01.-04.08.2013 Berlin - Festival
Die Sommerferien in Berlin enden seit 10 Jahren mit dem Resist to Exist Festival. Es ist derzeit eines der größten Punkfestivals in Deutschland. Das Besondere: Es ist nicht kommerziell und entspricht dem Konzept des "DIY" (Do it yourself".
Konkret bedeutet es, dass die Veranstalter versuchen kostendeckend zu arbeiten und nicht auf Gewinne abziehlen. Während in den Vorjahren häufig das Ziel leider verfehlt wurde, konnte man in den letzten zwei Jahren auch mal positiv in die Kassen blicken.
Dieses Jahr war nicht nur das Wetter schwerstanstrengend auch der Besucherandrang brachte die Orga zum schwitzen. Schon einen Tag vor dem offiziellen Beginn campierten ca. 400 Punker auf dem Zeltareal. Bis Freitag Nachmittag wurden mehr als 1.000 Tickets verkauft und es gab zum ersten Mal eine Einlaßstopp.
Am Ende nahmen 3.000 Zuschauer am Resist teil, welches an seine Kapazitätgrenze für den Zeltplatz stieß. Genau der richtige Augenblick nach 2012 erneut eine neue Fläche zu suchen.

Jeder mag seine speziellen Höhepunkte bei den Bands oder dem drumherum sehen. Fakt ist, ein Vortrag auf einem Punk-Festival an dem 100 Personen teilnehmen war selbst für den Referenten ein Highlight. Das Thema der Veranstaltung, Grauzone, war auch immer wieder Thema auf dem Festivalgelände und im Backstage.
Der musikalische Höhepunkt war vermutlich das Konzert der russischen Hardcore-Band "What we feel". Der zweite Sänger hatte kein Visum erhalten, doch eine Alternative hatte die Band dennoch parat. Pünktlich zum letzten Lied erleuchteten 10 bengalische Fackeln die Nacht. What we feel ist derzeit auf Soli-Europatournee, um eine Familie zu unterstützen deren antifaschistsicher Sohn von Neonazis ermordet wurde.

Insgesamt spielten 40 Bands an den drei Tagen.

Die Fotos unterstehen dem Copyright und können in druckbarer, also hochauflösender Qualität erfragt werden.
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