Demo / Dannenröder Wald / 2020-10-04
Dannenrod, 04.10.2020. Um 12 Uhr versammelten sich im mittelhessischen Dannenrod über 5000 Menschen um bei einer Großdemonstration gegen den Bau der Autobahn A49 und für den Erhalt des Dannenröder Waldes einzustehen. Der Dannenröder Wald ist seit über einem Jahr von Aktivist*innen besetzt. Sie wollen das Bauprojekt aufhalten und fordern eine Verkehrswende, die neue Autobahnen überflüssig machen soll. Zur heutigen Großdemonstration aufgerufen haben Fridays for Future, Campact, der BUND, das Aktionsbündis ‚Keine A49‘ und die Naturfreunde. Nach einer Kundgebung brachen die Teilnehmer*innen zum gemeinsamen Waldspaziergang auf und erkundeten die Besetzung. Die Organisator_innen werten die Großdemonstration als vollen Erfolg.

„Wir sind begeistert darüber, wie viele Menschen heute gekommen sind. Das zeigt einmal mehr, wie schnell der Protest wächst. Mit jedem Baum, den die DEGES fällt, werden wir stärker. Gemeinsam mit 5000 Menschen haben wir heute klar gemacht: im Jahr 2020 dürfen keine Wälder mehr für Autobahnen fallen, wir werden diese Zerstörung nicht mehr hinnehmen.“, so Lola vom Bündnis Autokorrektur. „Die Stimmung hier ist und bleibt kämpferisch. Solange die schwarz-grüne Landesregierung den Bau nicht stoppt, bleiben wir hier und werden immer mehr. Alle, die sich selbst ein Bild von der Situation machen wollen, laden wir ein: kommt jeden Sonntag zum Waldspaziergang. Gemeinsam können wir dieses irrsinnige Projekt aufhalten!“

Innerhalb der letzten Woche hatte die Rodung und Räumung des Herrenwaldes begonnen, mit der Platz für den Autobahnbau geschaffen werden soll. Die Besetzer*innen im benachbarten Dannenröder Wald sehen die Maßnahmen als Auftakt einer Großräumung, die sich über Monate hinziehen könnte. Auch die zuständigen Behörden gehen von einem aufwändigen und langen Einsatz aus.
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