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Way of Peace and Solitude

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Auf dem Weg zum inneren Frieden – Aufsätze – Sinnfindung

 

Was bewegt dich? Was ist dein Lebensziel? Erkenne deine Zukunft.

 

Innen regt sich etwas in dir und dieses etwas bewegt dich in eine Richtung. Sehnsucht zum Beispiel ist eine drängende Emotion, die sich erfüllen und in eine Handlung umsetzen will. Sehnsucht nach Nähe, nach Eros, nach Macht. Sehnsucht ist der Begriff für eine treibende Kraft in deinem psychischen System. Zuweilen wird sie dermaßen stark, dass sie dich zu den verrücktesten Handlungen zwingt. Alle Geschichten um Verliebtheit oder Eifersucht, liefern ein schnelles und passendes Beispiel.

Sehnsucht aber ist nur ein Begriff für eine Emotion unter vielen. Die bekanntesten sind wohl die als Todsünden bekannten Laster. Eitelkeit ist ein ebenso starker Trieb wie Zorn oder Habgier. Starke Emotionen wie diese erzeugen eine bestimmte Umgebung, denn wer von einem Spieltrieb besessen ist, wird sich beim Pokern, bei Roulette und anderen Glücksspielen, auch an der Börse wiederfinden. Und wer den unwiderstehlichen Drang in sich spürt, dem Eros folgen zu müssen, wird vielleicht eine Profession wählen, die mit diesen Dingen zu tun hat, womit die Erfüllung der Bedürfnisse gemeint ist.

Der Erfüllung der Bedürfnisse werden aber Grenzen gesetzt. Zahlreiche gesellschaftliche Bräuche, viele Gesetze dämmen die Energie der Natur ein. Mit Natur meine ich hier die emotionalen Basisinstinkte wie Überlebenstrieb und Fortpflanzungstrieb.

Die Biologie benennt diese Kräfte mit Begriffen wie Instinkt oder Motivation. Wer gerade seinem Trieb der Lust folgen muss, der erlebt ein Wort, einen Begriff energetisch, inhaltlich. Selbsterkenntnis wird anfangs von außen vermittelt. Eine äußere Rüge erhält, wer sich nicht im Zaum halten konnte. Die Verurteilung ist eine Beurteilung, denn sie sagt beispielsweise, welche Emotion mit dem Betreffenden durchgegangen ist. Zahlreiche Vergehen liegen im sexuellen Bereich, denn die sexuelle Triebkraft gehört zu den stärksten.

Sexuelle Lust wird auch der „Teufel“ genannt, von dem der „Verurteilte“ geritten wurde. Und dieser macht ihn zum „geilen Bock.“ Der Volksmud benutzt plastische Metaphern für die Umschreibung sexueller Zügellosigkeit.

Doch was wäre die Welt ohne teilzuhaben an der erotischen Lust? Manche Menschen jammern den kleinen Teufelchen hinterher, weil das Feuer im Bereich der Lenden versiegt ist. Ein bisschen Teufel ist scheinbar doch willkommen, und in der Tat versuchen viele ihr erotisches Feuer mit allerlei Hilfsmitteln anzufachen. Heimlich suchen sie die Teilhabe an Gefühlen der heidnischen Götter wie Aphrodite und Dionysos.

Wer auf lustvolle Ekstase verzichtet, kommt in die Macht. Auch hier der Rausch, der Kick, die Sucht. Sehnsucht nach Macht motiviert viele Politiker. Bedürfnisse sind es, die den Menschen bewegen und ihn in Abenteuer verwickeln, die das ausmachen, was man das Leben nennt.

Die Natur lässt mich leben, doch anfangs wurde ich von ihr übermannt. Ich hatte kein Mitbestimmungsrecht, weil ich nicht wusste, was mit mir geschieht.

Aufgrund meiner bewussten Auseinandersetzung mit den Trieben konnte ich ein Mitspracherecht entwickeln, denn Bewusstheit kann am Prozess des Lebens teilhaben. Bewusstheit wird so klar, dass es lebt und handelt, ohne sich einzumischen. Es lässt die Dinge laufen. Wu-Wei nennen die Taoisten diesen Umstand: Nicht-Handeln.

Die Bewusstheit, der Logos ist sich über alle ihm wesentlichen Aspekte des Daseins bewusst geworden und belässt den Ablauf der Dinge wie er ist. Bewusstheit weiß, dass sie am Prozess und der Planung des Lebens ihren Anteil hatte, daher kann sie sich darauf verlassen, dass sie das Programm gut und richtig programmiert und so gestaltet hat, dass alle Erfahrungen gemacht werden können, die auf dem Lebensplan stehen.

Gefühle kommen und Gefühle gehen. Sie unterliegen einem Wechselspiel wie Sonne und Mond. Aus Nacht wird Tag und aus Ebbe wird Flut. Liebe wechselt zu Hass. Und Hass wird zu Liebe.

Bindungen entstehen und sie lösen sich wieder auf. Fülle wird zu Mangel und schließlich geht es wieder umgekehrt. Das Wechselspiel von Yin und Yang ist klassisch. Den Ablauf des Lebens bewusst zu erleben, dass ist die Basis des Mitbestimmungsrechts. Bewusst mit dem Wandel zu gehen, das ist das Mitbestimmungsrecht.

Welche Gefühle beherrschen dein Leben? Welches Gefühl steht für dich im Vordergrund? Ehrgeiz? Eitelkeit? Neid? Oder ist es die Trägheit? Es ist schwer, die eigene Motivationskraft zu definieren, es erscheint, als habe man von allen Sünden etwas – was zutrifft, aber die Gewichtung der einzelnen Motivationskräfte ist unterschiedlich.

Es ist ein guter Anfang zu erkennen, dass jemand von Habgier oder Wollust angetrieben wird. Starke Begierden sind leicht zu erkennen, vor allem bei Menschen, deren Begierden in der Öffentlichkeit bekannt werden. Anschließend kommst du zu dir und deinen Motivationskräften.

Selbsterkenntnis führt in die Freiheit der Selbstannahme und der Selbstliebe. Darum erscheint mir die Analyse der eigenen Gefühle so wichtig.

 

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Taken on November 18, 2010