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Carnival Al-Lajiìn / Karneval der Geflüchteten - My right is your right! – Mein Recht ist dein Recht! - 20.03.2016 - Berlin - IMG_0588

Rund 5.000 Menschen sind am 20.03.2016 in Berlin auf Straße gegangen, um gegen Rassismus und die ausgrenzende Flüchtlingspolitik zu protestieren. Mit acht programmatischen geschmückten Lautsprecherwagen, Sprechgesängen und bunten Performances forderten die Teilnehmer mehr Bewegungsfreiheit für geflüchtete Menschen, die Abschaffung menschenunwürdiger Massenunterkünfte, ein Ende der Residenzpflicht sowie ein Bleiberecht für alle Flüchtlinge. Der Umzug fand im Rahmen des Internationalen Tag gegen Rassismus statt und soll als starkes Zeichen gegen die zunehmende Menschenfeindlichkeit und den Rechtsruck in Europa verstanden werden. Die Veranstaltung verlief friedlich und ohne besondere Zwischenfälle.

 

Am 20. März 2016 haben in Berlin rund 5.000 Menschen gegen Rassismus, Rechtspopulismus und die ausgrenzende Abschottungspolitik der Europäischen Union demonstriert. Unter dem Motto "My right is your right! – Mein Recht ist dein Recht!" fand in der deutschen Hauptstadt zum ersten Mal ein Carnival Al-Lajiìn / Karneval der Geflüchteten statt. Viele Teilnehmer und Besucher bekundeten die auf der Veranstaltung ihre Solidarität und Sympathie für Flüchtlinge. Laut Veranstalter war das Ziel des Karnevals, auf die prekäre Lage vieler Flüchtlinge in Berlin aufmerksam zu machen. Viele geflüchtete Menschen nutzten daher Möglichkeit, ihre Probleme und Gefühle auf zum Teil künstlerischen Art auszudrücken.

 

Trotz anhaltenden Nieselregen versammelten sich die Menschen am Mittag am Platz der Luftbrücke zur Auftaktkundgebung. Von dort aus zogen sie später über den Mehringdamm, Bergmann- und die Gneisenaustraße und von dort aus über die Glitschiner Straße in Richtung Kottbusser Tor. Am Spreewaldplatz fand am frühen Abend die Abschlusskundgebung statt. Mit acht programmatischen geschmückten Wagen, Sprechgesängen und bunten Performances forderten die Teilnehmer mehr Bewegungsfreiheit für geflüchtete Menschen, die Abschaffung menschenunwürdiger Massenunterkünfte, ein Ende der Residenzpflicht sowie ein Bleiberecht für alle Flüchtlinge.

 

Die Veranstaltung fand im Rahmen des Internationalen Tag gegen Rassismus statt und soll als starkes Zeichen gegen die zunehmende Menschenfeindlichkeit und den Rechtsruck in Europa verstanden werden. Die Veranstaltung verlief friedlich und ohne besondere Zwischenfälle. Überschattet wurde die Veranstaltung vom mehrfachen Wahlerfolg der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD). In den drei Bundesländern Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt erhielt die Partei vor einer Woche zweistellige Ergebnisse, in Sachsen-Anhalt wurde sie sogar zweistärkste Partei.

 

Zu dem Karnevals-Umzug hatte ein breites Bündnis aufgerufen, zudem zahlreiche antirassistische Vereine und Initiativen auch Kulturschaffenden angehören. Zu den Unterzeichnern gehören außerdem Stefan Fischer-Fels (Grips Theater), Wagner Carvalho (Ballhaus Naunynstraße), Ahmed Shah (Refugee Club Impulse und Jugendtheaterbüro Berlin) sowie Kay Wuschek vom Theater an der Parkaue. Sie alle lehnen die Massenunterbringung in Lagern sowie die Einschränkung von Sozialleistungen ab und betonen das Recht der Geflüchteten auf Freizügigkeit, Privatspäre, Bildung und Kulturelle Teilhabe.

 

Der Carnival Al-Lajiìn stieß im Vorfeld allerdings auch auf Kritik, denn auch israel-feindliche Gruppierungen wie die "F.O.R. Palestine" und "BDS Group Berlin" hatten zur Teilnahme am Karneval aufgerufen, was vor allem von linken Gruppen oder auch dem "Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus" heftig kritisiert wurde. Ebenfalls kritisiert wurden die künstlerische Leiterin, Nadia Grassmann sowie die pädagogische Leiterin, Maryam Somaya Grassmann vom "Refugee Club Impulse“, ein Theaterprojekt für Flüchtlinge. Beide sind seit Jahren an der sogenannten Al-Quds-Demonstration in Berlin beteiligt. Diese findet nach Aufruf des iranischen Regimes seit 1996 auch alljährlich in Berlin statt. Hauptorganisator des antisemitischen Al-Quds-Marsches ist Jürgen Grassmann, der offen Partei für die libanesische Terrorgruppe Hisbollah ergreift.

 

Die buntfröhliche Veranstaltung wurde von rund 170 Polizeibeamte begleitet, zu besonderen Zwischenfällen ist es nicht gekommen.

 

Hintergrund:

Der Internationale Tag gegen Rassismus / Anti-Rassismus-Tag am 21. März wurde von der UN Vollversammlung im Jahr 1966 im Rahmen eines Aufrufs zur Verstärkung der gemeinsamen Anstrengungen bei der Bekämpfung von Rassismus eingerichtet. Erinnert werden soll damit an den 21. März 1960. An diesem Tag wurden in Sharpeville (Südafrika) 69 Schwarze Protestierende von der Polizei erschossen, als sie gegen die rassistischen Apartheidsgesetze demonstrierten.

 

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PM Cheung

 

Stand: Dezember 2015

 

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Uploaded on March 20, 2016