2017-12-05 Hausdurchsuchungen in Göttingen anlässlich der Proteste gegen G20 in Hamburg
Am 05.12. durchsuchte die Polizei Hannover und Braunschweig im Auftrag des Landeskriminalamt Hamburg, innerhalb einer bundesweiter Razzia, in Göttingen zwei Privatwohnungen und ein PKW. Die jeweiligen BFE Einheiten brachen bei beiden Objekten die Türen mit einer Ramme auf und brachen einem Bewohner in der Langen-Geismar-Straße bei der Erstürmung eine Rippe. Er musste mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Ein anderer Mitbewohner musste ambulant im Haus behandelt werden. In dem Objekt Düstere-Eichen-Weg, eine Wohnung von einem Kreisabgeordneten, gingen die Polizisten auch in eine fremde Wohnung, wo eine alte Frau wohnt, die mit den Vorwürfen nicht zu tun hat. Außerdem postierten sich die Cops in Nachbarhäusern und in eine Zahnarztpraxis mit Videokameras. Den Betroffenen werden schwerer Landfriedensbruch innerhalb der Proteste gegen den G20 Gipfel in Hamburg vorgeworfen. Relativ schnell protestierten bis zu 50 Personen in Sichtweite mit dem Haus in der Langen-Geismar-Straße vor dem kleinem Max-Plank-Gymnasium, wo grad junge Schüler_Innen zur Schule gingen, so kam es nicht selten vor, dass diese von vermummten Polizisten zur Schule geleitet wurden. In diesem Objekt wurden digitale Datenträger, schriftliche Aufzeichnungen und schwarze Anziehsachen beschlagnahmt. Nach der Durchsuchung stellten sich solidarische Protestierende vor das Haus in der Langen-Geismar-Straße bis der Schlüsseldienst kam und die Tür reparierte.
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