Ana.Digital. 2013
Ana.Digital. 2013

Ana.Digital. "Das Triadische Ballett" von Oskar Schlemmer als Vision und Imagination für die Video Mapping Arbeit "Ana.Digital" von Media Apparat und Markus Wintersberger

Ein Projekt im Rahmen des Genius Loci Video Mapping Festival Weimar 2013

Künstlerische Leitung:
Markus Wintersberger
Produktion und Umsetzung:
Media Apparat Wien
Igor Pajed, Benjamin und Leonard Pokropek – Kernteam
David Razzi, Adi Markusich - 2d / 3d Artist
Paul Niederfriniger – Modellbau
Tanz, Performance und Choreographie:
Andrea Nagl
Tanz: Sophia Hörmann
Musik:
Eberhard Kloke, Ken Hayakawa

Wien - Weimar 2013

Ana.Digital. "Das Triadische Ballett" von Oskar Schlemmer als Vision und Imagination für die Video Mapping Arbeit "Ana.Digital" von Media Apparat und Markus Wintersberger

Architektur und Raum
Das Wittumspalais in Weimar wurde 1767 bis 1769 von Jakob Friedrich von Fritsch, Geheimrat und Minister in Weimar, auf dem Gelände eines ehemaligen Franziskanerklosters als Stadtpalais errichtet. Der Entwurf stammt von dem sächsischen Landbaumeister Johann Gottfried Schlegel. Das Baugrundstück lag besonders repräsentativ an der sogenannten Esplanade, der heutigen Schillerstraße. Nach dem Weimarer Schlossbrand bewohnte die Herzogin Anna Amalia das Palais ab Mai 1774 und erwarb es 1775. Anna Amalia bewohnte das Wittumspalais bis zu ihrem Tode 1807. Nahezu 100 Jahre später wurde das Palais unter anderem auch als Ausstellungshaus des neu gegründeten Weimarer Bauhauses für Präsentationen genutzt. Die besondere Verortung des Gebäudes im Zentrum Weimars, direkt am Theaterplatz mit dem altehrwürdigen Deutschen Nationaltheater gegenüber, der Sockelskulptur von Friedrich Schiller und Johann Wolfgang von Goethe in Mitten des Platzes und dem Bauhaus Archiv gleich nebenan, ließ einen sehr dichten geschichtlichen Kunstrahmen für unser Projekt entstehen. Weimar selbst und die Örtlichkeit Wittumspalais im Besonderen erfordern nahezu zwingend eine künstlerisch hochwertige Auseinandersetzung, die Bedeutung Weimars durch das Bauhaus für die jüngere Kunstgeschichte verstärkte nochmals die Schärfung unserer Arbeit hinsichtlich Experiment, Kunst, Bewegung, Architektur und Skulptur. Die Projektion über zwei Gebäudefassaden erweiterte das gesamträumliche Erfahrungsspektrum und ermöglichte eine rhythmische dreidimensionale Bilderzählung. Das Publikum wurde gleichsam bewegt und animiert sich den vielfältigen räumlichen Blickachsen zu nähern und somit den öffentlichen Raum anders wahrzunehmen.

Kooperation und Kollaboration
Um die komplexen Möglichkeiten der zeitgenössischen Medienkunst Produktion auszuschöpfen, ist es nahezu zwingend notwendig, in professionellen Teams gemeinsam an einem Kunstwerk zu arbeiten. So haben wir uns, Media Apparat unter der künstlerischen Leitung von Markus Wintersberger, der Einbindung der beiden Performerinnen Andrea Nagl und Sophia Hörmann und dem musikalischen Zusammenwirken mit Eberhard Kloke und Ken Hayakawa entschlossen, für das Festival Genius Loci Weimar 2013 unsere Fertigkeiten zu bündeln und an dem Wettbewerb teilzunehmen. Von Beginn an hatten wir die Idee, eine experimentelle Arbeit zu erschaffen. Unser Ziel und unsere Vision lag darin, mittels analog - digitaler Bildproduktion, eine dynamische und lebendige Video Mapping Arbeit zu generieren. Die lange Tradition des Bauhauses in experimenteller Kunst Produktion und die Ideen von Oskar Schlemmer über Raum und Bewegung für die “Bauhaus-Bühne” zu Beginn des letzten Jahrhunderts, waren eine starke Bezugsquelle für unsere künstlerische Vision. Der gesamte Arbeitsprozess war als offener analog – digitaler und experimenteller Laborprozess angelegt, der sich im Endergebnis wiederspiegeln sollte. Die von uns in der Umsetzung gefundenen Bildelemente dienten als dialogische Bausteine und gaben uns aus ihrer inneren Logik eine zwingende künstlerische Richtung vor.

