Kirmes Elsenborn 2018
Brauchtum: JGV-Präsident zum Kirmeskönig 2018 gekürt
Erstmals Kirmeskaiserpaar in Elsenborn (27.08.2018)
Elsenborn
Bei strahlenden Sonnenschein und viel Flüssigkeit begannen die Elsenborner den Weihetag ihrer Pfarrkirche St. Bartholomäus am Freitagabend, als zum Auftakt die Jugendlichen des Junggesellenvereins „Blindgänger“ (JGV) unter der Leitung ihres Präsidenten Patrick Simon den Kirmesbaum zum siebten Mal auf dem zentralen Platz neben der Pfarrkirche aufstellten. Damit war der offizielle Startschuss zur Kirmes gegeben.

Einen Höhepunkt der Kirmes reservieren sich die Elsenborner seit vielen Jahren für den Montag, wenn die neuen Könige beim Gans- und Hahnhauen auf dem Kirmesplatz ermittelt werden.

Nachdem im vergangenen Jahr immerhin 151 Schläge vonnöten waren, bedurfte es in diesem Jahr 55 Schläge, bis Patrick Simon, seit sieben Jahren Präsident des JGV "Die Blindgänger" Elsenborn, bei seinem vierten Versuch als Nachfolger von Sebastian Halmes feststand.

Riesige Freude brach erst um 20.20 Uhr aus, als der 25-jährige Elsenborner erstmals als neuer Gänsekönig ermittelt war. Anke Langer (31) aus Elsenborn, die seit der Schulzeit mit Patrick Simon befreundet und als ausgebildete Ergotherapeutin in der Verwaltung des Bütgenbacher Senioren- und Pflegeheims arbeitet, und der strahlende Gänsekönig, von Beruf Industrieelektriker bei Eutomation & Scansys in Eupen, bilden zusammen das neue Gänsekönigspaar 2018.

Bei den „Ex-Junggesellen“ fiel die Entscheidung um 19.55 Uhr mit dem 107. Hahnenschlag. Im vergangenen Jahr bedurfte es nur 30 Schläge.

Wie im vergangenen Jahr traten in ihrem 27. Ehejahr Ralf Mackels und die 50-jährige Wohnbereichshelferin im Seniorenheim Bütgenbach, Marina Weynand, zum dritten Mal als neues Hahnenkönigspaar an. Für den 46-jährigen Chefkoch in Wincrange/Lux., der vor 14 Jahren bereits Hahnenkönig war, gelang der definitve "Durchbruch" bei seinem achten Versuch. Ralf und Marina Mackels dürfen sich nach dem dritten Erfolg in Folge fortan Hahnenkaiser und -kaiserin nennen. Damit hätte Elsenborn erstmals eine Kirmeskaiserpaar

Es ist immer wieder beeindruckend.
Außergewöhnlich und immer wieder beeindruckend war zweifellos die aktive Teilnahme von 232 Personen aus allen Generationen am Lanciertanz. So fanden sich zu den Klängen des Kgl. Musikvereins unter der Leitung von Sébastien Creppe beim traditionellen Lancier sowohl am Kirmesmontag als auch am Dienstag rekordverdächtige 29 Kreise zusammen, beispiellos in der Gemeinde Bütgenbach und darüberhinaus. Der Lanciertanz geht auf einen aus Frankreich stammenden Kontratanz zurück, der zur Zeit Napoleons in Paris entstand. Der Lancier ist sinnstiftend für eine Pfarrgemeinschaft, die sich so gegen den Bedeutungsverlust der Kirmes stellen kann und ein neues Gefühl von Gemeinschaft beschwört.
Zudem lud am Montag die Kontaktgruppe der Pfarre zum geselligen Umtrunk auf dem Kirchplatz ein.

Im Kirmeszelt organisierte das Kgl. Tambourkorps Elsenborn wie seit vielen Jahren wiederum ein spannendes Schätzspiel..

Überall sah man begeisterte Kirmesbesucher. Ein Dorffest, bei dem die Vereine kräftig mitmischten. Vor allem im Festzelt erlebten die Elsenborner viel Geselligkeit. Beschlos¬sen wurde das Kirmestreiben am Dienstag mit einem Ball in Herzebösch. (kli)
254 photos · 1,862 views
1 3