Dreikönigskonzert 2019 Nidrum
Jahreskonzert: Kirchenchor St. Cäcilia Nidrum lud zum Pfarrpatrozinium ein

Musik und Gesang zum Dreikönigsfest

Nidrum

Am Sonntag hatte der Kgl. Kirchenchor St. Cäcilia Nidrum anlässlich des Patro-natsfestes der Heiligen Drei Könige wieder zu seinem traditionellen Dreikönigskon-zert eingeladen.

von Lothar Klinges

Eröffnet wurde das Konzert dem Nidrumer Festtag entsprechend mit weihnachtlichen Klängen. Bekanntlich sind die Heiligen Drei Könige Schutzpatrone der Nidrumer Pfarre. Das Werk „Er weidet seine Herde“ von Georg Friedrich Händel, nach einem Arrange-ment für Orgel und Trompete entstammt aus dem berühmten Oratorium „Der Messias“ – eines der populärsten Beispiele geistlicher Musik des christlichen Abendlandes.

Mit dem Werk Prayer of St. Gregory folgte ein Beitrag des armenisch-amerikanischen Komponisten Alan Hovhaness, interpretiert von Maria Mironova an der Orgel und Ger-hard Reuter an der Trompete. Das Stück verkörpert ein kraftvolles und mitreißendes Gebet, einen Hilferuf und Vergebung. Am Anfang gab es eine sanfte Orgelmelodie, die von leicht gespielten Akkorden betont wurde, die den Schauplatz von Gregorys Gefängnis belegt. Die Orgel wechselte dann sanft zum Trompetensolo, das mit viel Ausdruck das emotionale und herzzerreißende Gebet des Heiligen Gregors wiedergab.

Zum Fest der hl. Dreikönige und zur Sternsingeraktion passte der folgende Beitrag von Dietmar Fischenisch: „Kommt, kommt, folget dem Stern“.

„Die Rose“ zählt zu den schönsten und beliebtesten Liebesliedern der Pop-Geschichte. Der Text beschreibt die Liebe, es geht hervor, wie unterschiedlich die Menschen die Liebe wahrnehmen. Für die Interpretin Bette Midler selbst ist die Liebe vergleichbar mit einer Rose. José Jennes, zweiter Tenor im Kirchenchor, interpretierte mit musikalischer Begleitung der Dirigentin Maria Marinova Lorenc’s Version des „Ave Maria“ aus dem Film „Die Passion Christi“.

Beim "Andachtsjodler“ aus Tirol, der durch mehrere Interpreten großen Bekanntheitsgrad errungen hat, kommt es weniger auf den Text an, als vielmehr auf die ausstrahlende Atmosphäre, voller Andacht, Ehrfurcht und Dankbarkeit und gerade zur Weihnachtszeit tiefer Dankbarkeit für die Menschwerdung Jesu.

Von der afrikanischen Fröhlichkeit waren die folgenden zwei Lieder geprägt. Das erste der beiden trägt schlicht und einfach den Titel „Singet, preiset und lobt unseren Herren“, gefolgt von dem Stück “Lobet Gott im Himmelreich”. Beide Stücke wurden unter dem Motto “African Noel” von Pasquale Thibaut nach den afrikanischen Motiven für Männerchor arrangiert.

Auf Bitten der Sänger des Männerchors, hat die Dirigentin Maria Mironova sich bereit erklärt, einen eigenen Beitrag zum Dreikönigskonzert beizusteuern. Im Dezember 2017 übernahm die gebürtige Russin von Peter Heck aus Roetgen den Taktstock des Nidrumer Ensembles. Peter Heck (März 2013-November 2017) hatte seinerseits die Nachfolge von Michael Hermann (2002-2013), der immer noch aktiver Chorsänger ist, übernommen. Die neue Dirigentin ist in Moskau geboren, hat Musik und Gesang studiert und ihr Studium zum Beruf gemacht. Mit viel Engagement und Musikalität, gepaart mit russischem Temperament und einer überschwänglichen Energie, formt und fordert sie seit der ersten Probe am 2. Dezember 2017 die Nidrumer Sänger.

Groß war die Freude, die 38-jährige musikalische Leiterin nunmehr als Solistin in der weihnachtlich dekorierten Dreikönigskirche mit dem Lied „Rise like a Phoenix“ des österreichischen Interpreten Conchita Wurst und Sieger des 59. Eurovision Song Contests zu erleben.

Als Abschluss erlebten die Besucher das Lied „Die Welt lebt auf und singt“ von Heinz Heizmann nach einem Arrangement von Maria Mironova.

Eine intensive Probearbeit für die 20 Sangesbrüder war dem Ereignis vorausgegangen. Und es sollte gelingen, tatsächlich herrschte in der Kirche jene feierliche und besinnliche Atmosphäre, die die rund 120 Konzertbesucher in ihren Bann zog. Was die Besucher als bleibenden Eindruck mit nach Hause nahmen, war neben dem klaren, strahlenden Klang der verschiedenen Stimmen und die Freude über ein Hörerlebnis vor allem eine Zeit der Besinnung zum Ende der Weihnachtszeit, und so begleiteten sie, nicht ohne Zugabe, den Auszug der Sänger und Musiker denn auch mit herzlichem Beifall.
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