“Die “Bauhaus-Bühne” war weniger eine Theaterwerkstatt, sondern viel mehr ein experimentelles Raumlabor, in dem der Raumtyp “Bühne” vor allem der Modellierung räumlichen Denkens und Vorstellens auf einem sehr abstrakten Niveau diente. Denn am Bauhaus war mit dem Begriff “Bauen” eben nicht nur ein Entwerfen und Herstellen von Architektur im engeren physischen Sinne gemeint. In Abgrenzung zu den zeitgenössichen Akademien und Kunstgewerbeschulen, an denen Architekten ausgebildet worden sind, umschrieb man mit dem Begriff “Bauen” eine fundamentalistisch ausgerichtete Gestaltertätigkeit, die die räumliche “Organisation von Lebensvorgängen” ebenso meinte wie das elementare Erzeugen von räumlichen Wirkungen durch Formen, Farben, Licht und Bewegungen. ” (Blume, Duhm 2008)

Vision und Imagination
Oskar Schlemmer erfindet 1919 in Stuttgart sein triadisches Ballett und entwickelt es ab Anfang der 1920er Jahre am Bauhaus in Weimar weiter. Schlemmer beschäftigte sich mit der korrespondierenden Beziehung zwischen Figur und Raum. Da er die Fixierung der Bewegungen in plastischen Werken als einschränkend empfand, wählte er den Tanz als darstellerische Alternative. Das Triadische Ballett besteht aus Raumtanz, Formentanz und Gestentanz. Es entstehen außerdem Metalltanz, Glastanz, Reifentanz und Kulissentanz.

“Schlemmer ging nicht davon aus, dass das Bühnenkunstwerk das Ergebnis einer “Offenbarung” von metaphysischen “kosmischen Kräften” und “seelischer Erregung” sein könne, sondern nahm an, dass dieses nur durch eine möglichst objektive Erforschung von elementaren Gestalt-Gesetzen entwicklet werden könne. ” (Blume, Duhm 2008)

Unser Ziel bestand darin, diese Schlemmerschen Ideen und Überlegungen zu Raum, Bewegung und essentiellen Gestalt-Gesetzen sowie den experimentell, laboratorischen Geist des Bauhauses auf das Wittumspalais in Weimar zu übertragen. Der Gebäudekörper selbst wurde gleichsam triadisch in Szene gesetzt und mittels analog – digitaler, visueller Bildspuren in ein Tanzgeflächt überführt. Das Gebäude erfuhr eine nicht alltägliche Illumination und wurde zu einer dynamischen Skulptur im öffentlichen Raum.

“Oskar Schlemmers Kunstfiguren waren als malerische, plastische und tänzerische Menschenbilder Grenzfiguren zwischen Natur und Artefakt. Seine geometrischen Bilder, Kostüme und Bewegungsszenarien für die Bauhaus-Bühne reagierten auf die Technisierung der Lebensumwelt im Industriezeitalter und thematisierten die Anpassung des Menschen an die Logik und die Rhythmen des “Maschinenzeitalters”. Dabei war er aber bei weitem kein Anhänger einer bedingungslosen Unterwerfung des Menschen unter die Konstruktionsprinzipien der Maschinen und deren Gesetze (Rhythmen), sondern es ging ihm vielmehr darum, auf der Grundlage einer radikalen Akzeptanz der “Zeichen der Zeit” – der “Maschine” und der “Abstraktion” – ein neues allgemeingültiges und wesentliches Menschenbild zu entwerfen, das von einem neuen universalen Selbstbewusstsein und einer neuen Würde zeugen sollte. ”(Blume, Duhm 2008)

