Sorry Köln - spontane Aktion junger Iraker auf dem Alexanderplatz Berlin zu der Gewalt gegen Frauen zu Silvester in Köln Berlin 13/01/2016
"In Köln ist etwas sehr Schlimmes passiert, darum wollen wir hier heute etwas Gutes tun. Die Gewalt, die den Frauen in Köln geschehen ist, hat uns sehr entsetzt. Wir wollen mit unserer Aktion für ein Miteinander und Vertrauen zueinander werben. Wir dürfen uns nicht durch Religion, Nationalität oder Geschlecht gegeneinander aufhetzen lassen. Wir gehören zusammen".
Dies erklärte mir einer der drei jungen Iraker, die heute mit einer spontanen Aktion auf dem Alexanderplatz "Sorry für Köln" sagten. Seit einem Jahr leben sie in Berlin. Seit Köln hat sich die Situation auch für sie verändert. Ihnen begegnet Mißtrauen und Angst, erklärten sie mir. Mit verbundenen Augen und Pappschildern baten sie darum, Vertrauen zu einander zu zeigen und sie zu umarmen.
Ich habe die Aktion etwa eine halbe Stunde beobachtet und habe tatsächlich nur Passanten erlebt, die zunächst staunend und dann durchweg wohlwollend und sehr beeindruckt reagiert haben. Und trotz strömenden Regens haben es sich dann auch viele Menschen, darunter viele Frauen, nicht nehmen lassen, die drei Jungs zu umarmen und ihnen zu danken.
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