“Wir wollen nur das Leben”. Über Verlust, Erinnerung, Hoffnung
Lesung mit Omar al-Jaffal und Kristine Bilkau

"Die Hoffnung und das Wort. Aus diesem Gespann entspringt ein eng verwobenes Netz, dieses Netz verbindet Berlin mit Bagdad mit Düren”, so schreibt Kristine Bilkau über ihre Zusammenarbeit mit Omar al-Jaffal, die am Berliner Wannsee begann. “Weiter Schreiben, das literarische Portal für Literatur und Musik aus Krisenländern” stiftet zu literarischen Begegnungen an, knüpft ein transkulturelles Netzwerk und zeigt den kulturellen Reichtum, der mit den vertriebenen Menschen nach Deutschland gekommen ist.

“Weiter Schreiben” wurde von der Schriftstellerin Annika Reich (Wir machen das/We are doing it e.V.) und Ines Kappert 2017 initiiert. Inzwischen arbeiten 18 literarische Teams miteinander, tauschen sich über ihr Schreiben, den literarischen Betrieb in Deutschland und die Übersetzungen aus. Es finden Lesungen in allen großen und kleineren Kulturhäusern statt und sehr viele der exilierten Schriftsteller*innen erhielten Stipendien oder gar Buchverträge - sie können also tatsächlich weiter schreiben und ihr Publikum finden.

Omar Al-Jaffal und Kristine Bilkau sind solch ein literarisches Tandem. Im Deutschen Theater werden sie über ihre Literatur sprechen, Auszüge lesen und diskutieren, was ein literarischer Dialog über Länder- und Sprachgrenzen hinweg bedeutet.
House of Poetry” und Herausgeber des Literaturmagazins ‘Bayt’. Außerdem ist er stellvertretender Direktor des Iraqi Observatory of Human Rights (IOHR). Al-Jaffal war Stipendiat des Hauses Langenbroich der Heinrich-Böll-Stiftung und tritt 2019 ein Stipendium der Akademie Schloss Solitude an.

Mehr im Veranstaltungskalender - calendar.boell.de/de/event/wir-wollen-nur-das-leben-ueber...
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