Die Mapping Strukturen wurden in diesem Projekt bewusst aus einer modellhaft analogen Ableitung gewonnen, um einen möglichst großen haptisch-poetischen Transfer der Schlemmerschen Ideen aus dem Atelier Raum in den öffentlichen Raum Weimars zu ermöglichen. Durch komplexe digital-analoge Inszenierungsverfahren – Modelle des Gebäudes wurden in Rotation versetzt, mittels Lichtmodulationen illuminiert oder durch optische Effekte verändert – sollte die Metapher des Tanzes das Gebäude selbst erfassen und somit in einer audiovisuell-triadischen Entgrenzung des Gebäudes münden. Die ästhetische Radikalität und auch Multimedialität, die in den Skizzen, Studien und Abbildungen des triadischen Balletts liegt, wurde durch die in dieser Arbeit angelegten analog-medialen Rückkoppelungseffekte in ein Heute übersetzt. Animierte Skizzen aus dem Triadischen Ballett wurden durch die Tänzerinnen Andrea Nagl und Sophia Hörmann belebt und choreografisch weiter geführt. Die Tänzerinnen schlüpften real in bewegte triadische Projektionsräume und verschmolzen mit diesen. Sie morphten sich in die einzelnen Figuren und schälten sich auch wieder aus diesen heraus. Diese einzelnen choreografischen Erfindungen wurden digital festgehalten und waren in weiterer Folge Bildgrundlage für avancierte Videomodulationen in der Postproduktion. Die Gesamtdynamik speiste sich aus einem stetigen Verschmelzungsprozess und bot in der umgesetzten Gebäude Projektionsperfomance einen sinnbildlichen Schau- und Erfahrungsraum für das Publikum. Die Energie speiste sich aus historischen Erinnerungspartikeln, die einen analog-virtuellen Echtzeit Raum imaginieren.

“Wenn Schlemmer auf der Bühne wie in seinen Bild-künstlerischen Arbeiten den menschlichen Körper abstrahierte, dann wurde der Grad der Abstraktion und Typisierung nie weiter getrieben als der von Gliederpuppen und Marionetten. Oskar Schlemmers Kunstfigur bleibt ein Mensch. In seinem Aufsatz “Mensch und Kunstfigur” schrieb Schlemmer: “Der Mensch sucht immerdar Seinesgleichen oder sein Gleichnis oder das Unvergleichliche. Er sucht sein Ebenbild, den Übermenschen oder die Phantasiegestalt. ” (Blume, Duhm 2008)

Experiment und Innovation
Durch die Verbindung aus analoger Bildfindung und Bildproduktion und der digitalen Weiterverarbeitung dieser Bildbausteine wurde eine eigenständige und experimentell-innovative Video Mapping Sprache entwickelt . Ein analoges Modell des Gebäudes, das wir maßstabsgetreu erstellten, diente als skulpturale Schnittstelle im prozessualen Verlauf unserer Projektentwicklung. Das Modell war nicht nur simulatives Anschauungs- und Miniaturmappingobjekt, sondern wurde gezielt als spiegelgleicher Bildgeber verwendet. In einem bewusst definierten experimentellen Laborprozess wurde das Modell mittels Motoren bewegt, um seine eigene Achse rotiert, mit diversen Lichteffekten und Lichtquellen beschossen und durchdrungen oder Mittels Nebel umhüllt und fast aufgelöst. Der Vorgang der Bildschaffung glich mehr der eines „Licht“ Bildhauers oder analog-digitalen Bühnenbildners und bestand in einem fortlaufenden dialogischen Austausch mit den Gegebenheiten des Gebäudes, der Gebäudeskulptur selbst und den räumlich-geschichtlichen Gegebenheiten des Baukörpers in seiner spezifischen Situierung innerhalb Weimars. Um die Ideen der Bauhaus Bühne und im spezifischen die Ideen Oskar Schlemmers zu seinem „Triadischen Ballett“ aus einem heutigen Blickwinkel darzustellen, wurden wiederum Skulpturen aus Draht, Papierschablonen und Schnüren erstellt. Diese wurden analog animiert, das heißt mittels Motoren rotiert, beschleunigt und verzögert und unter Einwirkung von Schwarz Licht Röhren illuminiert. In einem weiteren Schritt wurden die Tänzerin Sophia Hörmann und die Tänzerin und Choreografin Andrea Nagl mit den Ideen und Bildbausteinen konfrontiert. Ihre Bewegungssprache wurde teils aus der Bewegungssprache des „Triadischen Ballett“ von Oskar Schlemmer aber auch teils aus den architektonischen Vorgaben des Wittumspalais abgeleitet. Die tänzerischen Aktionen dienten einerseits als rhythmusgebende „Raum - Zeit“ Spuren für die Video Mapping Projektion, andererseits sollte die menschliche Figur und der tanzende Körper das finale Videovibrationsgeflecht dynamisch in Szene setzen. Aus diesen experimentellen analog-digitalen Ableitungsprozessen wurde im letzten Schritt mittels avancierter Postproduktionstechniken die finale Video Mapping Arbeit „Ana.Digital“ für das Festival Genius Loci Weimar generiert. Die besondere räumliche Situation der Projektion auf zwei Fassadenwände des Gebäudes verstärkte und unterstrich nochmals den von uns gewählten Ansatz. Eine Video Mapping Architektur Skulptur war so für drei Abende im Zentrum Weimars präsent und gab einen poetisch-visuellen Eindruck von den heutigen Möglichkeiten der Stadtrauminszenierung wieder.

