11.11.2013 - Warschau (Warszawę) - Attack Przychodnia Skłot / Marsz Niepodległości 2013
Beim traditionellen Marsz Niepodległości, einem Aufmarsch rechtsgerichteter Gruppierungen zum polnischen Unabhängigkeitstag, ist es am 11.11.2013 in Warschau zu schweren Zusammenstößen von Nationalisten mit der Polizei gekommen. Dabei griffen die Randalierer zunächst ein alternatives Wohnprojekt an und versuchten dieses zu Erstürmen und in Brand zu stecken. Später wurde auch die russischen Botschaft wie auch Polizisten Ziel der Angriffe. Am späten Abend ging die Polizei mit Wasserwerfern und Tränengas gegen die Randalierer vor. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden mindestens 30 Gewalttäter festgenommen.
Am 11. November 2013 ist es beim diesjährigen "Marsz Niepodległości" (Marsch zum Unabhängigkeitstag) in der polnischen Hauptstadt Warschau zu schweren Ausschreitungen gekommen. Die gewaltsamen Konflikte wurden ausgelöst, als kurz nach Beginn des Aufmarsches mehrere hundert Ultranationalisten, Hooligans und Rechtsradikale zwei alternative Hausprojekte, darunter auch das "Przychodnia Skłot", mit Flaschen, Steinen und Feuerwerkskörper angriffen. Dabei versuchten die rechtsradikalen Angreifer immer wieder gewaltsam in das Gebäude einzudringen und in Brand zu stecken, was allerdings von den Bewohnern verhindert werden konnte.
Zwar trafen die ersten Polizeieinheiten bereits nach 10 Minuten ein, allerdings hielten sich diese Polizeikräfte weitgehend zurück und beobachteten die Angriffe aus einigen Metern Entfernung. In der Zwischenzeit gingen die Angriffe auf das besetzte Haus unvermindert weiter. Die Bewohner wehrten sich vom Dach aus und schafften es immer wieder die Randalierer zurück zu drängen. Erst nachdem weitere 20 Minuten vergingen, ging die Polizei mit Tränengas und Schlagstöcken gegen die Randalierer vor. Dabei wurden vor Ort mindestens vier Gewalttäter von der Polizei festgenommen.
Von nun an verlagerten sich die Krawallen in den angrenzenden. Als die Warschauer Stadtverwaltung den Aufmarsch nach diesen Zusammenstößen auflösen wollte, zog ein Teil der marodierenden Masse vor die russische Botschaft. Da die Polizei die Vorderseite des Geländes bereits abgeriegelt hatte, versuchten einige Randalierer, von hinten auf das weiträumige Gelände vorzudringen. Die Nationalisten durchbrachen dabei die Polizeiabsperrung und setzten ein Wachhäuschen in Brand
Am Zbawiciela Platz (Platz des Erlösers) zündeten die Nationalisten die Kunstinstallation "Regenbogen" an. Das Projekt der Künstlerin Julita Wojcik wird von Medien inzwischen LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender
)-Mahnmal genannt. Der 26 Meter weite und bis zu neun Meter hohe Bogen mit künstlichen Blumen war als Zeichen für ein weltoffenes Polen für die EU-Ratspräsidentschaft des Landes im Jahr 2011 erstellt und ursprünglich in Brüssel aufgestellt worden.
Erst am späten Abend bekam die Polizei die Lage mittels Tränengas und Wasserwerfer in den Griff. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden mindestens 30 Gewalttäter festgenommen.
Hintergrund:
Seit mehreren Jahren veranstalten nationalistische Gruppierungen am 11. November in Warschau den Marsz Niepodległości. Dabei kam es schon in den vergangenen zwei Jahren zu heftigen Straßenschlachten zwischen Nationalisten und der Polizei. Veranstaltet wurde der Marsch von den rechtsradikalen Hauptorganisatoren "Młodzież Wszechp" (MW - Allpolnische Jugend) und " Obóz Narodowo-Radykalny" (ONR - National-Radikale Lager). Sie prangerten vor allem die Mitgliedschaft Polens in der Europäischen Union und die angeblich zu nachgiebige Außenpolitik der Regierung gegenüber Russland an.
Insgesamt nahmen in diesem Jahr rund 50.000 Personen an dem Marsch teil, darunter viele aus dem osteuropäischen Ausland. Unter nahm mindestens eine Delegation der rechtsextremen ungarische Partei "Jobbik Magyarországért Mozgalom" (kurz Jobbik -" Bewegung für ein besseres Ungarn") an dem Marsch teil.
Bilder vom Aufmarsch gibt es hier:
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Stand: April 2013
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