18. und 19. Jahrhundert und dem mehrmaligen Auftreten der Pest wird Baden immer wieder aufgebaut und gewinnt neues Leben. Grund dafür ist sicherlich die günstige Lage.

 

Die Glanzzeit von Baden beginnt im 18. Jahrhundert. Dazu trägt Kaiser Franz I. stark bei, der sich oft in Baden aufhält und es gleichsam zu seiner "Sommerresidenz" macht. In seinem Gefolge treffen einander nicht nur der Hof und die Aristokratie, sondern auch Künstler im Badener Kurpark. Kein anderer späterer Kaiser widmet jedoch Baden die gleiche Aufmerksamkeit wie Franz I.

Doch Baden versteht es, sich trotzdem bekannt zu erhalten. 1841 erreicht die Südbahn die Stadt und eröffnet so durch die nun größere Wien-Nähe den Aufstieg zum Nobelkurort. Auch einige Erzherzöge wenden sich wieder Baden zu und verlegen ihre Sommerresidenzen hierher. Der Tagesfremdenverkehr wird durch den Anschluß an die Südbahn merklich vermehrt.

In der Gründerzeit (Ende des 19. Jahrhunderts) siedeln sich Vertreter des Wiener Großbürgertums in Baden an und beginnen das Villenviertel aufzubauen.

Durch Probleme mit dem Anschluß an die Bahn - die Südbahn läßt Baden etwas im Stich - setzt sich der Ausbau der Badener Tramwaygesellschaft durch. Zunächst als Pferdebahn nach Rauhenstein, später elektrifiziert, ausgebaut mit Linien nach Bad Vöslau, einer Ring-Rund-Linie und schließlich mit durchgehendem Verkehr vom Badener Josefsplatz bis zur Wiener Oper wird die Stadt verkehrsmäßig erschlossen.

Die Infrastruktur für den Fremdenverkehr wird laufend erweitert. Gebaut werden die Schwimmanstalt, Dampf- und Wannenbäder, die hölzerne Trinkhalle, die Sommerarena, es wird aber auch der Kurpark erweitert. Privat entstehen Hotels wie der "Grüne Baum", das "Sacher", "Central", "Legenstein", "Esplanade", "Bellevue", die Kuranstalt "Gutenbrunn" und der "Herzoghof". Schließlich wird von der Stadt auch das Kurhaus als Gesellschaftszentrum errichtet. Das neue Stadttheater und die Trabrennbahn runden das Angebot für die Gäste ab.

Die Einwohnerzahl von Baden steigt von ca. 5.100 im Jahr 1850 auf ca. 20.000 im Jahr 1931, die Anzahl der Kurgäste von ca. 6.500 auf ca. 50.000 im gleichen Zeitraum. Aus der verträumten Sommerfrische des Biedermeiers ist ein Nobelkurort geworden.

 

In der Zwischenkriegszeit wird weiter gebaut, erweitert und renoviert. Alle diese Aktivitäten verleihen der Stadt eine große Attraktivität für Gäste aus Österreich aber auch aus den Nachfolgestaaten der Monarchie.

 

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Die Stadt Baden liegt ca. 26 km südlich von der Bundeshauptstadt Wien an der Thermenlinie. Vom Westen kommen die Ausläufer der Kalkalpen, vom Osten das Wiener Becken bis in die Stadt.

 

15 Schwefelthermen machen Baden zu einem bekannten Heilbad und Kurort. Aber auch als Weinbaugebiet - bedingt durch die Lage im pannonischen Klimaraum - ist Baden anerkannt und beliebt.

 

Die Besiedlung von Baden läßt sich bis in die Steinzeit zurückverfolgen. Ein Abschnitt davon wird sogar als "Badener Kultur" bezeichnet. Von den Römern werden bereits die Thermalquellen von Baden genützt. Der Name "Padun" wird zum ersten Mal auf einer Urkunde aus dem Jahr 869 gefunden.

  

1480 erhebt Kaiser Friedrich III. Baden zur Stadt und gibt ihr ein Wappen - ein nackter Mann und eine nackte Frau in einem Badeschaff.

Stadtwappen von Baden

 

Trotz der Zerstörung in 2 Türkenkriegen (1529 und 1683), zweier großer Brände im 18. und 19. Jahrhundert und dem mehrmaligen Auftreten der Pest wird Baden immer wieder aufgebaut und gewinnt neues Leben. Grund dafür ist sicherlich die günstige Lage.

