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Outline | by h.koppdelaney
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I can see my voyage…

 

HKD

 

Der große Überblick und das zweite Leben.

 

Jeder Mensch hat zwei Leben. Das eine im irdischen und das andere im jenseitigen Bereich. Der materielle Bereich ist das Reich des Goldes. Der träumerische Bereich ist das Reich der Überirdischen, genauer, des Überirdischen. Überirdische sind erst einmal Außerirdische. Und davor sind es mediale Menschen. Und davor Menschen, die am Überirdischen, das heißt am Metaphysischen interessiert sind.

Kornkreise beispielsweise sind auf der irdischen Ebene Manifestationen des Überirdischen oder der jenseitigen Welt. Botschaften aus dem Jenseits, welches natürlich von Außerirdischen bewohnt wird.

In grauen Vorzeiten empfing der Mensch Botschaften von den Ahnen, von den Geistern, dann von den Göttern, von den Engeln und Dämonen und nun sprechen die Ahnen von damals durch die medial veranlagten Menschen von heute und kleiden sich zeitgemäß als Wesen aus dem All.

Die Tiefenpsychologie hat Götter, Geister und Dämonen aus den dunklen Wäldern und von den lichten Berggipfeln geholt und als wirksame Motivationskräfte, als archetypische Kräfte in der Psyche etabliert.

Sündenbock Projektionen an den Sternenhimmel oder auf andere Menschen gehen nicht mehr, vielmehr geht es um die Selbsterkenntnis des eigenen inneren Pantheons von Antriebskräften.

Die Götter wohnen nicht mehr auf dem Olymp. Eros ist eine Kraft in mir selbst, die mich ergreift und antreibt, bis ich nicht mehr weiß, wer ich selber bin.

Häufig werden Verliebtheit und Verrücktheit miteinander verbunden. Wer schon einmal verrückt nach jemandem war, hat gespürt, was es heißt, vom aktivierten Liebespfeil Programm ergriffen zu sein. Amor überwältigt noch den hartnäckigsten Menschen.

Zu den Hits im irdischen Bereich zählen auch Antriebskräfte wie Eitelkeit und Habgier. Eitle Selbstdarstellung mit Markenjeans, IPhone und Sportwagen blühen mit der Habgier nach Gold. Vor nahezu jedem Börsengebäude werden ein Bär und ein Stier abgebildet. Das heißt, dieser Bereich hat mit irdischen Emotionen zu tun. Die Antriebskräfte gelten nicht der Entwicklung des Geistes. Und ein Kontakt zu höheren geistigen, das heißt überirdischen Ebenen wird auch nicht ersehnt.

Christus betonte, sein Reich sei nicht von dieser Welt. Und Buddha machte klar, dass Samsara und mit ihm das Ego (die Ich-Funktionen) durchschaut werden müssten. Schließlich sind es die Ich-Funktionen, die Antriebskräfte, wie Zorn und Wollust, die den Geist an bestimmte Ebenen der Erfahrung binden. Die samsarische Ebene klebt an niederen Instinkten.

Doch mit spirituellen Übungen, wie zum Beispiel Meditation oder Yoga, können die Ich-Funktionen erkannt und überwachsen werden. Alle spirituellen Schulungen zielen schließlich darauf ab, das Ego durch Selbsterkenntnis zu transzendieren, damit die Seele mit ihren höheren Funktionen wieder in Kontakt kommt.

Das Ego ist dazu da, gut geerdet Erfahrungen im Alltag zu sammeln um dann, angetrieben von einer starken Sehnsucht zum Aufstieg auf den Gipfel, den Kontakt zum Göttlichen wieder zu erlangen. Auf dem Gipfel der Selbsterkenntnis offenbart sich das Geheimnis der eigenen Göttlichkeit.

Kinder Gottes sind Abbilder Gottes. Der Sohn Gottes ist mit dem Vater identisch. Die Aussagen der christlichen Mystiker sind eindeutig: Gott ist dir näher als dein eigener Herzschlag. Du selbst bist Gott.

Doch für das irdische Bewusstsein ist Mystik unangenehm, denn sie erlöst die Seele aus ihren triebhaften Bindungen. Gerade an den Gelüsten aber möchte die Seele teilhaben, allerdings nur so lange, wie die Last und der Schmerz an der Lust nicht zu groß werden.

Großer Schmerz sucht im Himmel nach Erlösung, und auf diese Weise beginnt die Heimreise. Natürlich liegt der Himmel in dir. Natürlich in mir.

Seeligkeit gehört zum spirituellen Bereich, eben jenem, der darauf aufmerksam macht, dass der Tanz um das Goldene Kalb stets schmerzhafte Blasen an den Füßen und dogmatische Verkrampfungen im Geist erzeugt.

Anfangs macht es Spaß, der Eitelkeit und der Wollust zu folgen. Auch der Wille zum Sieg, zur Macht gibt einen echten Kick. Doch jede Karriere findet auf dem Boden der Tatsachen statt, ganz handfest, etwa im politischen, sozialen oder wirtschaftlichen Alltag. Gold wird in Samsara erworben. Der eine raubt es dem anderen.

Das als Wettbewerb bezeichnete Raubrittertum wird für die Opfer (die Sklaven) allerdings immer unerträglicher und daher sind gerade sie es, die einen Weg aus ihrer unbequemen Situation suchen. Und dieser Weg führt zu Lösungen aus den Verstrickungen.

Die Fragen werden geklärt: Was bindet mich? Welche Kräfte lassen mich tanzen? Und wenn all die damit zusammenhängenden Fragen geklärt und die notwendigen Erfahrungen gesammelt sind, wird auch der Gipfel der Pyramide erreicht und mit diesem ein vollkommener Rundumblick, der schon immer mit dem göttlichen Bewusstsein assoziiert wurde.

Über die Pyramiden nahmen antike ägyptische Priester Kontakt zu den Göttern, den überirdischen Kräften auf. Durch vom Himmel erhaltene Botschaften regierten und verwalteten sie ein reiches Land. Der Pharao selbst war überirdischen Ursprungs, ein Gottkönig. Und der Hohe Priester hatte Kontakt zum Jenseits, den Stimmen aus dem Reich der Ahnen, der Götter, der Außerirdischen.

Das Außerirdische ist das Reich der Magie, die Welt des Wunderbaren und der Träume. Fantasie, Inspiration, Freude und Leichtigkeit sind im Himmel zu Hause. Und dieser Himmel liegt in dir. Und natürlich in mir.

Jeder kann an seinem zweiten Leben wieder teilhaben. Wenn er bereit ist, den Weg der Selbsterkenntnis zu gehen.

 

HKD

 

Digital art based on own photography and textures

 

HKD

 

 

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Taken on August 5, 2011