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„Slava ukraini geroyam slava“ hallte es immer wieder über den Potsdamer Platz am 10.Mai 2014. Etwa 200 Menschen demonstrierten aus Solidarität mit der Ukraine und gegen Russische Aggressionen und Okkupationen.
Noch Tage vorher hatten auch Sympathisanten der ukrainischen Faschisten ihr kommen angekündigt. Dies rief ebenfalls deutsche Antifaschisten und russische Nationalisten auf den Plan. Gekommen waren am Ende eine Handvoll Russen, welche immer wieder den Diskurs mit den Ukrainern suchten oder die Veranstaltung versuchten zu Stören. Dabei kam es zu zwei Festnahmen und mehreren Platzverweisen durch die Polizei, welche eine Hundertschaft abgestellt hatte.
Interessant waren, dass die Anmelder sich an dem Tag noch ein mal wechselten und der scheinbare neue Leiter der Veranstaltung harsch und autoritär die Presse, sowie die Demonstranten an ihre Plätze verwies.
Das offene Mikrophon wurde von verschiedenen deutsch-sprachigen und ukrainisch-sprachigen Menschen genutzt, u.a. von Personen welche sich selber als „Antifaschisten“ und als Mitglieder der SPD vorstellten. Zwischen den Rednern wurde immer wieder die nationalistische Parole „Ruhm für die Ukraine, Ruhm den Helden“, eine Parole die auf die Ukrainische Aufstandsarmee (UPA) zurückgeht und somit auch auf historische Faschisten und Nazikollaborateure um den Partisanen Stepan Bandera.
Die Kundgebung erfuhr einen Schub, als ein Bus mit russischen Oppositionellen aus Köln endlich ankam. Nun waren es nicht nur ukrainischer Nationalismus, sondern auch die Themen Homophobie und Faschismus wurden behandelt. Dabei sangen die Oppositionellen hebräische Lieder wie Hava Nagila und schwenkten eine Israel-, sowie eine Russlandfahne.
Faschisten waren keine zu erkennen. Vereinzelt gab es kleine Schildchen mit faschistischer Symbolik, wie rot-schwarze-Banner, doch diese sollen aus Sarkasmus verteilt worden sein. Immer wieder kritisierten die Demonstranten, dass sie als Faschisten deklariert werden, dabei sei Putin der Faschist und sie selber seien Antifaschisten. Auch die Gespräche mit anwesenden Russen hatten den Kern, wer ist der größere Faschist.
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