 

Die Glanzzeit von Baden beginnt im 18. Jahrhundert. Dazu trägt Kaiser Franz I. stark bei, der sich oft in Baden aufhält und es gleichsam zu seiner "Sommerresidenz" macht. In seinem Gefolge treffen einander nicht nur der Hof und die Aristokratie, sondern auch Künstler im Badener Kurpark. Kein anderer späterer Kaiser widmet jedoch Baden die gleiche Aufmerksamkeit wie Franz I.

Doch Baden versteht es, sich trotzdem bekannt zu erhalten. 1841 erreicht die Südbahn die Stadt und eröffnet so durch die nun größere Wien-Nähe den Aufstieg zum Nobelkurort. Auch einige Erzherzöge wenden sich wieder Baden zu und verlegen ihre Sommerresidenzen hierher. Der Tagesfremdenverkehr wird durch den Anschluß an die Südbahn merklich vermehrt.

In der Gründerzeit (Ende des 19. Jahrhunderts) siedeln sich Vertreter des Wiener Großbürgertums in Baden an und beginnen das Villenviertel aufzubauen.

Durch Probleme mit dem Anschluß an die Bahn - die Südbahn läßt Baden etwas im Stich - setzt sich der Ausbau der Badener Tramwaygesellschaft durch. Zunächst als Pferdebahn nach Rauhenstein, später elektrifiziert, ausgebaut mit Linien nach Bad Vöslau, einer Ring-Rund-Linie und schließlich mit durchgehendem Verkehr vom Badener Josefsplatz bis zur Wiener Oper wird die Stadt verkehrsmäßig erschlossen.

Die Infrastruktur für den Fremdenverkehr wird laufend erweitert. Gebaut werden die Schwimmanstalt, Dampf- und Wannenbäder, die hölzerne Trinkhalle, die Sommerarena, es wird aber auch der Kurpark erweitert. Privat entstehen Hotels wie der "Grüne Baum", das "Sacher", "Central", "Legenstein", "Esplanade", "Bellevue", die Kuranstalt "Gutenbrunn" und der "Herzoghof". Schließlich wird von der Stadt auch das Kurhaus als Gesellschaftszentrum errichtet. Das neue Stadttheater und die Trabrennbahn runden das Angebot für die Gäste ab.

Die Einwohnerzahl von Baden steigt von ca. 5.100 im Jahr 1850 auf ca. 20.000 im Jahr 1931, die Anzahl der Kurgäste von ca. 6.500 auf ca. 50.000 im gleichen Zeitraum. Aus der verträumten Sommerfrische des Biedermeiers ist ein Nobelkurort geworden.

 

In der Zwischenkriegszeit wird weiter gebaut, erweitert und renoviert. Alle diese Aktivitäten verleihen der Stadt eine große Attraktivität für Gäste aus Österreich aber auch aus den Nachfolgestaaten der Monarchie.

 

www.roemertherme.at/

 

Best view www.flickr.com/photo_zoom.gne?id=2187800225&size=o

Album Baden bei Wien - Fotogalerie www.flickr.com/photos/arjuna/sets/72057594130777924/

 

Römertherme Baden

 

Die Römertherme Baden ist die größte vollklimatisierte, frei mit einem Glasdach überspannte Therme Europas.

 

Unter dem 77 x 33 m großen Glasdach finden bis zu 400 Personen gleichzeitig Platz.

Die Gesamtwasserfläche in der neuen Therme beträgt rund 900 m². Neben Whirlpool und Sportbecken gibt es für die kleinen Gäste auch ein großes Kinderplanschbecken.

 

Im Freibereich bieten zwei Außenbecken, das Kleeblattbecken mit Massagedüsen, sowie das für 30 Personen gebaute Schwefelwandl, Badespaß im Freien auch bei Wintertemperaturen.

 

Das Hauptgebäude der Meisterarchitekten Sicardsburg und Van der Nüll (die Architekten der Wiener Staatsoper) stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert und bleibt erhalten.

 

Römertherme Baden

 

The Römertherme Baden is the largest fully free with a glass-roofed spa Europe.

 

Under the 77 x 33 m large glass roof can accommodate up to 400 people at the place. The total water surface in the new spa is approximately 900 square metres. Besides sports pool and whirlpool are available for the younger guests also a large children's pool.

 

The open-field, two outdoor pools, the cloverleaf pool with massage jets, and for 30 people, built Schwefelwandl, bathing fun outdoors even in winter temperatures.

 

The main building of the master architect Sicardsburg and Van der Nüll (the architects of the Vienna State Opera) dates from the first half of the 19th Century and will be preserved.

 

www.baden.at/

www.baden.at/redirect.asp?nav=screen/nav_tour_frei.shtml&...

