01.05.2014 - Rostock: Neonaziaufmarsch und Gegenproteste
Für den 1. Mai hatte die NPD in Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) eine Demonstration angemeldet. 350 Neonazis aus Meckelnburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Brandenburg, Berlin und Hamburg nahmen an dem Aufmarsch teil. Die Demonstration wurde zunächst im Bezirk Dierkow angemeldet, wurde jedoch dort untersagt und sollte nach Groß-Klein ausweichen. Am Tag wurde der Zugverkehr durch einen brennenden Güterwaggon jedoch unterbrochen, sodass der Aufmarsch, wie angemeldet durch Dierkow gegangen ist.
Über 2000 Menschen haben sich den Neonazis in den Weg gestellt. Die Stadt Rostock hatte alle Gegenveranstaltungen verboten. Nur die Demonstration, die in Groß-Klein stattfinden sollte wurde in letzte Sekunde vom Verbot ausgenommen. Die Veranstalter_innen hatten dagegen geklagt. In Rostock-Lichtenhagen, wo die Demonstration starten sollte, hatten die Menschen den Zugang zur Straße blockiert. Nach dei Neonazis dann in Dierkow starteten formierten sich immer wieder kleinere Blockaden, die allerdings von der Polizei aufgelöst wurden. Den Aufmarsch begleiteten immer wieder Grüppchen von Gegendemonstrant_innen. An der Pommernbrücke war es dann Schluss. 300 Gegendemonstrant_innen versperrten der NPD die Straße.
Auf dei Blockade reagierten die Veranstalter mit der Auflösung der Demonstration. Die Polizei hatte große Schwierigkeiten den losen Zug unter Kontrolle zu bringen. Kleinere Grüppchen von Neonazis versuchten sich in alle Richtungen zu zerstreuen. Unerwartet umstellte eine Gruppe Neonazis eine Gruppe von Gegendemonstrant_innen. Verletzt wurde niemand. Zwei Neonazis wurden dabei festgenommen. Die Polizei bildete schließlich einen Kessel um die Neonazis und führte sie zum nächtsliegenden Bahnhof. Auf den Rückweg hatten die Neonazis noch versucht eine Kundgebung anzumelden.