20.02.2016 - Brandenburg an der Havel - Fighting for 20 years! Antifaschistische Gedenkdemonstration für Sven Beuter

by PM Cheung Photography

Am 20.02.2016.haben in Brandenburg an der Havel rund 250 Menschen an den Punker Sven Beuter erinnert, der vor 20 Jahren von einem Neonazi ermordet wurde. Der Protest richtete sich auch gegen die zunehmende Anzahl rechter Aufmärsche in Brandenburg und Gewalt von Neonazis gegenüber Flüchtlingen sowie Andersdenkende. Die Teilnehmer der Gedenkdemonstration gedachten zudem an die weiteren Menschen, die seit dem Wendejahr 1990 durch Neonazis ums Leben gekommen sind. Die Demonstranten forderten außerdem Abschaffung menschenunwürdiger Massenunterkünfte, einen solidarischem Umgang sowie ein Bleiberecht für alle Flüchtlinge. Die Demonstration verlief friedlich und ohne besondere Zwischenfälle.

Rund 250 Menschen sind am 20. Februar 2016 in Brandenburg an der Havel auf die Straße gegangen, um gegen Rassismus und Neonazis zu demonstrieren. Anlass für den Protest ist die Ermordung des Brandenburger Punks Sven Beuter vor 20 Jahren durch den Neonazi Sascha L. Dieser hat den 23-jährigen Dachdecker totgetreten und war zu einer siebeneinhalb-jährigen Haftstrafe verurteilt worden. Die Teilnehmer der Gedenkdemonstration gedachten zudem an die weiteren Menschen, die seit dem Wendejahr 1990 durch Neonazis ums Leben gekommen sind, darunter auch Rolf Schulze aus Lehnin, der am 7. November 1992 von drei Rechtsradikale zusammengeschlagen, ertränkt und verbrannt wurde.

Dementsprechend richtete sich der Protest vor allem gegen die zunehmenden Anzahl rechter Aufmärsche im Bundesland Brandenburg und die Gewalt von Neonazis gegenüber Flüchtlinge und Andersdenkende. In Sprechchören forderten die Teilnehmer außerdem die Abschaffung von menschenunwürdiger Massenunterkünfte, einen solidarischem Umgang sowie ein Bleiberecht für alle Flüchtlinge. Zudem brachten die Demonstranten ihren Unmut über die inhumane Flüchtlingspolitik der Bundesregierung sowie der Europäischen Union zum Ausdruck.

Unter dem Motto "Fighting for 20 years!" versammelten sich die Demonstranten am Hauptbahnhof von Brandenburg, um von dort aus zunächst zum Neustädter Markt, dort fand die erste Kundgebung statt. Kurze Zeit später zog der Aufzug durch die Innenstadt weiter bis zur Havelstraße, dem Ort an dem Sven Beuter ermordet wurde. An dieser Stelle, an dem sich Gedenkplatte für Beuter befindet, zündeten mehrere Menschen Kerzen an und legten Kränze und Blumen nieder. Zudem Dort fanden neben weiterer Redebeiträge auch noch eine Schweigeminute statt. Von dort aus ging es wieder zurück zum Hauptbahnhof. Wegen des regnerisch-kalten Wetters wurde die Demonstrationsstrecke verkürzt. Gegen 13.30 Uhr wurde die Demonstration beendet, zu besonderen Zwischenfällen ist es nicht gekommen.

Zu der Demonstration hatten antifaschistische und antirassistischen Gruppen aus Brandenburg aufgerufen. Viele der Demonstranten waren aus Berlin, Burg bei Magdeburg, Potsdam sowie weitere StädteBrandenburgs angereist. Unter den Demonstranten befand sich auch René Kretzschmar, Fraktionsvorsitzender der Linken in der Stadtverordnetenversammlung. Auch Andreas Walz, Geschäftsführer der Jugendkulturfabrik in Brandenburg, war unter den Teilnehmern.

Hintergrund:
Sven Beuter (* 12. Dezember 1972; † 20. Februar 1996 in Brandenburg an der Havel) war ein deutscher Dachdecker, der aufgrund der Zugehörigkeit zur Punkszene in Brandenburg an der Havel am 15. Februar 1996 von einem Neonazi attackiert und so schwer verletzt wurde, dass er fünf Tage später an seinen Verletzungen im Krankenhaus starb. Er wird als eines von 60 Todesopfern neonazistischer Gewalt seit der Wiedervereinigung von der Bundesregierung anerkannt.

Seine Kindheit verbrachte Beuter unter anderem im Heim, denn die Beziehung zu seinem Vater galt als sehr schwierig. Er erlernte den Beruf des Dachdeckers und finanzierte sein Leben anschließend durch Gelegenheitsarbeiten und den Bezug von Sozialhilfe. Beuter wurde wiederholt Opfer neonazistischer Übergriffe. So war er 1993 mit Baseballschlägern angegriffen worden und erlitt einen Schädelbruch mit Verletzungen des Gehirns. In der Folge musste er in der Asklepios Klinik Brandenburg unter anderem das Sprechen neu erlernen. Nach diesem Angriff war er leicht geistig behindert. Bei einem weiteren Angriff im Jahre 1994 wurde sein rechter Arm derart verletzt, dass er ab diesem Zeitpunkt steif war

Quelle: Wikipedia
de.wikipedia.org/wiki/Sven_Beuter

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PM Cheung

Stand: Dezember 2015

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