TURMGARTEN
In der obersten Etage eines Turms im Westen von Wien laboriert Barbara Anna Husar an ihren diversen Verbindungspotenzialen. Die Hängematte aus Ziegennabelschüren ist umsäumt von einem feingliedrigen Turmgarten. Botanische Raritäten wie eine Eidechsenwurz (Typhonium Venosum), ein Rosenweihrauch (Iboza Riparia) oder eine Haselnuss mit inzwischen eingewachsenem Meteorit und eine Palette von Duftpelargonien schaffen eine durchlässige Struktur, in der die vieldeutigen Objekte der Künstlerin ihre Rolle als Verbindungskörper speziell entfalten. Barbara Anna Husar versteht ihren Garten als ein vielschichtiges Gefäß der Kommunikation, in dem sich die Frequenzen der natürlichen und künstlerischen Quellen, von eigenwilliger Flora und sprühenden Artefakten zu einem feinsinnigen energetischen Sensorium verweben, das unmittelbar wahrgenommen werden kann.
(Margareta Sandhofer)
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