JGV Bütgenbach 25. Jubiläumsfest 2018
4.-5. August 2018 - Jubiläum: Junggesellen erhielten Windspiel als Symbol für Gemeinschaft
JGV feierte erstes Vierteljahrhundert mit dem Dorf

Bütgenbach

Auf 25 Jahre Vereinsgeschichte blickt der Junggesellenverein Bütgenbach-Berg in diesem Jahr zurück. Grund genug, diesen Geburtstag mit einem Fest am ersten Augustwochenende zu feiern. Die Feierlichkeiten nach dem Jubiläumsgottesdienst und Festzug waren ganz der Dorfgemeinschaft gewidmet und waren zweifellos ein Höhepunkt des Ehrentages

von Lothar Klinges

25 Jahre Junggesellenverein Bütgenbach-Berg: Den Grundstein legten die jungen Leute Kirmes 1993. Damals waren sie sich einig: zu Bütgenbach gehört auch ein Junggesellenverein. Dass der JGV mehr kann als feiern, hat er im letzten Vierteljahrhundert bewiesen: Die 35 Mitglieder helfen bei vielen Aktionen in Dorf und Pfarrverband, unterstützen die Gemeinde und sozialen Werke. Auch beim Pfarrfest stehen die jungen Leute bereit, um mitzuhelfen oder bei der großen Kirchenrenovierung wie auch bei der Errichtung des Denkmals am Standpunkt der alten Kirche auf dem Friedhof hat der JGV beachtliche Geldbeiträge gespendet.

Zum Jahresprogramm gehören Ausflüge und Touren - aber, so betont Präsident Jeremy Genten, "bei allen Feiern, Festen und Feten, die wir so ausrichten, möchten wir auch etwas zurückgeben. Aus diesem Grund versuchen wir die Dorfgemeinschaft und auch andere Institutionen so gut es geht zu unterstützen und helfen, wo wir können."
Am Wochenende wurde das Jubiläum im großen Festzelt ("Bütgenbachs gute Stube") auf dem Marktplatz in der Dorfmitte gefeiert

Viel vorgenommen hatten sich die 35 Mitglieder des JGV um Präsident Jeremy Genten und zehn weitere Vorstands- und Festkomitee-Mitglieder zu ihrem silbernen Vereinsjubiläum, das am Samstagabend mit einer großen Jubiläumsparty mit DJ Joe eingeläutet wurde. Der 66-jährige Josef Justen aus Hünningen schaffte es, auch in seinem 41. DJ-Jahr zwischen House, Techno und Elektro bei genreübergreifender Experimentierfreude bei rund 200 Besuchern für Begeisterungsstürme zu sorgen, bevor der Abend zu vorgerückter Stunde ausklang. Der pensionierte Schlosser und Schleifer traf den Nerv der Stunde und heizte die Junggesellenvereine vornehmlich aus der Gemeinde Bütgenbach und Freunde des JGV, darunter auch zahlreiche Ex-Junggesellen, die mit Pferdekutsche eingetroffen waren, im Festzelt kräftig ein.

Windspiel

Am Sonntagmorgen fanden sich erfreulich viele Junggesellen in der örtlichen Stefanus-Pfarrkirche zum Jubiläumsgottesdienst ein, der von den Mitgliedern aktiv mitgestaltet wurde. Hier dankte der Pastor den Jubilaren für die vielfältigen Beiträge zur Belebung des Dorf- und Pfarrlebens und zur Wahrung alter Traditionen.

Als konkretes Zeichen erhielt JGV-Präsident Jeremy Genten ein Windspiel mit vielen kleinen Segelschiffen aus dem Eine-Welt-Laden, passend zum Seedorf Bütgenbach. Es soll symbolisch das aktuelle Leben im Verein widerspiegeln: Jeder Junggeselle hat seine persönlichen Eigenschaften und Fähigkeiten. Wenn sich jeder mit seinen Möglichkeiten im Verein einsetze, dann komme am Ende ein schönes Klangspiel heraus, hieß es im Gottesdienst.

Die Junggesellenvereine sind ein schönes Beispiel für das Engagement von Jugendlichen im gesellschaftlichen Leben unserer Dörfer, unterstrich der Seelsorger. Diesen Einsatz sollte man nicht unterschätzen, denn die Junggesellenvereine übernehmen Verantwortung, wie das Jubiläumsfest es nochmals gezeigt hat, und bringen sich tatkräftig im kulturellen und sozialen Leben der Dörfer ein.

Im Anschluss an den Gottesdienst schlängelte sich ein Festzug mit allen Dorfvereinen von der Kirche aus durch das Dorf und wieder zurück in Richtung Festzelt, wo es unter der Moderation von Marvin Palm mit Beiträgen, des Kgl. Musikvereins Burgklänge und des Spielmannszuges Bütgenbach-Berg/Büllingen und den Eifelperlen zu einem letzten Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten kam. Ein weiterer Höhepunkt war zweifellos der stürmische Auftritt des Cordina Balletts, der durch häufige Szenenwechsel und eine aufwendige Choreographie bestach. Der naheliegende Kinderspielplatz, der rege genutzt wurde, wie auch die Hüpfburg und die große mobile Dartscheibe als modernes Torwandspiel trugen zweifellos mit dazu bei, dass der Marktplatz zu einem echten Anziehungspunkt am Sonntag geworden ist. Am frühen Nachmittag überbrachte Bütgenbachs Bürgermeister Emil Dannemark die Glückwünsche seitens der Gemeinde und dankte den Junggesellen für ihren Einsatz in der Gemeinde und für ihre wertvolle Aufgabe als "Lebensschule". Abschließend wurden die Gründungsmitglieder und ehemaligen Präsidenten des JGV geehrt. Auch die langjährige Vereinswirtin Loni Niessen-Reinertz und den "ewigen" Junggesellen Bernd Hilgers, der als erstes eingetragenes Mitglied dem Verein seit seiner Gründung treu geblieben ist. Sie alle erhielten eine Festschrift mit zahlreichen Fotos der 25-jährigen Vereinsgeschichte.

