h.koppdelaney
Focus of Attention
What is your focus at the moment?
HKD
Thema Nr. 17
Was verstehe ich unter „Wandel der Sicht“?
Psychologische Ebene – mystische Ebene
Ich richte meinen Blick auf die Welt durch eine mystische Brille. Zuvor sah ich sie psychologisch, davor wissenschaftlich und weiter zurück in der Kinderzeit sah ich sie magisch und sehr bedrohlich.
Die mystische Sicht entsteht aus der Verlagerung des Bewusstseins aus dem Kopf in die Aura. Diese Umschreibung ist eine Metapher für den Umstand, dass sich ein neues Zentrum der Selbstwahrnehmung bildet. Je nach Entwicklungsstand vom Kleinkind bis zum Menschen reifen Alters, hat sich dieses Zentrum von der starken Getriebenheit durch niedere Instinkte bis in die Höhen rationaler und philosophischer Erkenntnis verlagert.
Die Richtung meiner Aufmerksamkeit wurde als Kind von kindlichen Bedürfnissen gesteuert, dann waren die Bedürfnisse sexueller Natur, schließlich überwogen geistige und spirituelle Interessen. Statt Pornohefte zu kaufen gab ich mein Geld für psychologische Bücher aus.
Durch die Verschiebung der inneren Motivationskräfte wandeln sich die Interessen und die Handlungen nehmen einen entsprechenden Charakter an.
Durch gesammelte Erfahrungen verändert sich der Blick auf eine Welt, die nach wie vor alles bieten kann, doch verengt sich der Erfahrungsbereich je stärker eine bestimmte Kraft sich ausweitet und schließlich dominiert.
Diese Kraft kann für eine gewisse Zeit die Führung an sich reißen (Stichwort: Sucht) und die Handlungen in Extreme führen. Ein Extrem ist beispielsweise die Erfahrung eines Gewalttäters oder umgekehrt eines Opfers.
Ich unterscheide 10 Motivationskräfte, die im Idealfall alle ein harmonisches und ausgewogenes Verhältnis zueinander haben, doch es gibt Menschen und Zeiten, in denen herrscht eine bestimmte Kraft vor und alle anderen geraten ins Hintertreffen. Das liegt in der Ordnung der Dinge und des notwendigen Wandels.
Im Kriegsfall etwa braucht ein Soldat ganz andere Energien, als eine Nonne auf der Pflegestation für Verwundete.
Im Fall der Suche nach der eigenen Wahrheit braucht man ebenso bestimmte Energien (zum Beispiel Bücher lesen), denn wenn man intensive Selbsterforschung betreibt, bleibt nicht viel Energie für andere Ebenen.
Auf der psychologischen Ebene muss die Persönlichkeitsstruktur erkannt werden, denn diese deckt auf, durch welche Brille ich die Welt wahrnehme. Sehe ich sie als Täter oder eher aus der Perspektive der Defensive? Taube oder Falke? Weiß ich wer ich bin? Ich war Falke, dann Taube und bin nun in der Mitte.
Aus dieser Mitte heraus kann ich alle Ebenen sehen, anerkennen und die eine oder andere immer einmal leben. Mein Friede beruht darauf, dass ich nichts mehr in mir verurteilen muss. Das setzt voraus, dass ich alle Persönlichkeitsanteile, genauer: alle Motivationskräfte, die meine Persönlichkeitsanteile erzeugen, psychologisch erkannt und verstanden haben muss. Verstehen erzeugt Toleranz. Toleranz bringt Entspannung. Und diese schafft den inneren Frieden.
Der innere Frieden führt in einen Zustand, der dem des Kindes gleichkommt. Er ist offen, ohne verurteilende Gedanken, reine Wahrnehmung und volle Gefühlswelt. Glück wird gefühlt und ist nicht eine gedachte Vorstellung von wunderbaren Umständen.
Innerer Friede gehört zu den Qualitäten, die den mystischen Zustand der Seele ausmachen. Der psychologische ist noch mehr oder weniger stark durchdrungen von innerer Zerrissenheit, Zweifeln und der Bemühung, die Gespaltenheit zu überwinden.
Der mystische Blick schaut auf die Gespaltenheit und den langen Weg der Selbsterfahrung zurück. Er sieht die Schritte, die Stufen auf der Himmelsleiter und all die großen und kleinen Dämonen, die zu verhindern versuchen, dass die Seele dem Land der Hungergeister und der niederen Instinkte entkommt. Dämonen wie Eifersucht, Eitelkeit oder Begierde können zu jeder Zeit durch Ängste wachgerufen werden. Daher ist es sinnvoll, sich mit seinen Ängsten auseinander zu setzen und zu versöhnen.
Der Weg hinauf auf den Berg der Erkenntnis ist für mich der psychologische. Der Blick hinab ins Tal der mystische.
