26.04.14 - Berlin: Naziaufmarsch und Gegenproteste
An dem Sonnabend, den 26. April, wollten knapp 100 Neonazis durch Kreuzberg marschieren. Der Berlin NPD-Landesvorsitzende Sebastian Schmidtke hatte eine Anti-Asyl-Demonstration durch diesen Bezirk angemeldet. Doch weit kam der Zug nicht: nach knapp 200 Metern war Schluss. Über 5000 Gegendemonstrant_innen blockierten die Route von allen Seiten, sodass den Neonazis nichts übrig blieb, als zurückzukehren. Im Anschluss konnten sie aber eine Spontandemonstration vom S-Bhf. Adlershof nach Köpenick durchführen.
Es kam zu Zusammenstößen zwischen Neonazis und Gegendemonstrant_innen, sowie Antifaschist_innen und der Polizei. Zu Beginn der Veranstaltung sprangen mehrere Personen aus dem Neonazi-Lauti und griffen Antifaschist_innen an mit Zaunlatten und Feuerlöscher. Wegen des Vorfalls drohte die Polizei den Aufzug der Neonazis nicht pasieren zu lassen. Später wurde ein Redner der Neonazidemonstration wegen Volksverhetzung festgenommen, weitere Neonazis wurden ebenfalls zur Personalienfeststellung kurzzeitig festgesetzt. Später kam es noch zu Zusammestößen zwischen der Polizei und Gegendemonstrant_innen. Steine und Pyrotechnik flog auf die Polizei, mindestens sieben Personen wurden festgenommen.
Das Bündnis "Berlin Nazifrei" feiert den Tag als einen Erfolg. Im Anschluss veranstaltete das Bündnis eine kleinere Jubel-Demonstration durch Kreuzberg.
1600 Polizei-Beamte waren im Einsatz.