25.08.2012 - Rostock - Kundgebung
Rund 2.000 Menschen gedachten am 25.08.2012 in der Innenstadt von Rostock mit einer Kundgebung an die rassistischen Pogrome im Stadtteil Lichtenhagen vor 20 Jahren. Im späteren Verlauf brachten die Initiatoren vom Bündnis „20 Jahre nach den Pogromen - Das Problem heißt Rassismus“ eine Gedenktafel am Rathaus an. Die Veranstaltung verlief friedlich und ohne Zwischenfälle.
In Rostock haben am 25.08.2012 in der Innenstadt rund 2.000 Menschen mit einer Kundgebung an die rassistischen Ausschreitungen im Stadtteil Lichtenhagen vor 20 Jahren erinnert. Unter dem Motto "Das Problem heißt Rassismus! Uneingeschränktes Bleiberecht für alle! Weg mit der Residenzpflicht! Keine Abschiebungen! Asylknäste zu Baulücken! Gleiche Rechte für alle!" versammelten sich die Menschen auf dem Neuen Markt.
Dabei brachte die Bundesvorsitzende des Naziopferverbands VVN-BdA, Cornelia Kerth, eine Gedenktafel am Rathaus an. Damit erinnert erstmals ein dauerhaftes Mahn- und Gedenkzeichen der Stadt an das Pogrom. Das neue Erinnerungszeichen ist eine Kopie jener Tafel, die die Gruppe "Söhne und Töchter der deportierten Juden Frankreichs" um die als Nazi-Jägerin bekannt gewordene Beate Klarsfeld dort 1992 aufgehängt hatte und die damals umgehend entfernt worden war. Die Tafel ist umstritten, weil der Text nach Ansicht von Kritikern eine direkte Linie zwischen Auschwitz und Lichtenhagen zieht.
Später beteiligten sich über 6.000 Menschen an einer antirassistischen und antifaschistischen Demonstration durch die Rostocker Stadtteile Lütten-Klein und Lichtenhagen.
Bilder zu der Demonstration finden Sie hier:
www.flickr.com/photos/pm_cheung/sets/72157631243859380
Hintergrund:
Im August 1992 hatten Jugendliche und Erwachsene in Rostock die überfüllte Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber, darunter zahlreiche Sinti und Roma, und ein benachbartes Heim für vietnamesische Arbeiter mit Steinen und Brandsätzen tagelang angegriffen, ohne dass die Polizei sie stoppte.
Aus der Menge der Schaulustigen bekamen sie dafür immer wieder Applaus. Als nach mehrtägiger Randale ein Teil des sogenannten Sonnenblumenhauses brannte, konnten sich rund 150 Menschen im Gebäude erst in letzter Minute retten. Die Bilder gingen um die Welt. Es waren die schlimmsten fremdenfeindlichen Ausschreitungen der deutschen Nachkriegsgeschichte.
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Stand: November 2010
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