Oberbürgermeister Wolfgang Griesert empfängt Ministerpräsident Stephan Weil im Friedenssaal des historischen Rathauses
Nachdem der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil am Montag mehrere Stunden im Abfallwirtschaftszentrum am Piesberg gearbeitet hatte, um die Situation vor Ort kennenzulernen, wurde er von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert im Friedenssaal des historischen Rathauses empfangen. "Obwohl Sie Osnabrück gut kennen – immerhin waren Sie vor einem Monat Gast beim größten Männerstammtisch der Welt: beim Grünkohlessen in der OsnabrückHalle – haben Sie heute unsere Stadt aus einer ganz neuen und ungewöhnlichen Perspektive kennengelernt. Sie haben sich diesen Ort ganz bewusst ausgesucht, um mit Mitarbeitern des Osnabrücker ServiceBetriebs ins Gespräch zu kommen." Über das Rathaus sagte der OB: "Hier bleibt die Geschichte einer Stadt gegenwärtig. Und als Konsequenz aus dieser Geschichte haben wir unserer Stadt den Zusatz 'Die Friedensstadt' gegeben. Denn wir wollten nicht nur daran erinnern, dass hier die maßgeblichen Verhandlungen stattfanden, die mit dem Westfälischen Frieden den Dreißigjährigen Krieg beendeten. Wir wollten an die Ereignisse im 17. Jahrhundert erinnern und mit dieser Maßgabe heute Impulse für die Toleranz geben: Ein Motto, das zu einem Leitmotiv für die Friedensstadt Osnabrück geworden ist – wenn wir beispielsweise mit dem Osnabrücker Autor Erich-Maria Remarque und seinem weltberühmten Roman 'Im Westen nichts Neues' an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren erinnern: Zurzeit lesen alle 51 Ratsmitglieder je einen Abschnitt dieses Antikriegsbuchs: des Antikriegsbuchs schlechthin. Nach Ostern wird dann osradio 104,8 diese Lesung Abschnitt für Abschnitt an 51 Tagen ausstrahlen. Weltweit zugänglich wird dieses Projekt selbstverständlich im Internet. Wann und wo hat es das schon einmal gegeben, dass ein Rat ein Buch liest? Ein Rat liest den Roman 'Im Westen nichts Neues'! So kann nur in der Friedensstadt, in der Stadt Remarques, an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges erinnert werden."
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