HKD
Digital Art – own resources
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Psychologische Ebene – mystische Ebene
Ich richte meinen Blick auf die Welt durch eine mystische Brille. Zuvor sah ich sie psychologisch, davor wissenschaftlich und weiter zurück in der Kinderzeit sah ich sie magisch und sehr bedrohlich.
Die mystische Sicht entsteht aus der Verlagerung des Bewusstseins aus dem Kopf in die Aura. Diese Umschreibung ist eine Metapher für den Umstand, dass sich ein neues Zentrum der Selbstwahrnehmung bildet. Je nach Entwicklungsstand vom Kleinkind bis zum Menschen reifen Alters, hat sich dieses Zentrum von der starken Getriebenheit durch niedere Instinkte bis in die Höhen rationaler und philosophischer Erkenntnis verlagert.
Die Richtung meiner Aufmerksamkeit wurde als Kind von kindlichen Bedürfnissen gesteuert, dann waren die Bedürfnisse sexueller Natur, schließlich überwogen geistige und spirituelle Interessen. Statt Pornohefte zu kaufen gab ich mein Geld für psychologische Bücher aus.
Durch die Verschiebung der inneren Motivationskräfte wandeln sich die Interessen und die Handlungen nehmen einen entsprechenden Charakter an.
Durch gesammelte Erfahrungen verändert sich der Blick auf eine Welt, die nach wie vor alles bieten kann, doch verengt sich der Erfahrungsbereich je stärker eine bestimmte Kraft sich ausweitet und schließlich dominiert.
Diese Kraft kann für eine gewisse Zeit die Führung an sich reißen (Stichwort: Sucht) und die Handlungen in Extreme führen. Ein Extrem ist beispielsweise die Erfahrung eines Gewalttäters oder umgekehrt eines Opfers.
Ich unterscheide 10 Motivationskräfte, die im Idealfall alle ein harmonisches und ausgewogenes Verhältnis zueinander haben, doch es gibt Menschen und Zeiten, in denen herrscht eine bestimmte Kraft vor und alle anderen geraten ins Hintertreffen. Das liegt in der Ordnung der Dinge und des notwendigen Wandels.
Im Kriegsfall etwa braucht ein Soldat ganz andere Energien, als eine Nonne auf der Pflegestation für Verwundete.
Im Fall der Suche nach der eigenen Wahrheit braucht man ebenso bestimmte Energien (zum Beispiel Bücher lesen), denn wenn man intensive Selbsterforschung betreibt, bleibt nicht viel Energie für andere Ebenen.
Auf der psychologischen Ebene muss die Persönlichkeitsstruktur erkannt werden, denn diese deckt auf, durch welche Brille ich die Welt wahrnehme. Sehe ich sie als Täter oder eher aus der Perspektive der Defensive? Taube oder Falke? Weiß ich wer ich bin? Ich war Falke, dann Taube und bin nun in der Mitte.
Aus dieser Mitte heraus kann ich alle Ebenen sehen, anerkennen und die eine oder andere immer einmal leben. Mein Friede beruht darauf, dass ich nichts mehr in mir verurteilen muss. Das setzt voraus, dass ich alle Persönlichkeitsanteile, genauer: alle Motivationskräfte, die meine Persönlichkeitsanteile erzeugen, psychologisch erkannt und verstanden haben muss. Verstehen erzeugt Toleranz. Toleranz bringt Entspannung. Und diese schafft den inneren Frieden.
Der innere Frieden führt in einen Zustand, der dem des Kindes gleichkommt. Er ist offen, ohne verurteilende Gedanken, reine Wahrnehmung und volle Gefühlswelt. Glück wird gefühlt und ist nicht eine gedachte Vorstellung von wunderbaren Umständen.
Innerer Friede gehört zu den Qualitäten, die den mystischen Zustand der Seele ausmachen. Der psychologische ist noch mehr oder weniger stark durchdrungen von innerer Zerrissenheit, Zweifeln und der Bemühung, die Gespaltenheit zu überwinden.
Der mystische Blick schaut auf die Gespaltenheit und den langen Weg der Selbsterfahrung zurück. Er sieht die Schritte, die Stufen auf der Himmelsleiter und all die großen und kleinen Dämonen, die zu verhindern versuchen, dass die Seele dem Land der Hungergeister und der niederen Instinkte entkommt. Dämonen wie Eifersucht, Eitelkeit oder Begierde können zu jeder Zeit durch Ängste wachgerufen werden. Daher ist es sinnvoll, sich mit seinen Ängsten auseinander zu setzen und zu versöhnen.
Der Weg hinauf auf den Berg der Erkenntnis ist für mich der psychologische. Der Blick hinab ins Tal der mystische.
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