Sternsinger im EU-Parlament 2019
Dreikönigssingen: Sternsinger bringen königlichen Segen nach Brüssel
Die Weisen aus Herbesthal zu Gast im Europäischen Parlament
Brüssel/Herbesthal
Sternsinger-Delegationen aus Herbesthal für Belgien, Österreich, Italien (Südtirol), Ungarn, Rumänien und Deutschland brachten am Dienstag, 9. Januar, den Segen in das Europaparlament in Brüssel.

Rainer Wieland dankte den 25 Mädchen und Jungen und allen Verantwortlichen, die sich in den teilnehmenden Ländern in der Sternsingeraktion engagieren. Es sei bemerkenswert, dass Sternsinger aus sechs Nationen heute zu Gast seien. „Der schönste Gedanke ist, dass Ihr als Kinder füreinander da seid und nicht nur darüber redet. Viele Menschen möchten aus der Überzeugung ihres Glaubens heraus Euren Segen als sichtbares Zeichen an ihren Häusern haben. Euer Engagement ist die beste Werbung für das Sternsingen“, so der Vizepräsident weiter. Die Sternsinger-Delegation aus Belgien kam aus der Pfarre St. Mariä Himmelfahrt in Herbesthal.

Überbringer der frohen Botschaft

Die Mädchen und Jungen stellten vor, wie sie in ihren jeweiligen Heimatländern als Sternsinger unterwegs sind. „Wir gestalten die Sternsingeraktion in unseren Heimatländern unterschiedlich und vielfältig. Uns verbindet aber der Wunsch, die Herzen der Menschen an den Türen mit Freude, Licht und Frieden zu erfüllen. Wir sind Überbringer der frohen Botschaft von Christi Geburt“, stellten die ostbelgischen Sternsingerinnen heraus.

Einsatz für ein friedliches Miteinander

Stellvertretend für alle Sternsinger formulierte Gedeon (11) aus Deutschland auch eine konkrete Forderung: „Wir glauben daran, dass vor Gott alle Menschen gleich sind und dass alle das Recht haben, in Würde zu leben. Wenn wir Kinder füreinander da sein können, schafft ihr Erwachsenen das auch! Deshalb bitten wir Sie und alle Abgeordneten, sich für Gemeinschaft und ein friedliches Miteinander einzusetzen, so wie wir Sternsinger!“

Im Anschluss an den Empfang brachten die Königinnen und Könige den Segen „20*C+M+B+19“ auch in die Büros der Abgeordneten ihres jeweiligen Heimatlandes. Bereits zum elften Mal seit 2008 trugen die Sternsinger ihren Segen in das Europaparlament. Zuvor hatten sie bereits das Büro der COMECE, der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft, besucht.

Schon am Vortag trafen die vier Sternsingerinnen aus Herbesthal, Leonie Wagener, Marie Dahlen, Lilli Königshoven und Magalie De Bruecker, zusammen mit ihren Begleitpersonen Anne Dahlen-Hagemann und Denise Flas-Franssen in Brüssel ein. Ostbelgiens EU-Parlamentarier Pascal Arimont verbrachte mehrere Stunden mit den kleinen Königen aus Herbesthal. Er führte die ostbelgische Delegation durch das Europäische Parlament und verschaffte den Kindern einen Blick hinter die Kulissen der europäischen Institution. Am Montagabend fand ein Kennenlernen und eine gemeinsame Probe in der Jugendherberge statt. Nach einem gemeinsamen Frühstück am Dienstagmorgen wurden die Delegationen im EU-Parlament empfangen.

"Ich möchte dazu beitragen, Kinder für die Not in der Welt zu sensibilisieren, damit sie aktiv Solidarität üben", erklärt die 48-jährige Denise Flas-Franssen. Die Tagesmutter leitet seit 14 Jahren mit anderen die Sternsingeraktion in der Pfarre Herbesthal. "Es waren zwei schöne Begegnungstage mit Sternsingern aus anderen Ländern", meinte Anne Dahlen-Hagemann nach den Besuch in Brüssel. Die 51-jährige Landwirtin und Kindergärtnerin ist es wichtig, dass Kinder sich für Kinder einsetzen, und dass diese Tradition fortgesetzt wird. "Nicht wenige Menschen freuten sich wirklich auf den Besuch der Sternsinger", wissen die beiden Verantwortlichen, die sich gefreut haben, dass Ostbelgiens EU-Parlamentarier Pascal Arimont die kleinen Könige aus Ostbelgien wieder freudig empfangen und begleitet hat.


08.01.2019
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