 

Die Stadt Baden liegt ca. 26 km südlich von der Bundeshauptstadt Wien an der Thermenlinie. Vom Westen kommen die Ausläufer der Kalkalpen, vom Osten das Wiener Becken bis in die Stadt.

 

15 Schwefelthermen machen Baden zu einem bekannten Heilbad und Kurort. Aber auch als Weinbaugebiet - bedingt durch die Lage im pannonischen Klimaraum - ist Baden anerkannt und beliebt.

 

Die Besiedlung von Baden läßt sich bis in die Steinzeit zurückverfolgen. Ein Abschnitt davon wird sogar als "Badener Kultur" bezeichnet. Von den Römern werden bereits die Thermalquellen von Baden genützt. Der Name "Padun" wird zum ersten Mal auf einer Urkunde aus dem Jahr 869 gefunden.

  

1480 erhebt Kaiser Friedrich III. Baden zur Stadt und gibt ihr ein Wappen - ein nackter Mann und eine nackte Frau in einem Badeschaff.

Stadtwappen von Baden

 

Trotz der Zerstörung in 2 Türkenkriegen (1529 und 1683), zweier großer Brände im 18. und 19. Jahrhundert und dem mehrmaligen Auftreten der Pest wird Baden immer wieder aufgebaut und gewinnt neues Leben. Grund dafür ist sicherlich die günstige Lage.

 

Die Glanzzeit von Baden beginnt im 18. Jahrhundert. Dazu trägt Kaiser Franz I. stark bei, der sich oft in Baden aufhält und es gleichsam zu seiner "Sommerresidenz" macht. In seinem Gefolge treffen einander nicht nur der Hof und die Aristokratie, sondern auch Künstler im Badener Kurpark. Kein anderer späterer Kaiser widmet jedoch Baden die gleiche Aufmerksamkeit wie Franz I.

Doch Baden versteht es, sich trotzdem bekannt zu erhalten. 1841 erreicht die Südbahn die Stadt und eröffnet so durch die nun größere Wien-Nähe den Aufstieg zum Nobelkurort. Auch einige Erzherzöge wenden sich wieder Baden zu und verlegen ihre Sommerresidenzen hierher. Der Tagesfremdenverkehr wird durch den Anschluß an die Südbahn merklich vermehrt.

In der Gründerzeit (Ende des 19. Jahrhunderts) siedeln sich Vertreter des Wiener Großbürgertums in Baden an und beginnen das Villenviertel aufzubauen.

Durch Probleme mit dem Anschluß an die Bahn - die Südbahn läßt Baden etwas im Stich - setzt sich der Ausbau der Badener Tramwaygesellschaft durch. Zunächst als Pferdebahn nach Rauhenstein, später elektrifiziert, ausgebaut mit Linien nach Bad Vöslau, einer Ring-Rund-Linie und schließlich mit durchgehendem Verkehr vom Badener Josefsplatz bis zur Wiener Oper wird die Stadt verkehrsmäßig erschlossen.

Die Infrastruktur für den Fremdenverkehr wird laufend erweitert. Gebaut werden die Schwimmanstalt, Dampf- und Wannenbäder, die hölzerne Trinkhalle, die Sommerarena, es wird aber auch der Kurpark erweitert. Privat entstehen Hotels wie der "Grüne Baum", das "Sacher", "Central", "Legenstein", "Esplanade", "Bellevue", die Kuranstalt "Gutenbrunn" und der "Herzoghof". Schließlich wird von der Stadt auch das Kurhaus als Gesellschaftszentrum errichtet. Das neue Stadttheater und die Trabrennbahn runden das Angebot für die Gäste ab.

Die Einwohnerzahl von Baden steigt von ca. 5.100 im Jahr 1850 auf ca. 20.000 im Jahr 1931, die Anzahl der Kurgäste von ca. 6.500 auf ca. 50.000 im gleichen Zeitraum. Aus der verträumten Sommerfrische des Biedermeiers ist ein Nobelkurort geworden.

 

In der Zwischenkriegszeit wird weiter gebaut, erweitert und renoviert. Alle diese Aktivitäten verleihen der Stadt eine große Attraktivität für Gäste aus Österreich aber auch aus den Nachfolgestaaten der Monarchie.

 

Fakten

Vogelweidhof

Wurzbachgasse 2-8, 1150 Wien

Baujahr: 1926-1927

Wohnungen: 109

Wohnen in Wien

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.