Die Bütgenbach-Berger Junggesellen unter ihrem nimmermüden Präsidenten Jeremy (Jeje) Genten hatten zu ihrem Silberjubiläum weder Kosten noch Mühen gescheut, um den zahlreichen Besuchern bei reibungsloser Organisation ein frohes Fest zu bieten. Ein Wochenende, das mit viel Musik und guter Laune mit DJ Flash (Jeremy Weynand) zu Ende ging und den Beteiligten noch lange in bester Erinnerung bleiben wird.


NACHGEFRAGT
Jeremy Genten, JGV-Präsident
Die Ex-Junggesellen reisten mit Pferdekutsche an

Mit dem Präsidenten des JGV Bütgenbach-Berg, Jeremy Genten, zogen wir zum Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten am Sonntagabend Bilanz. Der 23-jährige Möbelschreiner steht seit 2017 dem JGV vor, dessen Mitglied er vor fünf Jahren wurde.

Wie sieht in Ihren Augen die Bilanz des silbernen Vereinsjubiläums aus?
Unser Ziel war es, ein Fest für und mit unserem Dorf zu feiern. Das ist voll aufgegangen. Insofern waren die Jubiläumstage sehr erfolgreich. Alle Vereine haben aktiv mitgewirkt und waren mit Herz dabei. Es ist natürlich schwierig, das passende Datum zu finden, denn es besteht während des ganzen Jahres ein Überangebot an Veranstaltungen.

Was hat Sie besonders an diesem Festwochenende gefreut?
Mich hat gefreut, dass wir in unserem Verein und darüber hinaus viele motivierte Helfer(innen) hatten, die am Wochenende und davor tatkräftig mit angepackt haben. Unsere Mitglieder haben sich aktiv eingebracht und waren hochmotiviert dabei. Besonders gefreut hat mich die Anwesenheit der ehemaligen Mitglieder des JGV, die am Samstagabend sogar mit der Pferdekutsche gekommen waren. Unser Programm hat meines Erachtens bei den verschiedenen Altersstufen regen Zuspruch gefunden, so am Sonntag bei den Familien. Der Festzug fand bei herrlichem Wetter statt und hat viel Anklang gefunden. Der ganze Aufwand hat sich mehr als gelohnt. Wir hoffen, dass das Fest vielen in guter Erinnerung bleiben wird. Ich bin jedenfalls dankbar für die Unterstützung, die wir allerorts erfahren durften.

Was erwarten Sie für Ihren Verein als Folge der Feierlichkeiten?
Seit zwei Jahren haben wir uns intensiv im Vorstand und im Festkomitee auf das Jubiläum vorbereitet. Viele junge Mitglieder haben sich aktiv in die Vorarbeit eingebracht und konkret Verantwortung übernommen. Ich hoffe sehr, dass die jüngeren Mitglieder bereit sind, weiterhin so hochmotiviert im JGV Verantwortung zu übernehmen.

Was macht für Sie die Bedeutung eines JGV aus?
Junge Menschen können sich ab 16 Jahren durch den JGV aktiv am Dorf- und Pfarrleben beteiligen, so z. B. bei der Gestaltung der Kirmes, des Seniorenheimfestes, des Burgfeuers, der Ausfahrt der Betagten und des Oxfam-Trailwalkers. Wir möchten auch weiterhin Ansprechpartner für alle Vereine sein und sind gerne bereit mitzuhelfen. Unser JGV ermöglicht es jungen Menschen, Kontakte zu anderen Jugendlichen zu pflegen. Der JGV ist eine Lebensschule, um Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen, sich für die Allgemeinheit einzusetzen und nicht nur den eigenen Spaß zu suchen.


FOTOS: Porträtfoto Jeremy Genten für "Nachgefragt"
Gruppenfoto am Ende des Gottesdienstes: Jeremy Genten erhielt als Jubiläumsgeschenk ein Windspiel mit Segelbooten, damit der gute Geist zu einem harmonischen Klangspiel beitragen möge
Festzug durch das Dorf


25 Jahre JGV Bütgenbach-Berg
Gründungsmitglieder geehrt

Zum 25-jährigen Vereinsjubiläum des Junggesellenvereins Bütgenbach fanden am Sonntagnachmittag mehreren Ehrungen statt.
Neben den Gründungsmitgliedern Marc Steffens, Andreas Richter, Rainer Linden, Gerd Linden, Frank Töller, Roger Reuter, Daniel Otten und Mario Linden, wurden die JGV-Präsidenten der letzten 25 Jahre geehrt: Marc Steffens (1994-97), Ehrenpräsident Andreas Richter (1997-2003), Michael Heinen (2003-2005), Björn Ritter (2005-2008), Michael Franzen (2008-2011), Johnny Küches (2011-2013), Jeremy Weynand und der neue Präsident, Jeremy Genten
Ebenso wurden Loni Niessen-Reinertz als langjährige Vereinswirtin sowie Bernd Hilgers für seine langjährige Treue zum JGV-Bütgenbach geehrt. Er war das ersteingetragene Mitglied des JGV und ist als Junggeselle dem Verein seitdem treu geblieben.
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