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Wassermühle Ginsheim-Gustavsburg | by izoll
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Wassermühle Ginsheim-Gustavsburg

Ginsheim hat eine jahrhunderte-alte Tradition in dem Bereich der Schiffsmühlen. Bis zu 21 Stück lagen gleichzeitig im Strom. Von weit her kamen die Bauern, um hier ihr Korn mahlen zu lassen. Bis in das 19. Jahrhundert hinein lagen die Mühlen direkt vor dem Ort im Altrhein. Als dann aber der Steindamm in Astheim gebaut wurde, hatte der Altrhein nicht mehr die erforderliche Strömung, und die Mühlen wurden in den Großrhein verbracht. Das kostete viel weitere Mühe, denn nun musste das Korn ebenso wie das Mahlgut mühsam um die Spitze der Nonnenaue herum auf Ruderkähnen zu den Mühlen und wieder zurück gebracht werden.

Nicht nur diese zusätzliche Mühe belastete die Müller. Vor allem die ständig wachsende Schifffahrt brachte große Probleme. Schließlich lagen die Schiffsmühlen am rechten Rheinufer an der Stelle, wo die rheinabwärts fahrenden Schiffe die beste Strömung hätten nutzen können. So wehrten sich die Schiffer heftig gegen die „Konkurrenz“. Auch kam es wiederholt zu Unfällen, als sich Mühlen durch den von den Schaufelraddampfern ausgehenden Wellenschlag ineinander verhakten und untergingen.

Die Rekonstruktion wird das Mühlenleben in Ginsheim auferstehen lassen. Sie verspricht, zu einem Besuchermagneten zu werden, da Mühlen erfahrungsgemäß sehr beliebt sind und in einem großen Umkreis keine andere Mühle mehr – gleich welcher Antriebsart – existiert

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Taken on November 19, 2011