Geschichte

Zeitgleich mit der Erbauung der Wohnhausanlage wurde auf dem gegenüberliegenden Grundstück des aufgelösten Schmelzer Friedhofes der Märzpark angelegt. Der Name des Parks geht auf die 35 hier bestatteten Toten der Märzrevolution von 1848 zurück. Der Park wurde im Jahre 1928 eröffnet, seit 2004 unterkellert eine Tiefgarage ein Drittel der Anlage.

Die Architektur

Der denkmalgeschützte Vogelweidhof gehört zu den repräsentativsten, aber sicher auch zu den eigenwilligsten Wohnhausanlagen der Stadt Wien. Der ursprünglich 130 Wohnungen umfassende Bau ist zugleich "Volkswohnung" und künstlerisch ausgestalteter "Sozialpalast". Bestimmend für den Gesamteindruck des Baus sind der überhöhte Hauptblock, der oben von einem mächtigen und weit vorkragenden Kranzgesims mit reliefiertem Ornament abgeschlossen wird, sowie die kannelierten Rundbogenreihen, welche die drei Höfe gegen die Straße hin abschließen. "Monumental" und "auftrumpfend", aber auch "romantisierend": der Vogelweidhof vereint diese Eigenschaften zu einer gelungenen Synthese, wenn auch die ursprünglichen Wohnungsgrößen von 38 bis 48 Quadratmetern die engen Grenzen des damaligen sozialen Wohnbaus aufzeigen.

... und die Kunst

Der Vogelweidhof darf als einer der am prächtigsten ausgestalteten Gemeindebauten in Wien gelten. Drei keramische Zierbrunnen, 1927 von Robert Obsieger geschaffen, schmücken die Höfe, die Eingangshalle und die Lauben wurden freskiert. Die Deckengemälde in den Lauben stellen Szenen aus Märchen und Wiener Sagen dar und wurden von Franz Wacik 1927/28 geschaffen. Rudolf Jettmar schuf 1926-28 die Wandbilder in der Eingangshalle, auf welchen die Leistungen des Roten Wien - Krankenwesen, Sport, Wohnbau, Schulwesen - dargestellt sind.

Der Name

Der Vogelweidhof wurde nach dem Minnesänger Walther von der Vogelweide (um 1170 bis um 1230), der sich auch am Babenberger Hof in Wien aufgehalten hat, benannt. Er gilt als der bedeutendste deutschsprachige Lyriker des Mittelalters. Im Volksmund wird der Hof wegen seiner malerischen Ausstattung freilich meist "Märchenhof" genannt.

Sanierung

von 2012 bis 2016

In der Wohnhausanlage wird seit 2012 eine Sockelsanierung durchgeführt. Es wird unter anderem das Dach instandgesetzt, die Fassade gedämmt und die Fenster und Türen erneuert bzw. getauscht. Außerdem wird ein Aufzug sowie ein Fahrradabstellraum neu hergestellt, die Stiegenhäuser und Außenanlagen instand gesetzt und die Haustechnik überprüft und erneuert.

www.wienerwohnen.at/hof/184/Vogelweidhof.html

Himmelssaal (Heaven's Hall), Haus Atlantis (House Atlantis), Bremen, Germany

Gallhof

Fakten

Heiligenstädter Straße 4, 1090 Wien

Baujahr: 1924-1925

Wohnungen: 138

Architekten: Alfred Chalusch, Heinrich Schopper

Wohnen in Wien

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.

Geschichte

Dieser frühe Gemeindebau beherbergte bei seiner Errichtung eine Badeanlage und ein Künstleratelier sowie einen Kindergarten bzw. ein Kindertagesheim, die heute noch in Betrieb sind. Kriegszerstörungen im Bereich der Stiege 5 wurden 1948 behoben. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz.

Die Architektur

Dieses erste gemeinsame Werk der Architekten Schopper und Chalusch schloss zwei schwierige Baulücken. Auf der verwinkelten Parzelle liegt eine großzügig wirkende Anlage um einen Innenhof, von dem aus halbrunde Stiegenhaustürme in die sechs Wohngeschoße führen. Durch expressionistische Details wie Runderker und spitzgiebelige Dachfenster erscheint die Hoffassade sehr bewegt. Schlichter sind die klassizistischen Straßenfassaden mit ihrer Gliederung durch schmale Lisenen und Gesimse. Der dreifärbige Anstrich erhöht die Wirkung der Architektur: braun im Sockelgeschoß, rosa Flächen, die gliedernden Elemente weiß.

... und die Kunst

Über dem Eingang Heiligenstädter Straße steht die männliche Figur "Kraft und Fruchtbarkeit" von Leopold Hohl, der auch die Steinplastik "Spielende Kinder" beim Kindergarten im Hof schuf. Über dem Portal in der Latschkagasse findet sich ein Relief in einer Arkade.

