2020-05-10 Aktion vor still besetzem Fridtjof-Nansen-Haus

by Links Unten Göttingen

Am Sonntag morgen trafen sich bis zu 50 Unterstützer_Innen vor dem Wohntrakt des Fridtjof-Nansen-Haus in Göttingen.
Offensichtlich mit Transparenten und mit einer eingesägten Tür war der Wohntrakt des Hauses (wieder) still besetzt worden und der Öffentlichkeit zur Nutzung frei gegeben.
Das Gebäude, welches aktuell dem "Hogrefe Verlag" gehört, wurde schon einmal vor zwei Jahren besetzt worden.
Damals forderten die Besetzer_Innen, das der Stadt gehörende Gebäude nicht zu verkaufen, sondern Wohnungen im Niedrig-preis Sektor umzuwandeln und auch dort dezentrale Wohnungen für Geflüchtete zu Verfügung zu stellen.
Seit dem Verkauf im Sommer 2018 stand das Gebäude leer und wurde nicht genutzt.

Gleich zu Beginn der Aktion am Fridtjof-Nansen-Haus waren Beamte der BFE (Beweis- und Festnahmeeinheit) Göttingen anwesend, stellten sich in die Einfahrt des Wohnheimes und erkundeten das Gelände und das Gebäude nach Besetzer_Innen.
Während auch nochmal mit einem Polizeihund nachgeschaut wurde ob sich jemand im Gebäude befand, kamen weitere Beamte der BFE am Haus an.
Als das Polizeiaufgebot immer mehr wurde und die Versammlung vor dem Haus
aufzulösen drohten zogen sich die linken Aktivist_Innen in Richtung Innenstadt zurück.
Der Kriminaldauerdienst der Polizei sicherte noch die Spuren an der eingesägten Tür des Wohnheims bis ein Tischler die Tür wieder verrammelte.

Aktivist_Innen belanzierten in einem im Internet veröffentlichtem offenem Brief die Verfehlungen des Oberbürgermeisters und der Stadtverwaltung in der Frage nach der Suche nach bezahlbarem Wohnraum und der dezentralen Unterbringung von Geflüchteten.

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