03.10.2018 Berlin - Neonaziaufmarsch
Zum 03.10.2018 versammelten sich am Berliner Hauptbahnhof mehr als 1.500 Neonazis aus dem gesamten Osten Deutschlands, Nordrhein-Westfalen, Bayern sowie Baden-Württemberg. Aufgerufen hatte der Neonaziverein „Wir für Deutschland“. Pegida-Leader Lutz Bachmann distanzierte sich zuvor von Stubbes WfD-Aufmarsch, bezeichnete diesen als Neonazi und rief seine Anhänger auf, nicht in Berlin mitzumarschieren.
Im Aufmarsch befanden sich Mitglieder der AfD, der NPD, rechte Kameradschaftler, sowie vereinzelt Fußballklientel von Dynamo Dresden, Energie Cottbus und dem BFC Dynamo.

Die Polizei stellte zwei Hundertschaften für die Aufmarschbegleitung, wobei nur eine Einsatzhundertschaft aus Baden-Württemberg direkt mitlief. Dies versuchten Neonazis zu nutzen, um einen Angriff auf eine Antifaschistin, der allerdings misslang. Als Vorhut diente u.a. eine BFE+ aus Blumberg, sowie ein Sonderwagen der niedersächsischen Bereitschaftspolizei mit einem ferngesteuerten Gewehr – später wurde das Fahrzeug abgezogen.

Der Hauptteil der Einsatzkräfte aus Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Rheinland-Pfalz hatte die Aufgabe, Antifaschisten von Blockaden abzuhalten. Der Aufmarsch zog durch die Mitte von Berlin, u.a. vorbei am Büro der von den Neonazis verhassten Amadeu Antonio Stiftung sowie am ehemaligen besetzten Haus, dem Schokoladen. Am Wegesrand fanden sich einige hundert Menschen zu Protesten ein. Auch aus den Häusern wurde deutlich Stellung bezogen, dennoch konnten die Neonazis zurecht feststellen, dass sie ohne größere Störungen durch ein linkes Viertel ziehen konnten.

Ein zweiter Aufmarsch am Abend in Berlin-Friedrichshain wurde von Neonazis abgesagt. Hintergrund könnte die erfolgreiche Durchrührung des ersten gewesen sein.

Die Fotos unterstehen dem Copyright. Bei Verwendungen bitte eine Mail an soeren.kohlhuber@yahoo.de
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