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Angel of Fate | by h.koppdelaney
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Angel of Fate

Angels are messengers.

You feel their messages in your heart.

The messages come from your heart.

 

HKD

 

Ansichtssache

Thema Nr. 13 - Schicksal:

 

Ansichten wandeln sich durch Einsichten. Als ich in meinem Leben Phasen der Ohnmacht durchlebte, wurde mir bewusst, dass ich keine Kontrolle über Krankheiten, Ängste und zahlreiche andere Emotionen hatte. Ich entdeckte, dass Amors Liebespfeil mich getroffen hatte. Nach Ablauf der zeitweiligen Blindheit wollte ich wissen, was hinter der niedlichen doch verheerend wirkenden Gottheit steckt.

 

Heute, nach über zwanzig Jahren und im Alter von knapp 60 bezeichne ich diese besondere unter den 10 großen Motivationskräften B4. Eros, die Kraft der magischen Anziehung, steht im Gegensatz zu A4, die Energie der Abstoßung.

Aus diesen beiden Kräften speist sich intensives Schicksal. Je nach Intensität der Energie hat man noch das Gefühl, man könne etwas steuern. Wird durch B4 ein hoher Grad an Verliebtheit erreicht, spürt man Ohnmacht und bei nicht erwiderter Liebe tiefe Verzweiflung.

Diese Liebe kann umschlagen in Hass (A4). Und auch diese Motivationskraft sorgt für unendlich tiefe Erfahrungen von Schicksal.

 

Die Hilflosigkeit, mit der ich mich den Schicksalskräften ausgeliefert fühlte, offenbarte mir die wahren Machtverhältnisse in meinem Leben: Göttliche Kräfte waren meinen Willenskräften stets überlegen.

Ich spürte in mir die unterschiedlichsten Tendenzen, ausgelöst durch unterschiedlichste Emotionen und stets erfuhr ich sie als Schicksal. In einer bestimmten Phase in meinem Leben zog es mich in Spekulationen mit Geld. Als ich es verspielt hatte, machte ich mir Vorwürfe, denn ich war der festen Überzeugung, dass ich gewinnen würde. Diese Überzeugung entsprang meinem spielerischen Anteil in mir, einer Kraft, die ich A3 nenne.

Solange die Kraft mir nicht bewusst war, wurde ich von ihr mitgerissen und in nachfolgende Leidenschaften gezogen, denn für die Schulden, die ich damals gemacht hatte, musste ich lange arbeiten.

 

Die Quelle meines Schicksals liegt in diesen Kräften, und diese Kräfte übersteigen meine Fähigkeiten der Kontrolle. Dennoch muss ich für die von ihnen motivierten Handlungen aufkommen. Trage ich nun die Schuld für Kräfte in mir, die ich nicht maßgeblich steuern kann? Wieder erfuhr ich Demütigung und Ohnmacht, denn ich konnte meine Launen nicht steuern. Es war mir möglich geworden, die Kräfte zu benennen, dennoch blieb ich ihnen ausgeliefert und interessierte mich nun für den Chef der „Götterbande“ und mir wurde bewusst, dass diese Kräfte in früheren Konzepten auch Engel, Geister und Dämonen genannt wurden.

Nach christlich religiöser Anschauung sendet Gott die Engel aus und sie bringen Segen oder Zerstörung. Auch gibt es besonders im Alten Testament der Bibel die Vorstellung von einem strafenden Gott und seiner Rache. Erfolgt keine Anpassung an den Willen des Höchsten, trifft den Rebellen Rache.

 

Engel verkünden Bestrafung oder Gnade und schließlich fühlt man sich von den Schicksalskräften erhoben oder erniedrigt. Engel, Dämonen, Geister sind der verlängerte Arm des höchsten Gottes. In Ihm entspringen alles Leben und alles Schicksal.

 

Doch die Mystik weist immer wieder darauf hin, dass Gott oder die höchste Schicksalskraft im Menschen selbst liegt. Diesen Umstand zu erfassen ist für ein kindliches Gemüt mit nicht ausreichendem Verstehen nur schwer möglich. Daher haben Kinder nicht die Möglichkeit der Selbstverantwortung sondern schieben die Schuld an allen möglichen Umständen und Missgeschicken auf ihre Umgebung, auf ihre Eltern, Geschwister, Nachbarn oder andere Bösewichter, die auch als Geister umherschwirren.

 

Das Schicksal lauert anfangs überall. Schließlich fand ich seine Quelle in mir. Das bedeutet nicht, dass ich meine Launen maßgeblich steuern kann. Manchmal stehe ich morgens auf und mir ist eine „Laus über die Leber gelaufen“. Im Traum, versteht sich. Manchmal hat mich die Muse im Schlaf geküsst und ich fühle mich inspiriert und kreativ.

Ich habe mich unter die in mir spielenden Schicksalskräfte gestellt. Seit ich eine höhere Kraft in mir akzeptiere, fühle ich mich weniger gedemütigt sondern frei. Akzeptanz beendete den Kampf gegen mich selbst und mein Schicksal.

 

HKD

 

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Taken on June 22, 2010