Text Zitate aus: Bauhaus.Bühne.Dessau. Szenenwechsel. Torsten Blume, Burghard Duhm. Edition Bauhaus 2008

vimeo.com/74133970

Team & Kooperation

Media Apparat Wien
Igor Pajed, Geschäftsführer,
Benjamin Pokropek, Koordination und Projektmanagement
Leonard Pokropek, 2D/3D Artist
David Razzi, 2D/3D Artist
Adi Markusich, 2D/3D Artist
Paul Niederfriniger, Modellbau
Media Apparat ist ein junges Team aus Medienkünstlern, -designern und -produzenten mit Sitz in Wien. Das Team zeichnet sich seit seiner Gründung durch eine stetige Professionalisierung und Erweiterung seines Produktionshorizontes aus. Das Kernteam besteht aus Igor Pajed und den Brüdern Benjamin und Leonard Pokropek, David Razzi und Adi Markusich.
Projektionen in beliebiger Größe, an Gebäudefassaden oder als klassische Filme umfassen die Aufgaben der Gruppe. Interaktive Messestände, Mediendramaturgie, sowie Showkonzeption und Eventproduktion sind ebenso Aufgabenfelder von Media Apparat. Benjamin und Leonard Pokropek sind seit mehreren Jahren als VJ-Team unter dem Namen "Bildwerk" aktiv. Das Potenzial eines koordinierten Teams aus Medienproduzenten, Mediendesignern, Medienkünstlern und Performern waren für die Zusammenarbeit im Rahmen des Projekts „Ana.Digital“ entscheidend.
www.mediaapparat.com

Markus Wintersberger – Medienkünstler und Gründer von medienwerkstatt006. Professor für Experimentelle Medien an der FH St. Pölten.
Markus Wintersberger wurde 1968 in Krems an der Donau geboren und studierte an der Universität für angewandte Kunst Wien bei Prof. Bernhard Leitner. Seit 1995 ist er als freischaffender Künstler tätig. Nachdem er seit 1996 als Lektor an der Universität für angewandte Kunst Wien tätig war, unterrichtet er seit 2006 als Professor an der FH St. Pölten im Bereich experimentelle Medienproduktion und im Masterstudiengang digitale Medientechnologien. Mitte 2004 gründete er das Medienkunst Label medienwerkstatt006 mit Sitz in Wien und Niederösterreich. Markus Wintersberger arbeitet eng mit Andrea Nagl, Eberhard Kloke, Alois Huber und Media Apparat in den künstlerischen Praxisfeldern wie Theater, Tanz, Schauspiel, Neue Musik, Oper, Multimedia, Internet, Architektur, Bild-Video und in den vielfältigen Aspekten der bildenden Kunst zusammen. Wintersberger erforscht, konzeptioniert und setzt „neue“ künstlerische Formate in Musik-Theater Häusern, Museen, Galerien, Kinos, sakralen Orten und dem öffentlichen Raum um.
www.medienwerkstatt006.at

