Roma besetzen aus Protest gegen drohende Abschiebung das Denkmal der im Nationalsozialismus ermordeten Roma und Sinti Berlin Simsonsweg 22/01/2016
Etwa 50 Roma, darunter Familien mit Kleinkindern, besetzten am Sonntagnachmittag das Denkmal der im Nationalsozialismus ermordeten Roma und Sinti in Berlin, um gegen ihre drohenden Abschiebungen zu protestieren. Lokale AktivistInnen und Initiativen wie allebleiben unterstützten die Familien. Die Bilder zeigen Momente der Besetzung am Nachmittag, stundenlange Verhandlungen der Roma, insbesondere mit Vertretern der Stiftung des Denkmals, organisierten Sinti- und Romaverbänden und Politikern, in den Abendstunden über Beendigung oder Verlegung der Aktion an einen anderen Ort. Schließlich die gewaltsame Räumung der Romafamilien durch die Polizei in der Nacht. Die Serie endet mit dem Bild einer versöhnlichen Umarmung des Sprechers der Roma-Familien und dem Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas am folgenden Tag. Kein versöhnliches Ende hat allerdings bislang die Odyssee der Roma-Familien, die weiterhin ihre Abschiebung fürchten müssen. Ob die Aktion an diesem Ort daher sinnvoll und erfolgreich war, bleibt heftig umstritten.
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