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Ostseebad Kolberg/Poland IMG_1008 | by nb-hjwmpa
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Ostseebad Kolberg/Poland IMG_1008

Dom St. Marien

 

Innenaufnahme vom Dom

 

Die Schlieffenkrone, ein bemalter und ungewöhnlich verzierter Holzleuchter, den die Familie Schlieffen der Kolberger Gemeinde im Jahre 1523 stiftete.

Dieser wertvolle Holzleuchter wurde von dem letzten deutschen Pastor der evangelischen Marienkirche, Paul Hinz, vor den Kämpfen um die Festung Kolberg in einer Nische des Doms eingemauert und konnte so vor der Vernichtung gerettet werden.

 

Paul Hinz, im Jahre 1899 im pommerschen Polzin geboren, studierte Theologie an der Universität Greifswald und wurde 1930 Pastor am Kolberger Dom.

 

Schon bald wurde er von den Nazis verfolgt und bekam 1934 nach einer Verhaftung ein Predigerverbot auferlegt.

 

1936 gab Hinz ein Buch über die Geschichte des Kolberger Doms mit einer Reihe von wertvollen Aufnahmen heraus.

 

Als 1945 das Kriegsinferno nahte, sorgte Hinz dafür, dass vier Kronleuchter - darunter auch die Schlieffenkrone (siehe oben) -, eine Pieta und sechs wertvolle Bilder in einer Nische der Kirche eingemauert wurden. Andere wertvolle Stücke des Kolberger Doms wurden auf seine Veranlassung in Dorfkirchen der Umgebung zwischengelagert, ein Taufbecken, Leuchter und Flügelaltäre. Obwohl auf diese Weise nur ein kleiner Teil der Kolberger Kirchenschatzes gerettet wurde, so strahlen diese Kultgegenstände heute umso heller im wiedererrichteten Dom.

 

Ende 1945 reiste Pastor Hinz mit seiner Familie nach Deutschland aus. In seine Stadt Kolberg kam Hinz 1974 zurück, als er an einem Gottesdienst teilnahm. Der Retter des Kolberger Kirchenschatzes und spätere Superintendent von Halberstadt Paul Hinz starb im Jahre 1988.

  

Um die Schönheit der Schlieffenkrone zu sehen bitte Bild vergrößern auf Original

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Taken on November 12, 2011