Andrea Nagl – Tänzerin und Choreographin, Wien.
Geboren 1975 in Wien, arbeitet als freischaffende Tänzerin, Pädagogin und Choreografin in Wien. Cranial works practitioner (Ausbildung bei Kathrin Kleindorfer). Beschäftigung mit Tanz seit 1990. Ausbildung mit Schwerpunkt zeitgenössischer Tanz in Wien, T Junction, München, Iwanson Schule, Köln, Frey Faust; Trainingsaufenthalte in New York, Teilnahme an zahlreichen Workshops. Stipendien bei tanzpool, Silvia Both, und Carambolage, Astrid Bayer. Besonderer Fokus auf Zugänge von Release Technik und Feldenkrais. Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft sowie der Theaterwissenschaft in Wien. Tänzerische Zusammenarbeit u.a. mit Editta Braun, Elio Gervasi, Silvia Both, Benoit Lachambre, Tanz*Hotel/Bert Gstettner und 10 Jahre mit Compagnie Smafu/Elisabeth Orlowsky. Ab 2006/07 Kooperation mit Markus Wintersberger (intermediale Tanzperformances, großteils auf Improvisationsbasis, Erstellung digitaler Choreographien; site specific Interventionen im öffentlichen Raum); Intensive Auseinandersetzung mit dem Medium Video, Integration von Videoprojektionen und Videobühnenbildern in die eigene Arbeit (Zusammenarbeit u.a. mit Compagnie Smafu, medienwerkstatt006 und Tanya Sehic). Interesse an der Erforschung der Möglichkeiten freier Improvisation und instant composition in Bezugnahme zu den jeweiligen räumlichen Gegebenheiten (u.a. gemeinsam mit Iris Kübler/Akkordeon – Campanula, Thomas Wagensommerer, Hui Ye). Unterrichtstätigkeit Contemporary/Release und Release Ballett in professionellen Aussbildungen sowie im Laienbereich.
www.naglandrea.com

Sophia Hörmann – Tänzerin, Wien
Studium an der Abteilung Tanz und Tanzpädagogik an der Konservatorium Privatuniversität Wien. Sophie Hörmann lebt in Wien und ist seit 2012 als Tänzerin und Choreografin in diversen Produktionen involviert.

Eberhard Kloke – Dirigent, Musiktheater Produzent und Komponist, Berlin
Kloke erhielt seine Dirigierausbildung an der Berliner Staatlichen Hochschule für Musik und studierte Musikwissenschaft und Germanistik an der FU. Nach Kapellmeistertätigkeiten in Mainz, Darmstadt, Düsseldorf und Lübeck wurde er 1980 als Generalmusikdirektor nach Ulm berufen und ging 1983 in gleicher Position nach Freiburg im Breisgau. 1988 bis 1994 war er Generalmusikdirektor der Bochumer Symphoniker, und von 1993 bis 1998 übernahm er die Leitung der Nürnberger Oper und des Philharmonischen Orchesters Nürnberg. 1990 wurde Kloke mit dem Deutschen Kritikerpreis ausgezeichnet. Seit 1998 lebt er als freiberuflicher Dirigent und Projektemacher in Berlin und gründete im Hinblick auf seine vielfältigen kulturellen Aktivitäten den Verein musikakzente 21. Seit 2001 erweiterte sich das Arbeitsspektrum um kuratorische Aufgaben (Brückenschlag der Musik, REGIONALE 2004), intermediumorfeus07-Berlin/Niederösterreich 2006/2007, div. Internetprojekte ab 2005 startete er in Berlin das Projekt Parsifal Entfernung-Sakrileg Kundry als Internetprojekt und als Live-Performance. Basis dieser und aller folgenden Arbeiten bildet das Zusammenwirken mit dem Wiener Medienkünstler Markus Wintersberger.
www.musikakzente.de

Ken Hayakawa – Electronic Musiker und Komponist, Wien / www.kenhayakawa.com
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