FASSBINDER Filmpremiere 2015
FASSBINDER

Ein Dokumentarfilm von Annekatrin Hendel. Filmpremiere (Uraufführung) - Volksbühne Berlin - 27. April 2015

Er war das "enfant terrible" des deutschen Films und hat wie kein anderer polarisiert. Er wurde geliebt, gehasst, bewundert, verachtet. Die Welt kennt Rainer Werner Fassbinder als eines der letzten Allroundgenies des Films. Aber wie war Fassbinder als Mensch? Der Dokumentarfilm „FASSBINDER“ von Annekatrin Hendel erzählt ein deutsches Künstlerleben, das mit einer unfassbaren selbstzerstörerischen Dynamik geführt wurde, und zeigt eine faszinierende Biografie von 37 Jahren Selbstverbrennung.

In 16 Jahren schuf Rainer Werner Fassbinder 44 Kino- und Fernsehfilme. Keinem vor ihm war es in einer so kurzen Schaffensphase gelungen, die deutsche Gesellschaft zu porträtieren und zu polarisieren. Sein Repertoire an politischen Themen wie Terrorismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Überwachung oder Dysfunktion der Familie sind aktueller denn je. Anfang der 1970er Jahre führte er das deutsche Kino aus der Krise und erfand ein neues Starsystem. Wie ging Fassbinder um mit seinen fordernden Kollegen, Freunden, Rivalen, Liebesabenteuern? Den ständigen Machtkämpfen, seiner offen zur Schau gestellten Homosexualität, den Exzessen und dem Verschleiß seiner selbst und derjenigen, die mit ihm arbeiteten? Woher nahm der „Bürgerschreck“ den Glauben an sich, die Frechheit, den Willen und die Kraft, sich durchzusetzen? Regisseurin Annekatrin Hendel spürt diesen Themen nach und begegnet sowohl Weggefährten, die Fassbinder einst zu Stars gemacht hat, als auch Kollegen der nachfolgenden Generationen, die über das filmische Nachwirken Fassbinders in die heutige Zeit erzählen.

Die Rainer Werner Fassbinder Foundation hat dafür bislang unveröffentlichtes Material an Texten, Tönen und Bildern zur Verfügung gestellt. Im Film zu sehen und zu hören sind auch einige der engsten Weggefährten Fassbinders als da wären Hannah Schygulla, Irm Hermann, Margit Carstensen, Peer Raben u.v.a..

Eine Produktion von IT WORKS! in Co-Produktion mit der RWFF.

Regie: Annekatrin Hendel
Buch: Annekatrin Hendel nach einer Idee von Juliane Maria Lorenz

In Anwesenheit von Margit Carstensen, Irm Hermann, Juliane Lorenz, Hanna Schygulla, Harry Baer, Hubert Gilli, Fritz Müller-Scherz und Thomas Schühly

Im Anschluss Gespräch mit Annekatrin Hendel und Knut Elstermann.

Bevor die Dokumentation in den Kinos anläuft (Kinostart: 30.04.2015), wird sie am 27. April 2015 in der Berliner Volksbühne uraufgeführt. Seine Fernsehpremiere feiert FASSBINDER am 27. Mai 2015 auf dem Sender Arte. Sendetermin auf ARD: 16.06.2015

Photos by Jens Schommer

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FASSBINDER
– a documentary by Annekatrin Hendel

On 30 April Annekatrin Hendel’s documentary FASSBINDER, produced by IT WORKS! Medien in cooperation with the Rainer Werner Fassbinder Foundation and based on an idea by Juliane Maria Lorenz, is being released in German cinemas. In the film Hendel traces the development of Fassbinder’s career without drawing a strict dividing line between life and art. She explores the roots of the rage of New German Cinema’s enfant terrible and of the brashness, determination and assertiveness he needed to become the artist he did. Hendel has already made a name for herself as a director with ambitious documentaries such as VATERLANDSVERRÄTER (Traitors to the Fatherland) and ANDERSON. FASSBINDER features the voices not only of friends and colleagues of Fassbinder’s such as Irm Hermann, Margit Carstensen, Harry Baer, Hanna Schygulla, Volker Schlöndorff and Juliane Maria Lorenz but also and above all the subject himself – in autobiographical scenes from his films, rare interviews and passages from his early literary work. Using hitherto unpublished material, Hendel provides a fresh insight into one of the most important artists of the twentieth century.

Before the documentary’s general release in German cinemas, it will premiere in Berlin’s Volksbühne on 27 April. The documentary will be premiered on television by the German-French broadcaster ARTE on 27 May.
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