Steine der gesprengten Versöhnungskirche dauerhaft im Restaurant des Hotel Grenzfall Berlin-Mitte ausgestellt
Berlin, 25. Mai 2011: Die Berliner Kirche stand nach dem Mauerbau auf dem Todesstreifen und war den DDR-Oberen ein Dorn im Auge. 1985 wurde die Versöhnungskirche an der Bernauer Straße auf Geheiß der DDR-Führung gesprengt. Jetzt werden erstmals geborgene Steine ausgestellt, die von Künstlern wie Norbert Bisky und A. R. Penck gestaltet wurden.

Die Schau wurde am Mittwochabend (26. Mai 2011) um 18:00 Uhr im Hotel Grenzfall neben der Gedenkstätte Berliner Mauer eröffnet. Die Kirchengemeinde baute nach dem Mauerfall 1999 an der Stelle des gesprengten Gotteshauses die Kapelle der Versöhnung, wie Pfarrer Manfred Fischer von der Versöhnungsgemeinde mitteilte. Fundamente und Mauersteine der alten Kirche waren teilweise noch im Boden und konnten geborgen werden.

Unter den prominenten Gästen waren unter anderem neben einem Teil der eigentlichen Künstlerinnen und Künstler und z. B. Journalistenlegende Jürgen Engert, auch der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelische Kirche in Deutschland – EKD Bischhof Wolfgang Huber, der nicht nur persönlich das damalige Projekt mit anstieß, sondern am Mittwoch auch die Eröffnungsrede im Restaurant des Hotel Grenzfall hielt.
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