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Rainbow Warrior | by h.koppdelaney
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Rainbow Warrior

Eight Birds and a Rainbow.

There is still good out there.

 

HKD

 

Wenn du Geld suchst, tritt Geld in Erscheinung, wenn du den Regenbogen suchst, wird er dich finden. Was du suchst, kommt dir entgegen. Auch deine Freiheit.

 

HKD

 

Morgenstund‘ hat Gold im Mund.

 

Altes Sprichwort

 

HKD

 

Ich gehe allein und doch zu zweit…

 

„Du wirst Menschen begegnen die dir falsche Geschenke machen und ihre Versprechen brechen. Sie gehören ebenso zum Spiel, wie jene Menschen, die sich gegen die Betrüger wenden. Yin erhält Yang und umgekehrt. Ohne Oben kein Unten.“

Der Meister legte die Hände vor der Brust zusammen und gab dem Schüler zu verstehen, dass mit der Geste der Dankbarkeit und Hingabe, die Zeit gekommen sei, Abschied zu nehmen.

„Wie kann ich mich vor scheinheiligen Betrügern schützen?“ fragte der Schüler.

„Indem du erkennst, dass du selbst es bist, der sich betrügt“, sagte der Meister. „Dein Selbstbetrug öffnet allen Betrügern Tür und Tor. Du denkst, du seist was Besseres. Doch wenn es Besseres gibt, gibt es noch Bessere als dich. Auch im Betrügen. Wenn du den Betrüger in dir selbst akzeptierst, fallen dir Menschen mit falschen Geschenken auf. Doch erkennst die Botschafter des Glücks ebenfalls.“

„Das werde ich beherzigen“, sagte der Schüler, hängte sich seine Stofftasche über die Schulter und verabschiedete sich von seinem langjährigen Meister.

Als das Kloster vier Tage Fußmarsch hinter ihm lag, tauchten die Berge am Horizont auf. Ihre Pässe zu überqueren ist auch für junge Mönche gefährlich, doch erhielt Han ein Zeichen von den Botschaftern des Glücks.

Ein Regenschauer ging vor ihm nieder und ein prächtiger Regenbogen zeigte sich vor der mit Schnee bedeckten Gipfelkulisse.

Links und rechts vom Weg lagen erntegelbe Felder und über ihnen flogen acht Vögel. Allein der Regenbogen verhieß Glück. Und die acht Vögel ebenfalls.

Dennoch zweifelte Han.

„Betrüge ich mich selbst“, fragte er sich, „weil ich mir Hoffnung auf eine leichte Passage mache und die Buddhas um Unterstützung für den Weg bitte?“ Und schon tauchte sein Meister in seinem Geiste auf und antwortete ihm:

„Wozu Hoffnung hegen? Dein Tun bestimmt dein Karma. Weder ein Gott noch Buddhas können in dein Leben eingreifen und dein Schicksal beeinflussen. Alles hängt von deinem eigenen Handeln und den dahinterstehenden Absichten ab. Du erntest immer, was du säst. Die Gesetze der Natur sind unbestechlich. Warum also bitten und betteln und von höheren Geistern abhängig bleiben? Geh deinen Weg ohne Angst und ohne Hoffnung, dann gehst du richtig.“

Han lachte laut und sagte zu sich: „Es fällt mir schwer, richtig zu gehen, obwohl ich schon so viele Jahre auf Wanderschaft bin.“

Da mischte sich der verinnerlichte Meister wieder ein und sagte: „Mit dem rechten Fuß gehe ich den richtigen Weg, mit dem linken den falschen. Richtig oder falsch? Werte nicht, dann gehst du jeden Schritt in Frieden.“

Wieder lachte Han und sagte zu sich: „Ich gehe alleine und doch zu zweit.“

 

HKD

 

Digital art based on own photography and textures

 

HKD

 

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Taken on August 22, 2012