Der Name

Matthias Gall (1893-1944), sozialdemokratischer Bezirksrat am Alsergrund, wurde von den Nationalsozialisten im Zuchthaus Straubing ermordet. An den Widerstandskämpfer erinnert eine Gedenktafel im Hauseingang.

Sanierung

von 2006 bis 2007

In der Wohnhausanlage wurde in den Jahren 2006 und 2007 eine Sockelsanierung durchgeführt. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 3.448.500 Euro, davon konnten 2.369.353 Euro durch Förderungen gedeckt werden.

Architekten

Alfred Chalusch - Alfred Chalusch (1883-1957) besuchte die Meisterschule Otto Wagners an der Akademie der bildenden Künste Wien. Die Dokumentation seines Werks ist nicht sehr umfangreich. 1924 gründete er mit Heinrich Schopper eine Bürogemeinschaft, in der bis 1930 vier Wohnhausanlagen für die Gemeinde Wien entstanden. Sein einziges nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenes Bauwerk ist die Wohnhausanlage in der Wehlistraße 40, Wien 20.

Heinrich Schopper - Heinrich Schopper (1881-1952) besuchte die Meisterschule Otto Wagners an der Akademie der bildenden Künste Wien. 1915 gründete er eine Bürogemeinschaft mit Julius Chini, 1924 dann eine mit Alfred Chalusch, in der bis 1930 vier Wohnhausanlagen für die Gemeinde Wien entstanden. 1926 adaptierte er das Kurtheater in Reichenau/Rax und richtete es neu ein.

www.wienerwohnen.at/hof/111/Gallhof.html

Rennweg Barracks

The former Rennweg Barracks

The Rennweg barracks in the 3rd district of Vienna Country Road at Rennweg 89-93 is often referred to as Rennweg artillery barracks or Orphanage barracks. It is one of the two namegivers of registration district Rudolfspital-Rennwegkaserne (hospital and barracks) consisting of seven census tracts.

History

1785 the orphanage at Rennweg had been converted into an artillery barracks. From 1880 occupied the Infantry Regiment High and German Master no. 4, one of the two Viennese private regiments, the barracks. In the interwar period, the barracks was used by the Austrian Armed Forces, during World War II by the II Battalion of the Rifle Regiment 2 of the German Wehrmacht. After the war, British occupation troops there moved in (Kitchener Barracks).

Subsequently, the sprawling complex was used as a finance school, gendarmerie barracks, as Security Directorate for Lower Austria and as building yard of the Federal Building Administration II. The barracks became also famed after there twice hardened criminals managed to escape during interrogations (1973: Ernst Dostal and 1988: Johann Kastenberger).

Still to this days departments of the Ministry of the Interior are housed in the building. Along the Landstraßer Hauptstraße the barracks wings were demolished and replaced by dwellings. From Argentinier street a HTL (secondary technical school) moved here.

Part of the former Rennweg barracks is the so-called Orphanage church.

Former riding school

Between the residential house tracts of Landstraßer Hauptstraße and the school at Rennweg is the former riding school of the barracks. It was built about 1854 by architects van der Nüll and Sicardsburg and is a basilical constructed brick building in romanizing style, which has, among other things, tondi *) with horse representations. Today it is used by the University Sports Institute.

 

*) A tondo (plural "tondi" or "tondos") is a Renaissance term for a circular work of art, either a painting or a sculpture. The word derives from the Italian rotondo, "round." The term is usually not used in English for small round paintings, but only those over about 60 cm (two feet) in diameter, thus excluding many round portrait miniatures – for sculpture the threshold is rather lower.

en.wikipedia.org/wiki/Tondo_(art)

 

Rennweger Kaserne

Die ehemalige Rennweg-Kaserne

Die Rennweger Kaserne im 3. Wiener Gemeindebezirk Landstraße am Rennweg 89–93 wird oft auch als Rennweger Artilleriekaserne oder Waisenhauskaserne bezeichnet. Sie ist eine der beiden Namensgeberinnen des sieben Zählsprengel umfassenden Zählbezirks Rudolfspital-Rennwegkaserne.

Geschichte

1785 wurde das Waisenhaus am Rennweg in eine Artilleriekaserne umgebaut. Ab 1880 belegte das Infanterie-Regiment Hoch- und Deutschmeister Nr. 4, eines der beiden Wiener Hausregimenter, die Kaserne. In der Zwischenkriegszeit wurde die Kaserne vom Bundesheer genutzt, während des Zweiten Weltkrieges vom II. Bataillon des Schützen-Regiments 2 der Wehrmacht. Nach Kriegsende zogen hier britische Besatzungstruppen ein (Kitchener Barracks).

