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Buddha Sun | by h.koppdelaney
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Buddha Sun

 

Glaubst du, die Welt in der du lebst, habe eine externe Einheit die dein Leben kontrolliert?

 

Dann wäre Buddha draußen, irgendwo als ein „Teil“ der Schöpfung. Aber Buddha ist alles. Er ist kein Teil. Er ist kein Ding, vielmehr eine alles umfassende „Vision“, ein alles umfassendes Sein. Er ist in dir, du bist Buddha und gleichzeitig die ganze Welt.

Und das Ich fühlt sich hineinversetzt in den Ablauf der geträumten Welt. Durch Angst und Schmerz erscheint der Traum als begrenztes und reales Leben.

Erkennst du nicht, dass die Erscheinungen in deinem Geist nur aus dir selbst entspringen und nur Einbildungen sind, das heißt leer sind, dann täuschst du dich selbst, bleibst in deiner eigenen Illusion gefangen und hältst alle deine Gefühle, die positiven und besonders die Sorgen und Ängste, einfach alle Dämonen für wirklich.

Die Wurzel der allgemeinen Täuschung liegt im Geist (im eigenen und dem universellen Geist).

Erkennst du die wahre Natur des Geistes, dann siehst du, dass er selbst ohne Vorstellungen ist, einfach leer, klar, rein, frei von Kommen und Gehen von Erscheinungen.

Wen erinnere ich an diese Wahrheit? Mich.

 

HKD

 

Ich falle immer wieder zurück in das Gefühl von überwältigt sein von den Umständen des Schicksals. Und gerade darum muss ich mich immer wieder daran erinnern, worum es essentiell geht: Im Spiel zu erwachen und das Spiel im erwachten Zustand fortzuführen – oder zu beenden – je nach Umständen.

Wenn du erwachst, legt dir Mara die Welt zu Füßen. Buddha widersteht, weil er Mara als Spiegelung seiner Selbst erkannt hat. Und in der Oper um den Heiligen Gral lässt sich auch Parsifal von den lustvollen aber verschleiernden Blumenmädchen nicht mehr an den illusionären Zustand (Samsara) ketten.

Christus spricht zu Luzifer, der ihm die Weltherrschaft anbietet: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“

Ich hätte gesagt: „Ne, auf dieser Ebene will ich nicht mehr mitspielen. Ich will mir keine Angst mehr machen lassen, das hieße wieder ins partiell betäubte Ego-Bewusstsein zu gehen, mächtigeren folgen zu müssen. Ich möchte meine Mitte behalten, ohne Vergangenheit, ohne Zukunft, hier und jetzt.“

Doch noch verliere ich diese Mitte immer wieder, sobald große Ängste auftauchen. Dann muss ich mich wieder erinnern. Darum befasse ich mich mit Aussagen meiner Vorbilder: Buddha und Christus.

 

HKD

 

Sobald ich mich emotional allzu stark verwickelt nutze ich Aussagen wie beispielsweise dieses von Buddha.

„Das Leben ist ein Traum.“

 

HKD

 

 

Was ist für mich das Wesen eines Bodhisattvas?

 

Der Bodhisattva auf dem Weg der Vereinigung der Gegensätze.

 

Er ist auf dem Pfad der Erfüllung. Mehr und mehr erfüllt vom Geist Buddhas verblasst die weltliche Ichgebundenheit. Weltliche Begierden werden erkannt und fallen ab, der Geist wird unbeschwert im Licht der erlösenden Bewusstheit über die Quelle der niederen Begierden.

Der Bodhisattva verurteilt nichts, weder die niederen Instinkte, den Körper noch die mit ihm verbundenen Emotionen von Lust und Leid. Es geht ausschließlich um das Erkennen der durch sie bedingten Egostrukturen und ihrer Auflösung und Wandlung in das ungebundene, von ihnen befreite Bewusstsein.

Dieses freie Bewusstsein beruht auf gesunder Selbstliebe, die der Bodhisattva nur erstrebt, um eine Grundlage zu schaffen, anderen Menschen helfen zu können. Weisheit und Erbarmen bilden sich, da der Liebende den Selbsthass in sich selbst überwunden hat und ihn in vielen psychisch Leidenden noch als aktiv erkennt.

Das Sanskritwort 'Bodhisattva' bedeutet 'Erleuchtungswesen'. Es wird verschieden gedeutet als ein Wesen, das nach Erleuchtung strebt, oder ein Wesen, das auf Erleuchtung fußt.

Der voll erleuchtete Bodhisattva unterscheidet nicht mehr zwischen sich und anderen. Er hat die Subjekt-Objekt-Spaltung durchschaut.

Er gilt dann als Emanation des höchsten schöpferischen Prinzips, als eine Ausstrahlung des höchsten „transzendenten Buddhas“, des ADI-Buddhas oder eines seiner Aspekte wie – um nur einige zu nennen: Amitabha, Avalokiteshvara oder Manjushri.

Vergleichbar sind die „Ausstrahlungen“ mit Engeln, die in der christlichen Darlegung Erscheinungsformen Gottes sind.

Der Bodhisattva ist ein Mensch, und als ein solcher verbindet er das Transzendente, das Himmlische mit dem Irdischen, das Göttliche mit dem Profanen. Der profane Alltag wird aufgrund der erweiterten Bewusstheit als Erscheinung des Heiligen erlebt.

Die Gegensätze von Himmel und Erde, das heißt von Verstand und Gefühl sind vereint.

 

HKD

 

Digital art based on own photography and textures

 

HKD

 

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Taken on February 18, 2013