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Dreaming Consciousness

Rinpoche laughed:

You cannot find the Truth outside.

Outside is the Truth.

 

HKD

 

Die Wahrheit ist im Außen nicht zu finden.

Das Außen ist die Wahrheit.

 

Um das Außen als Wahrheit zu erkennen, bedarf es eines dem Alltagsbewusstseins enthobenen Zustandes. Das Alltagsbewusstsein hofft, die Wahrheit in der äußeren Welt zu finden. Ohne diese Illusion, würde es sich nicht auf die Suche begeben. Aufgrund der erfolglosen Suche und der damit verbundenen Frustration wird schließlich das Alltagsbewusstsein (Ego) selbst infrage gestellt und untersucht. Psychologisch wird das meist als Selbsterforschung umschrieben. Mystiker nennen es die „dunkle Nacht der Seele“ und Albrecht Dürer stellte es als „Melancholia“ dar, der tiefsinnige Mensch erfährt sie als Quelle (Ursache oder Motivationskraft) seiner Grübelei.

Die tiefsinnige oder auch philosophische Denkweise erkennt schließlich die erfahrbare Wahrheit, die natürlich nur in einem selbst liegt und zwar in der Erkenntnis, dass „Vater“ und „Sohn“ eins sind. Diese alte mystische und religiös allgemein bekannte Aussage bleibt so lange ein Rätsel, bis der Zustand des „Einsseins“ erfahren wurde.

Aufgrund dieser Erfahrung wird das Außen als die Wahrheit erkannt, nämlich das, was die Welt wirklich ist: eine Erscheinung wie ein Traum. Dass die Welt einem Traum gleicht, ist ebenfalls eine bekannte Volksweisheit. Die Tiefe dieser Wahrheit wird schließlich aus einem selbst heraus erkannt: Das Außen (die Erscheinung) ist die Wahrheit.

Aus dieser Perspektive ist es unsinnig, auf ein Leben nach dem Tod zu hoffen. Das Leben im Hier und Jetzt – vor dem Tod – ist das Ziel aller geistigen und weltlichen Reisen.

Bedenke:

Nichts ist innen, nichts ist außen, doch was innen ist, ist außen.

Die Paradoxie, die Johann Wolfgang von Goethe hier beschreibt entspricht der Wahrheit. Innen und Außen sind ein und dasselbe. Vergleichbar mit einem Traum. Alle in ihm befindlichen Erscheinungen haben eine Quelle: das träumende Bewusstsein. Bewusstsein kann mit dem Wort Seele in Analogie gesetzt werden. Die Seele träumt das Leben. Bewusstsein erschafft (träumt) die Welt in jedem Augenblick. Träumen ist der schöpferische Akt der Seele oder des Bewusstseins.

 

HKD

 

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Taken on September 3, 2009