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103. Geburtstag am 7. Mai 2013 im Seniorenheim "Hof Bütgenbach".

Margaretha Reuter-Brodel feiert 103. Geburtstag im Seniorenheim
„Tüchtig gearbeitet und fest auf Gott vertraut“


Bütgenbach

Am Dienstag, dem 7. Mai, blickt Margaretha Reuter-Brodel im Seniorenheim „Hof Bütgenbach“ auf 103 Lebensjahre zurück. Damit ist sie zwar nicht die älteste Bewohnerin des Seniorenheims, aber als gebürtige Manderfelderin ist sie die älteste Bürgerin ihrer Heimatgemeinde Büllingen.

Von Lothar Klinges

Auf die Frage, wie sie dieses hohe Alter erreicht hat, antwortet sie spontan und energisch: „Ich habe immer tüchtig gearbeitet und von Kind an fest auf Gott vertraut.“ Mehr als ein Jahrhundert in guter Gesundheit und geistiger Verfassung zu erleben, ist für sie ein großes Geschenk Gottes, für das sie dankbar ist. Wenn man die über zehn Jahrzehnte Revue passieren lässt, hat sie ein Jahrhundert von nie da gewesenen Ereignissen erlebt, rasante technische Entwicklungen, große gesellschaftliche und soziale Umwälzungen.

Nach einem Sturz vor einigen Monaten musste sie ins Krankenhaus und kam am 19. Februar 2013 ins Bütgenbacher Seniorenheim, wo sie ein neues Zuhause gefunden und sich inzwischen gut eingelebt hat. Bis dahin konnte sie noch alleine zu Hause bleiben, was dank der Hilfe ihrer Kinder und besonders ihres Enkels Wolfgang Reuter und seiner Familie möglich war.

Das Licht der Welt erblickte sie zu einer Zeit, als noch der deutsche Kaiser über unseren Landstrich regierte. Als Jüngstes von zehn Kindern wurde sie am 7. Mai 1910 in Manderfeld als Tochter der Eheleute Josef Brodel aus Losheim und Josefine Lenz aus Manderfeld geboren und arbeitete nach der Grundschule in der elterlichen Landwirtschaft.
Am 13. Feburar 1933 heiratete sie den Metzger und Landwirt Josef Reuter aus Büllingen. Beide eröffneten in Manderfeld eine Metzgerei mit angegliederter Landwirtschaft. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor: Hilda und Hermann.

Doch traf die junge Familie ein großes Unglück: Am 21. März 1945 stieß Josef Reuter bei Feldarbeiten auf eine versteckte Panzermine und wurde getötet. Die beiden Kinder standen in einiger Entfernung und erlebten hautnah dieses Drama, das sie bis zum heutigen Tag in trauriger Erinnerung haben. Die 35-jährige Witwe blieb mit den beiden Kindern im Alter von sieben und zwölf Jahren zurück.

Mit Hilfe ihres Gesellen Emil Peiffer nahm Margaretha Reuter die Geschicke selbst in die Hand und führte den Betrieb bis zum Jahre 1968 weiter. Damals übernahm ihr Sohn Hermann die Metzgerei und betrieb sie bis 1990. Inzwischen besteht sie in dritter Generation weiter und wird heute von Enkel Wolfgang Reuter geführt. Aber auch im Ruhestand half die Altersjubilarin noch gelegentlich im Betrieb aus und verbrachte viel Zeit bei Gartenarbeiten. Bis vor wenigen Jahren verfolgte sie noch mit großem Interesse die Nachrichten- und Sportsendungen.

Am Dienstag feiert die Jubilarin mit ihren Kindern Hilda, verheiratet mit Helmut Neuens, wohnhaft in Deidenberg, und Hermann, verheiratet mit Renate Wey, wohnhaft in Bütgenbach, sowie mit den beiden Enkeln und vier Urenkeln im Familienkreis die Vollendung ihres 103. Geburtstages.
Das Grenz-Echo gratuliert der Jubilarin und wünscht ihr noch viel Freude im Kreise ihrer Angehörigen. (kli)

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