The one who does not judge

The one who does not judge has two friends.

Or

How to enter the open space.

 

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Nicht das Eine und nicht das Andere

 

Ich kann die Gegensätze ihrer Vereinigung nur aufzeigen, wenn ich dem Ego verständlich machen kann, dass es nicht das Eine und nicht das Andere ist.

Yin (das eine) und Yang (das andere) sind aktive Kräfte, die das Ego leiten. Die Motivationskräfte sind den allermeisten Menschen unbewusst.

Sie kennen die Begriffe aus dem kirchlichen Umfeld. Sie haben oft gehört, dass es die Sieben Todsünden gibt, wissen aber nicht, in welchem Umfang diese Kräfte in ihnen aktiv sind.

Für jedermann sichtbar handeln Menschen aus den Motiven der Angst, der Lust, der Begierde und der Macht.

Feine Schattierungen des emotionalen Bereiches gibt es, etwa Sehnsucht nach Bewusstheit, sogar die Sehnsucht nach Traurigkeit… Und schließlich erfüllt sich die Sehnsucht, denn sie war eine Vorankündigung dessen, was man später erreicht, um sich daran zu erfreuen.

Doch da die herrschenden Prinzipien der Polarität keine Ausnahme zulassen, gelangt nur in den Himmel, wer die Hölle erfahren hat. Freude und Leid, stets kommen die Gefühle im Doppelpack. Es gibt keinen Aufstieg ohne Abstieg, keine Geburt ohne Tod.

Anfang und Ende aber sind nur Begriffe, der bewusste Geist erlebt die Gegensätze als wechselnde Erfahrungen.

Das Erfahrende ist das an sich Namenlose, welches ich dennoch mit dem Begriff Bewusstsein belege. Auch gebräuchliche Begriffe der religiösen Traditionen könnte ich nennen: „Gott“ oder „Buddha“. Es sind für mich Begriffe, die das Höchste, das Eine, das Absolute, den Kosmos, das Universum bezeichnen. Das ewig schöpferische Prinzip, das als Licht wahrgenommen wird aus dem sich die ganze Schöpfung gebiert.

Und diese Schöpfung beginnt mit "Zwei".

Die Einheit (Gott – Bewusstsein) teilt sich. Das ist die Urspaltung des Bewusstseins und der Fall eines Teils der ganzen Seele (Einheit) in einen bestimmten Ablauf, das heißt in die Zeit.

Der Lebenstraum hat einen Anfang und er hat ein Ende, das träumende Prinzip (Einheit) aber nicht. Die zweite Hälfte der Einheit (Ego) leidet unter der Trennung von seiner „göttlichen“ Hälfte (höheres Selbst, Gott).

Vereinigung bedeutet Liebe, Vollständigkeit. Trennung bedeutet Hass, Unvollständigkeit.

Das Ego sehnt sich nach Vollständigkeit. Das höhere Selbst aber spielt gern im Ego (Lebenstraum). Es spielt, es sehne sich nach Hause…

Wird dieser Trick durchschaut, kann das Leben auf einer höheren Ebene gelebt und intensiver genossen (geliebt) werden, da du bereits Zuhause bist.

Das Leben hängt von Gott ab. Von dem Göttlichen, das du selber bist, auch wenn es sich dir noch nicht vollkommen offenbart hat.

Das höhere Selbst (Gott) hält sich im Hintergrund, weil es ihm Absicht ist, das Leben so zu erfahren, wie es das tut.

Leider (?) ist das Ego nicht in der Lage, den göttlichen Plan zu durchschauen. Erahnen dagegen ist möglich.

Das Schicksal liegt in dir. Die Schicksalskräfte haben ihren Ursprung in deinem Wesenskern. Kinder allerdings glauben, sie kommen von außerhalb, weil sie nicht über das Wissen über ihre Antriebkräfte verfügen. Ihr Verstehen reicht nicht aus, die Quelle aller Erscheinungen in sich selbst zu erkennen.

Dieses Nichtverstehen allerdings gehört zum Spiel des Lebens. Unwissenheit muss sich in Bewusstheit verwandeln und diesen Vorgang nennt man Leben.

Durch Bewusstheit wird die Rückkehr nach Hause (Einheit) möglich. Proportional zur Nähe des Grals (Einheit) wächst der innere Frieden und öffnet sich das Herz.

Liebe erzeugt Einheit. Hass erzeugt Zweiheit. - Alles hat seine Zeit.

Das Leben beginnt mit dem Bereich des „Hasses“ (Wettbewerb + Ego) und wendet sich in den Bereich der Liebe (Gemeinschaft + Herzlichkeit).

Die Selbstliebe kannst du ebenso spüren wie deinen Selbsthass.

Yin und Yang wechseln sich ab. Diese Zyklen können sehr lange dauern. Manchmal erkennt man einen Wechsel erst nach Jahrzehnten.

 

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