Neonazis auf revisionistischer "Gedenk- und Wandertour Kitörès/Ausbruch" in Budapest am 11.02.2023
Im ungarischen Geschichtsrevisionismus spielt der "Kitörès/Ausbruch" vom Februar 1945 eine zentrale Rolle. Die mittlerweile zum sechtzehnten Mal stattfindene "Gedenk- und Wandertour Ausbruch 60” wird nach wie vor von der "Aktionsgruppe Börzsöny" organisiert und ist, aufgrund der unverhohlenen Verherrlichung des deutschen Nationalsozialismus, für Neonazis aus ganz Europa weiterhin eine attraktive Veranstaltung.
Der 60 Kilometer lange Marschweg von der Budapester Burg nach Szomor skizziert den Ausbruchsversuch von deutschen Wehrmachtsverbänden, SS-Divisionen und der kollaborierenden ungarischen Armee, aus dem von der Roten Armee eingekesselten Budapest am 11. Februar 1945. Der Ausbruchsversuch endete im Desaster, von 28000 Soldaten erreichten etwa 700 die Stellungen der Wehrmacht an der deutschen Hauptkampflinie. Parallel zu dem 60 Km-Marsch wird von den Veranstalter:innen eine 35 Km- und eine 25 Km-Strecke angeboten.
Auch der ungarische Touristenverband "Hazajáró Honismereti és Turista Egylet" bewirbt auf seiner Website zwar etwas versteckt, auf seiner Facebook-Seite dafür ziemlich offensiv diese von Neonazis dominierten "Ausbruchs-Märsche" als Massensportveranstaltungen die verbunden sind mit dem "Gedenken an ungarische und deutsche Soldaten". Es wird einerseits behauptet das es keine "politische Zielsetzung" gibt, andererseits werden Personen, die dort mit Wehrmachts- bzw. SS-Uniformen mitlaufen, toleriert und das ist natürlich ein politisches Statement. Unter den 3515 gelisteten Teilnehmer*innen liefen viele "wanderbegeisterte" ungarische Bürger:innen mit, die offensichtlich keine Berührungsängste mit den europaweit angereisten Neonazis und deren Uniformierung mit NS-Bezug hatten. Tourberichte aus den vergangenen Jahren, die auf der Website von der "Aktionsgruppe Börzsöny" einzusehen sind, bestätigen das sehr deutlich. Aufgrund einer antifaschistischen Kundgebung war der Kapisztran Platz als Auftaktort für die "Kitörès/Ausbruch/Gedenk-Wandertour" blockiert und sie mußten von einem anderen Ort auf der Budapester Burg starten. Das hat aber den Ablauf ihrer Wander-Veranstaltung nicht wesentlich beeinflusst.
Paralell zu diesem extrem revisionistischen "Kitörès/Ausbruch/Gedenk-Wandertag" waren auch die als rechtsterroristisch einzustufenden Neonazis von "Blood&Honour Hungaria" und "Legio Hungaria" unter dem Motto "Tag der Ehre" mit eigenen seperaten Veranstaltungen präsent. Am Vorabend zum sogenannten Ehrentag wurde von "Blood&Honour Hungaria" ein "Willkommenskonzert" in der Budapester Sportbar/Restaurant "Aréna Corner Cseh Sörözö" organisiert. Die Gedenkfeier zum "Ehrentag", die 2020 und davor noch im Városmajor-Park in Budapest stattfand, wurde wie auch schon im vergangenen Jahr von der Polizei verboten. Somit hat die "Legio Hungaria" den "Tag der Ehre" außerhalb von Budapest in den Budaer Bergen im Ausflugsgebiet Normafa mit einem Marsch zum Grab gefallener Soldaten begangen. Bei dieser Veranstaltung war weit und breit keine Polizei zu sehen und somit kam es dazu, dass die Neonazis eine Gruppe von Foto-Journalist:innen massiv angegriffen haben und zwei von ihnen erheblich verletzt haben. Im Nachgang zur Gedenkveranstaltung veranstaltete "Blood&Honour Hungaria" dann noch ein Konzert im Großraum von Budapest.
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Paul Hanewacker
E-Mail: paulhanewacker@yahoo.de
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Der 60 Kilometer lange Marschweg von der Budapester Burg nach Szomor skizziert den Ausbruchsversuch von deutschen Wehrmachtsverbänden, SS-Divisionen und der kollaborierenden ungarischen Armee, aus dem von der Roten Armee eingekesselten Budapest am 11. Februar 1945. Der Ausbruchsversuch endete im Desaster, von 28000 Soldaten erreichten etwa 700 die Stellungen der Wehrmacht an der deutschen Hauptkampflinie. Parallel zu dem 60 Km-Marsch wird von den Veranstalter:innen eine 35 Km- und eine 25 Km-Strecke angeboten.
Auch der ungarische Touristenverband "Hazajáró Honismereti és Turista Egylet" bewirbt auf seiner Website zwar etwas versteckt, auf seiner Facebook-Seite dafür ziemlich offensiv diese von Neonazis dominierten "Ausbruchs-Märsche" als Massensportveranstaltungen die verbunden sind mit dem "Gedenken an ungarische und deutsche Soldaten". Es wird einerseits behauptet das es keine "politische Zielsetzung" gibt, andererseits werden Personen, die dort mit Wehrmachts- bzw. SS-Uniformen mitlaufen, toleriert und das ist natürlich ein politisches Statement. Unter den 3515 gelisteten Teilnehmer*innen liefen viele "wanderbegeisterte" ungarische Bürger:innen mit, die offensichtlich keine Berührungsängste mit den europaweit angereisten Neonazis und deren Uniformierung mit NS-Bezug hatten. Tourberichte aus den vergangenen Jahren, die auf der Website von der "Aktionsgruppe Börzsöny" einzusehen sind, bestätigen das sehr deutlich. Aufgrund einer antifaschistischen Kundgebung war der Kapisztran Platz als Auftaktort für die "Kitörès/Ausbruch/Gedenk-Wandertour" blockiert und sie mußten von einem anderen Ort auf der Budapester Burg starten. Das hat aber den Ablauf ihrer Wander-Veranstaltung nicht wesentlich beeinflusst.
Paralell zu diesem extrem revisionistischen "Kitörès/Ausbruch/Gedenk-Wandertag" waren auch die als rechtsterroristisch einzustufenden Neonazis von "Blood&Honour Hungaria" und "Legio Hungaria" unter dem Motto "Tag der Ehre" mit eigenen seperaten Veranstaltungen präsent. Am Vorabend zum sogenannten Ehrentag wurde von "Blood&Honour Hungaria" ein "Willkommenskonzert" in der Budapester Sportbar/Restaurant "Aréna Corner Cseh Sörözö" organisiert. Die Gedenkfeier zum "Ehrentag", die 2020 und davor noch im Városmajor-Park in Budapest stattfand, wurde wie auch schon im vergangenen Jahr von der Polizei verboten. Somit hat die "Legio Hungaria" den "Tag der Ehre" außerhalb von Budapest in den Budaer Bergen im Ausflugsgebiet Normafa mit einem Marsch zum Grab gefallener Soldaten begangen. Bei dieser Veranstaltung war weit und breit keine Polizei zu sehen und somit kam es dazu, dass die Neonazis eine Gruppe von Foto-Journalist:innen massiv angegriffen haben und zwei von ihnen erheblich verletzt haben. Im Nachgang zur Gedenkveranstaltung veranstaltete "Blood&Honour Hungaria" dann noch ein Konzert im Großraum von Budapest.
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