Anschließend wurde die weitläufige Anlage als Finanzschule, Gendarmeriekaserne, als Sicherheitsdirektion für Niederösterreich und als Bauhof der Bundesgebäudeverwaltung II verwendet. Bekannt wurde die Kaserne auch, nachdem es dort bei Vernehmungen gleich zweimal Schwerverbrechern gelungen war zu entkommen (1973: Ernst Dostal und 1988: Johann Kastenberger).

Auch heute noch befinden sich Dienststellen des Innenministeriums im Gebäude. Entlang der Landstraßer Hauptstraße wurden die Kasernentrakte abgerissen und durch Wohnhäuser ersetzt. Von der Argentinierstraße übersiedelte eine HTL hierher.

Bestandteil der ehemaligen Rennweger Kaserne ist die so genannte Waisenhauskirche.

Ehemalige Reithalle

Zwischen den Wohnhaustrakten der Landstraßer Hauptstraße und der Schule am Rennweg befindet sich die ehemalige Reitschule der Kaserne. Sie wurde um 1854 von Sicardsburg und van der Nüll errichtet und ist ein basilikal aufgebauter Backsteinbau in romanisierendem Stil, der unter anderem Tondi mit Pferdedarstellungen aufweist. Sie wird heute vom Universitäts-Sportinstitut benutzt.

de.wikipedia.org/wiki/Rennwegkaserne

Baden bei Wien Album 1. Fotogalerie www.flickr.com/photos/arjuna/sets/72057594130777924/

 

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Die Stadt Baden liegt ca. 26 km südlich von der Bundeshauptstadt Wien an der Thermenlinie. Vom Westen kommen die Ausläufer der Kalkalpen, vom Osten das Wiener Becken bis in die Stadt.

 

15 Schwefelthermen machen Baden zu einem bekannten Heilbad und Kurort. Aber auch als Weinbaugebiet - bedingt durch die Lage im pannonischen Klimaraum - ist Baden anerkannt und beliebt.

 

Die Besiedlung von Baden läßt sich bis in die Steinzeit zurückverfolgen. Ein Abschnitt davon wird sogar als "Badener Kultur" bezeichnet. Von den Römern werden bereits die Thermalquellen von Baden genützt. Der Name "Padun" wird zum ersten Mal auf einer Urkunde aus dem Jahr 869 gefunden.

  

1480 erhebt Kaiser Friedrich III. Baden zur Stadt und gibt ihr ein Wappen - ein nackter Mann und eine nackte Frau in einem Badeschaff.

Stadtwappen von Baden

 

Trotz der Zerstörung in 2 Türkenkriegen (1529 und 1683), zweier großer Brände im 18. und 19. Jahrhundert und dem mehrmaligen Auftreten der Pest wird Baden immer wieder aufgebaut und gewinnt neues Leben. Grund dafür ist sicherlich die günstige Lage.

 

Die Glanzzeit von Baden beginnt im 18. Jahrhundert. Dazu trägt Kaiser Franz I. stark bei, der sich oft in Baden aufhält und es gleichsam zu seiner "Sommerresidenz" macht. In seinem Gefolge treffen einander nicht nur der Hof und die Aristokratie, sondern auch Künstler im Badener Kurpark. Kein anderer späterer Kaiser widmet jedoch Baden die gleiche Aufmerksamkeit wie Franz I.

Doch Baden versteht es, sich trotzdem bekannt zu erhalten. 1841 erreicht die Südbahn die Stadt und eröffnet so durch die nun größere Wien-Nähe den Aufstieg zum Nobelkurort. Auch einige Erzherzöge wenden sich wieder Baden zu und verlegen ihre Sommerresidenzen hierher. Der Tagesfremdenverkehr wird durch den Anschluß an die Südbahn merklich vermehrt.

In der Gründerzeit (Ende des 19. Jahrhunderts) siedeln sich Vertreter des Wiener Großbürgertums in Baden an und beginnen das Villenviertel aufzubauen.

Durch Probleme mit dem Anschluß an die Bahn - die Südbahn läßt Baden etwas im Stich - setzt sich der Ausbau der Badener Tramwaygesellschaft durch. Zunächst als Pferdebahn nach Rauhenstein, später elektrifiziert, ausgebaut mit Linien nach Bad Vöslau, einer Ring-Rund-Linie und schließlich mit durchgehendem Verkehr vom Badener Josefsplatz bis zur Wiener Oper wird die Stadt verkehrsmäßig erschlossen.

