29.10.2016 – Berlin – Für einen Gedenkort Burak Bektaş - Nie wieder Nazikundgebungen an der Todesstelle von Burak!
Am 29.10.2016 haben sich in Berlin rund 100 Menschen versammelt, um an den ungeklärten Mord an Burak Bektaş vor vier Jahren erinnert. Die Demonstranten versammelten sich an dem Ort, an dem der junge Mann am 05.04 2012 erschossen wurde. Der 22-Jährige wurde vor dem Vivantes-Klinikums Neukölln erschossen, die Tat wie auch das Tatmotiv ist bis zum heutigen Tag nicht aufgeklärt. Verwandte und Freunde des Getöteten vermuten Neonazis oder Rassisten als Täter. Die Polizei hat nach eigener Aussage keine Hinweise in diese Richtung, kann es aber auch nicht ausschließen. Von dem Täter fehlt nach wie vor jede Spur. Die Veranstaltung war der Auftakt der Aktionswoche „Gedenken und Widerstand“, die anlässlich des fünften Jahrestag der Aufdeckung der NSU-Mordserie stattfindet.

Der Protest richtete sich auch gegen eine zeitgleich stattfindende Kundgebung der neonazistischen Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD), die in unmittelbarer Nähe von Buraks Todesstelle abgehalten wurde. Anlass für die rechte Veranstaltung war der siebte Todestag des NPD-Kaders Jürgen Rieger, der in diesem Krankenhaus verstarb. An der Kundgebung nahmen insgesamt vier Neonazis teil, darunter auch der neue NPD-Landesvorsitzende Uwe Meenen. Nach einer halben Stunde war der braune Spuk vorbei, zu besonderen Zwischenfällen ist es nicht gekommen.


Rund 100 Menschen haben am 29. Oktober 2016 in Berlin-Neukölln an einer Kundgebung zum Gedenken an den ermordeten Burak Bektaş teilgenommen. Auch vier Jahre nach der brutalen Tat ist immer noch nicht klar, wer Burak getötet hat. Der 22-Jährige Burak stand in der Nacht vom 04. zum 05. April mit vier anderen Jugendlichen an der Rudower Straße vor dem Krankenhaus Neukölln, als sich der Täter der Gruppe näherte. Völlig unvermittelt und wortlos schoss er auf Burak und die anderen. Burak starb unmittelbar darauf im Krankenhaus, zwei seiner Freunde überlebten lebensgefährlich verletzt. Der Täter flüchtete daraufhin unerkannt und nach wie vor hat die Berliner Polizei keinerlei Erkenntnisse die seiner Ergreifung führt.

Die Geschichte klingt vertraut: ein Mord mit einer Schusswaffe, das Opfer mit Migrationshintergrund, kein erkennbares Motiv, keine Worte. Das entspricht den Taten des Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). Laut Anklage im NSU-Prozess ist die rechte Terrorgruppe für den Mord von neun Männern mit türkischem und griechischem Hintergrund sowie einer Polizistin aus Baden-Württemberg verantwortlich. Da der Mord an Burak bis heute nicht aufgeklärt ist, fragen sich Angehörige und Freunde, ob er auch aus rassistischen Motiven ermordet wurde. Die Kundgebung bildete den Auftakt der Aktionswoche „Gedenken und Widerstand“, die vom 29.10.2016 bis 06.11.2016 und anlässlich des fünften Jahrestag der Aufdeckung der Mordserie der rechtsterroristischen „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) stattfindet.

Der heutige Protest richtete sich auch gegen eine zeitgleich stattfindende Kundgebung der rechten „Nationaldemokratische Partei Deutschlands“ (NPD), die nur wenige Meter entfernt von Buraks Todesstelle abgehalten wurde. Anlass für die rechte Veranstaltung war der siebte Todestag des Neonazi, Holocaustleugner und NPD-Kader Jürgen Rieger, der einen Schlaganfall erlitten hatte und am 29. Oktober 2009 im Vivantes-Klinikums Neukölln verstorben ist. An der Kundgebung nahmen insgesamt vier Neonazis teil, darunter auch der neue NPD-Landesvorsitzende Uwe Meenen. Nach einer halben Stunde wurde die Veranstaltung nach einer Schweigeminute beendet. Da die Neonazis aufgrund der Gegendemonstranten nicht wegkamen, stoppte die Berliner Polizei einen BVG-Bus und die vier wurden darin zum nächsten Bahnhof verfrachtet. Zu besonderen Zwischenfällen ist es nicht gekommen.

Diese Entscheidung der Berliner Versammlungsbehörde, die Neonazis in unmittelbarer Nähe von Buraks Todesstelle stattfinden zu lassen, wurde als Provokation empfunden und die Angehörigen, die migrantische Community und alle, die sich für die Aufklärung des Mordes an Burak und für einen Gedenkort einsetzen, sahen einen Affront darin. Dementsprechend lautet das Motto der antirassistischen Kundgebung „Für einen Gedenkort Burak Bektaş - Nie wieder Nazikundgebungen an der Todesstelle von Burak!“. Zu den Protesten hatten unter anderem das „Bündnis gegen Rassismus“ sowie die Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş" aufgerufen.

Die "Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş" forderten hier erneut von Polizei und Behörden Antworten auf die zahlreichen offenen Fragen in dem nach wie vor ungelösten Fall. Zudem kritisieren sie die schleppende Ermittlungen und werfen den Ermittlungsbehörden mangelnde Aufklärung vor. Die Polizei hat nach eigener Aussage keinerlei Hinweise in diese Richtung, kann es aber auch nicht ausschließen. Bis heute sucht die Polizei den Täter - oder auch nur ein Motiv. Die Tat geschah einige Monate nach der Aufdeckung der rechtsterroristischen Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Darüber hinaus stellte die „Initiative in Gedenken an Oury Jalloh“ ihre Kampagne vor.

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PM Cheung Photography

Stand: Juli 2016

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