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Claude Monet, Das Mittagessen (Le Déjeuner)

Claude Monet (Paris 1840 - Giverny 1926), Das Mittagessen (1868)

 

Die Szene spielt in Etretat im Haus eines Mäzens, Monet war aus Paris geflohen vor seinen Gläubigern und Kritikern. Jetzt suchte er einen Neuanfang und genoss sein junges Familienglück. Mehrfach porträtierte er seine Gefährtin Camille und den kleinen Jean. Dass die Familie sich zum üppigen Déjeuner erst zur Mittagszeit traf, ist überliefert. Besuch ist gekommen, nun warten alle auf den Maler, der seit Sonnenaufgang an der Staffelei arbeitet. Ungewöhnlich ist das große, monumentalisierende Format für ein so intimes Sujet. 1870 reichte Monet die Arbeit im Pariser Salon ein, wurde aber zurückgewiesen. Trotzdem blieb er mit diesem Bild identifiziert und zeigte es 1874 in der ersten gemeinsamen Ausstellung der Impressionisten im Atelier des befreundeten Fotografen Nadar. Dort faszinierte das „moderne Licht in den Gardinen“ die Kritiker. Damit beginnt die Erfolgsgeschichte des „Déjeuner“, das auf vielen Ausstellungen gefällt, bis es 1910 für das Städel gekauft wird. Da hat Monet sich längst von der Figurenmalerei abgewandt und in der Natur sein Thema gefunden.

 

Quelle: www.staedelmuseum.de

 

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Taken on January 11, 2012