Die Infrastruktur für den Fremdenverkehr wird laufend erweitert. Gebaut werden die Schwimmanstalt, Dampf- und Wannenbäder, die hölzerne Trinkhalle, die Sommerarena, es wird aber auch der Kurpark erweitert. Privat entstehen Hotels wie der "Grüne Baum", das "Sacher", "Central", "Legenstein", "Esplanade", "Bellevue", die Kuranstalt "Gutenbrunn" und der "Herzoghof". Schließlich wird von der Stadt auch das Kurhaus als Gesellschaftszentrum errichtet. Das neue Stadttheater und die Trabrennbahn runden das Angebot für die Gäste ab.

Die Einwohnerzahl von Baden steigt von ca. 5.100 im Jahr 1850 auf ca. 20.000 im Jahr 1931, die Anzahl der Kurgäste von ca. 6.500 auf ca. 50.000 im gleichen Zeitraum. Aus der verträumten Sommerfrische des Biedermeiers ist ein Nobelkurort geworden.

 

In der Zwischenkriegszeit wird weiter gebaut, erweitert und renoviert. Alle diese Aktivitäten verleihen der Stadt eine große Attraktivität für Gäste aus Österreich aber auch aus den Nachfolgestaaten der Monarchie.

 

Geräuschkulisse im Einsatz (undatiert, Zwischenkriegszeit).

Hotel Imperial, (1, Kärntner Ring 16), Hotel der Weltklasse in der Ringstraßenzone. Das Gebäude wurde 1862-1865 nach Plänen von Arnold Zanetti (München) und Heinrich Adam durch Stadtbaumeister Groß als Palais für Herzog Philipp Alexander von Württemberg (* 30. Juli 1838, der 1865 die Tochter Erzherzogs Albrecht, Erzherzogin Maria Theresia, ehelichte) in Formen der italienischen Renaissance errichtet. Bereits 1872/1873 (im Zuge der Vorbereitung der Weltausstellung 1873) erfolgte bei gleichzeitiger Adaptierung des Inneren die Umwandlung in ein Hotel, das am 28. April 1873 eröffnet werden konnte. Auf dem Treppenabsatz der Prunkstiege befindet sich das Original (Band 2, Seite 75, irrtümlich Kopie) von Hanns Gassers Donauweibchen (Kopie im Stadtpark).

Von Anfang an hatte das Hotel höchstrangige Gäste (so während der Weltausstellung den brasilianischen Kaiser Dom Pedro II., den dänischen König Christian IX. und den deutschen Kaiser Wilhelm I.). In seiner Ära als "Kaiserlich-königliches Hofhotel" beherbergte das Hotel Imperial stets Herrscher (beispielsweise König Milan von Serbien und seinen Sohn, König Alexander oder den Zaren Ferdinand von Bulgarien), Staatsmänner (beispielsweise Bismarck), Finanzleute, Politiker, Künstlerinnen und Künstler (beispielsweise Richard Wagner [Gedenktafel von Robert Ullmann, 1933], Eleonore Düse oder Sarah Bernhardt) sowie 1912 Ferdinand Graf Zeppelin. Berühmte Besucherinnen und Besucher (auch in der Zwischenkriegszeit) hatte stets das Café Imperial; im Hotel stiegen unter anderem neben Regenten (beispielsweise 1926 und 1932 König Alfons XIII. von Spanien) und Staatsmännern (beispielsweise 1926 Eduard Benes und 1936 Admiral Nikolaus Horthy) Sven Hedin (1920), der Anthroposoph Rudolf Steiner (1922), Luigi Pirandello (erstmals 1926), der Begründer des PEN-Klubs John Galsworthy (1929) und Hugo Ekkener (1931) ab. Eine bereits 1912 eingeholte behördliche Zustimmung zur Aufstockung des gesamten Baukomplexes wurde erst 1928 teilweise realisiert (Bau der beiden obersten Stockwerke auf der Ringstraßenseite).

