Cuba
Ich habe 2 Wochen im Gran Club Santa Lucia verbracht und bin absolut begeistert! Der Strand ist wunderschön und das Wasser angenehm warm, die Auswahl an Essen ist sehr gross{Früchte, Fisch, Fleisch, Gemüse, Pasta, !Dessert!, ...}, abwechslungsreich und schmeckt sehr gut! Auch die Drinks die es zu jeder Uhrzeit gibt sind sehr lecker! Die Zimmer sind schön eingerichtet und das Putzpersonal leistet mit ihren kreativen Dekorationen, die Leute vom Team sind wirklich nett und bringen einem gerne das Salsa-Tanzen bei. Jeden Abend gibt es eine Show {Cabaret}, welche mir sehr gefallen hat! vor allem das professionelle tänzerische können der Animateure hat mich wirklich sehr beeindruckt! Am Wochenende gibt es zusätzlich eine Disco, in der man die Leute beim Tanzen besser kennen lernen kann. Das Angebot an Ausflügen ist sehr vielseitig und gut organisiert, durch den Reiseleiter erfährt man viel über die Geschichte und das Land Kuba {Pflanzen, Städte, Leute, ...}! ich habe z.B eine Kutschenfahrt zu einer einheimischen Familie unternommen, bei der ich nacher sehr gut gegessen habe! bei solchen Ausflügen bekommt man einen Einblick in das Leben in Kuba, dies hat mich sehr beeindruckt.

Über Land und Leute Könnt man auch so allerlei berichten.
Faszinierend aber ist es, sich vorzustellen, man dreht das Rad der Geschichte 20 Jahre zurück und denkt an den Alltag in der DDR. Denn genau so ist es hier. Nur eben wärmer, mit viel Licht, Liebe und Palmen...

TRINIDAD, mein schönster Ausflug...
Trinidad liegt ca. 460km von Havanna entfernt in der Nähe der Karibikküste Kubas. Das Kolonialstädtchen hat seinen Ruhm dem Umstand zu verdanken, daß dort seit mindestens 150 Jahren die Zeit stillgestanden zu sein scheint - zumindest städtebaulich. Das gesamte historische Zentrum des Örtchens ist samt Kopfsteinpflasterstraßen so gut erhalten, daß man sich fast wie in einem Freilichtmuseum fühlt. Hier macht sich die im Vergleich zur Einwohnerzahl sehr große Menge an Touristen unangenehm bemerkbar, auch wenn man außerhalb der Saison reist: Auf Schritt und Tritt wird man angesprochen, die Einwohner versuchen einem alles Mögliche zu verkaufen. Wenn man nichts kaufen will, gehen sie auch schonmal zum Betteln über. Ich habe viel Verständnis für ihr Verhalten, aber wenn es so extrem gehäuft auftritt, wird es bald zur Belästigung (auch wenn die meisten der Leute recht freundlich sind). Eine angenehme Erholung davon bietet der Spaziergang auf den nördlich des Ortes gelegenen Hügel (immer in Richtung des großen Antennen - Mastes). Für die Mühen des Aufsieges (der Weg ist weder weit noch schwierig, aber das Wetter macht zu schaffen!) wird man mir einer tollen Aussicht über den Ort bis hin zur Halbinsel "Ancón" und zur Sierra de Escambray belohnt. Im Vergleich zum Flachland rund um Havanna ist die Berglandschaft um Trinidad sehr reizvoll.
Leider ist in den kleineren Orten Kubas die Diskriminierung des eigenen Volkes besonders extrem - so auch in Trinidad. So ist es z.B. verboten, als Tourist zusammen mit einer Kubanerin in einem Lokal etwas zu trinken - es sei denn man ist verheiratet! Ich kann sehr wohl verstehen, daß die kubanische Regierung etwas gegen die Prostitution unternehmen muß (mehr dazu an anderer Stelle), aber in Trinidad schlagen die Offiziellen eindeutig über die Stränge. Zusammen mit der konstanten Belästigungen durch Verkäufer und Jineteros hat mir dies den Aufenthalt in Trinidad deutlich vertrübt.

Positiv zu erwähnen und auf jeden Fall empfehlenswert sind Ausflüge ins "Valle de los Ingenios" (Tal der Windmühlen) und an die Playa Ancón an der gleichnamigen Halbinsel. Zwar ist von den Windmühlen im nach ihnen benannten Tal kaum noch etwas zu sehen (ich habe noch nicht einmal die Ruinen ausmachen können), aber die Landschaft ist sehr schön. Erklimmt man die wackeligen Holztreppen des Torre de Iznaga, einen ca. 45m hohen Turm der zur Überwachung der Sklaven beim Zuckerrohranbau genutzt wurde, hat man eine tolle Rundumsicht. Fast noch schöner ist die Aussicht von einem Aussichtspunkt, der etwas abseits der Straße nach Trinidad liegt, genau dort, wo diese das Tal über einen Bergkamm verläßt. Hier kann man die Aussicht auch mit überraschend günstigen Drinks genießen.

Playa Ancón
... ist ein typischer Karibikstrand, wie man ihn von Postkarten kennt: Im weiten Bogen zieht sich weißer Sand dahin, Palmen und andere Bäume spenden Schatten und mit etwas Glück ist man fast alleine dort. Nur vor den Stichen der besonders kleinen Mücken am späten Nachmittag sollte man sich hüten, die sind extrem unangenehm.

das Tal von Viñales

In dieser Wunderschönen Landschaft kann man zu Fuß, per Fahrrad, auf dem Pferd oder per Auto hunderte von wunderbaren Aussichten erkunden. Ich empfehle z.B. den Aufstieg zum Aussichtspunkt und Hotel "Los Jazmines" (zuerst der Hauptstraße in Richtung Pinar Del Rio folgen, dann rechts auf den sandigen Feldweg abbiegen, danach immer links halten) - man trifft unterwegs sehr aufgeschlossene und freundliche Menschen, sieht Landidylle pur, hat alle paar Schritte eine andere atemberaubende Aussicht auf die faszinierende Landschaft und erarbeitet sich letztendlich die traumhafte Aussicht von "Los Jazmines" selbst. Wohl dem der das Glück hat, diesen Aussichtspunkt ohne die zahlreichen hier haltenden Touristenbusse und den damit verbundenen Rummel genießen zu können.

Letztendlich war das Tal von Viñales mit Abstand die schönste Gegend Kubas, die ich kennengelernt habe. Nicht nur die Landschaft ist traumhaft, auch die Menschen scheinen durchweg freundlicher, weniger aufdringlich und offener zu sein. Ich bin dort nie angebettelt worden und gelegentliche Angebote von Zigarren, Fahrradverleih etc. waren vergleichsweise dezent. Statt dessen geben die Leute sehr gerne Auskunft über ihre Gegend, laden einen zum Verweilen auf ihrer Veranda ein...

Ich könnte noch vieles erzählen, aber überzeuge Dich doch selbst!
ich kann diesen Club wirklich für alle Altersklassen empfehlen! wenn ich könnte würde ich sofort noch einmal hin fahren...
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