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In der Auseinandersetzung um geistige Eigentumsrechte auf Saatgut ist das Jahr 2010 entscheidend. Die EU will ein europaweit einheitliches Saatgutrecht verabschieden. Werden in Zukunft auf dem Saatgutmarkt ausschließlich industrielle Sorten verfügbar sein, während regionale und bäuerliche Sorten nur noch in Museen und Schaugärten zu finden sind? Alle Anzeichen deuten daraufhin, dass die Saatgutkonzerne die Revision des Saatgutrechts nutzen, um ihre Macht noch auszuweiten. Die verabschiedete EU-Erhaltungssortenrichtlinie für nichtindustrielle Sorten erschwert oder verbietet bereits die Verbreitung der alten Sorten durch geographische und quantitative Beschränkungen.

In den letzten Jahren haben sich in vielen Ländern Europas Saatgutinitiativen zusammengeschlossen und sich unter "Let's liberate diversity!" auch grenzüberschreitend organisiert. Sie verteidigen das bäuerliche Recht, Saatgut aus eigener Ernte auszusäen, zu züchten und weiterzugeben. Die europäischen Saatgutinitiativen aus zehn Ländern haben Gegenvorschläge ausgearbeitet, wollen diese in Graz untereinander abstimmen und den Widerstand europaweit vernetzen.


Quelle: www.liberate-diversity-graz2010.org/

Mai Mun in Graz

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Tag 1 (25.03.2010)

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Tag 2 (26.03.2010)

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Tag 3 (27.03.2010)

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