 

Nach der Annexion Österreichs (14. März 1938) logierte Adolf Hitler im Hotel Imperial (Appartement 103). Um die Sicherheit des Führers zu gewährleisten, wurde in der Dumbastraße ein unterirdischer Führerbunker errichtet. Der Bau erfolgte jedoch nicht in der herkömmlichen Weise. Aus Platzgründen wurde die Straße einfach aufgegraben und der Bunker in die Baugrube hinein gebaut und mit dem Hotel verbunden. Der Verbindungsgang, der heute nochvorhanden ist, wurde mit beigen Wandfliesen verkleidet. Am Abend des 14. März 1938 traf Hitler in Wien ein, vor dem Hotel Imperial stauten sich die Massen. Lautsprecher teilten mit, der Führer sei ‚zu müde’ um zu ihnen zu sprechen, doch die Menschen harrten weiter aus. Kurz nach 19 Uhr trat Hitler auf den Balkon und hielt eine Rede, die sich aus seiner Linzer Ansprache und seiner Rede, die er am nächsten Tag am Heldenplatz halten sollte, speiste. Erst danach löst sich die Versammlung auf. Am 15. März 1938 empfing Hitler im Hotel Imperial Kardinal Theodor Innitzer. Dieser hatte – in seiner Reaktion nicht unähnlich jener der deutschen Bischöfe 1933 – am 13. März verkünden lassen: „Die Katholiken der Wiener Erzdiözese werden ersucht, Sonntag, 13. d., zu beten, um Gott dem Herrn zu danken für den unblutigen Verlauf der großen politischen Umwälzung und um eine glückliche Zukunft für Österreich zu bitten. Selbstverständlich möge allen Anordnungen der Behörden gerne und willig Folge geleistet werden.“ Die Kirchenglocken läuteten zu Ehren Hitlers und die Kirchtürme wurden mit Hakenkreuzfahnen beflaggt. Das Zusammentreffen Hitler-Innitzer, in die Wege geleitet durch Papen und Seyss-Inquart, diente Hitler dazu darzulegen, dass er sich erwarte, dass die Kirche kooperiere, dass es für den Staat gelte, ein Bollwerk gegen den Bolschewismus zu sein. Innitzer signalisierte Hitler Kooperationsbereitschaft, er erbat die im Konkordat der Kirche verbrieften Freiheiten und den Einfluss auf die Jugendarbeit zu waren. Für den 18. März 1938 berief er eine Bischofskonferenz ein.

 

Während der NS-Zeit stiegen auch Politiker der Achsenmächte in dem Hotel Imperial ab. Einer der Gäste des Führers war der "Duce" Benito Mussolini. Dieser musste das Hotel am 13. September 1943 (nach seiner Befreiung durch Skorzeny) durch den Lieferanteneingang betreten, weil er sich nach dem Einmarsch der Alliierten in Italien auf der Flucht befand.

 

In der Zeit der Alliierten Besatzung (1945-1955) befand sich das Hotel durch die Bestimmungen des sogenannten Zonenabkommens in der Interalliierten Zone und wurde von der sowjetischen Militärverwaltung bis zum 17. September 1955 als Hauptquartier benützt. Neben dem US-amerikanischen und dem britischen Hauptquartier fanden auch im Hotel Imperial die ersten Sitzungen des Alliierten Rates statt, bevor dieser und andere Teile der Alliierten Kommission in das Haus der Industrie (3, Schwarzenbergplatz 4; April 1946-Juli 1956 Stalinplatz 1) verlegt wurden. Nach der Besatzungszeit wurde das Hotel bis 1958 renoviert.

Seither wird es seitens der Republik Österreich zum Logis von Staatsgästen gewählt (beispielsweise König Ibn Saud, Schah-in-Schah Mohammed Reza Pahlevi, Nikita Chruschtschow, Josip Tito, König Bhumibol von Thailand mit Gattin Sirikit, Königin Elisabeth II. von England, Richard Nixon, Georges Pompidou, Mohammed Anwar-as-Sadat), aber auch von der Wirtschaftsprominenz sowie Künstlerinnen und Künstlern (beispeilsweise 1959 Otto Preminger, 1960 Walt Disney, Bruno Walter und Otto Klemperer, 1961 Mario del Monaco und Renata Tebaldi, 1964 Alfred Hitchcock). Seit 1977 gehört das Hotel zur Gruppe der "cca-Hotels" ("City & Country Hotels in Austria" der "Vereinigten Österreichischen Hotel AG").

1988-1994 wurde das Hotel nach Plänen des römischen CIGA-Architekten Papiri (Baumeister Straka) mit einem Kostenaufwand von 300 Millionen Schilling generalsaniert und nach dem historischen Vorbild von 1866 gestaltet. Die neue Dachkonstruktion ermöglicht einen späteren Ausbau des Dachgeschosses, die Eingangshalle wurde weitgehend rekonstruiert.

Das Hotel Imperial kreierte eine eigene (viereckige) Torte ("Imperialtorte").

www.wien.gv.at/wiki/index.php/Hotel_Imperial

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