Tagung: Mittendrin oder nur irgendwie dabei?
Die Bundesrepublik ist ein „politisches Entwicklungsland“, wenn es um die Beteiligung von Menschen mit Migrationshintergrund in der Politik geht. So begrüßte Ralf Fücks die Teilnehmer/innen der Tagung „Mittendrin oder nur irgendwie dabei?“, die am 29. Juni in der Heinrich-Böll-Stiftung stattfand. Seine Diagnose stützte der Stiftungsvorstand auf die Ergebnisse der Studie „Einwanderer und Einwanderinnen in den Räten deutscher Großstädte“, die das Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser & multiethnischer Gesellschaften (MPI-MMG) in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung und der Stiftung Mercator 2010 und 2011 durchgeführt hat.
Ein Ergebnis der Studie: Nur vier Prozent der Ratsmitglieder in deutschen Großstädten haben einen Migrationshintergrund – obwohl in der Bevölkerung knapp zwanzig Prozent eine Einwanderungsgeschichte haben, in Großstädten sogar bis zu einem Drittel. Migrant/innen sind also in der Kommunalpolitik eklatant unterrepräsentiert. Allerdings besteht Anlass zur Hoffnung. Denn die Studie zeigt einen Aufwärtstrend: In den Jahren 2006 bis 2011 stieg die Zahl der gewählten Räte mit Migrationshintergrund auf 190 Personen. Zuvor in den Jahren 2001 bis 2006 waren es dagegen nur 114 von insgesamt 4670 Ratsmitgliedern gewesen.
Kalender-Eintrag
Ein Ergebnis der Studie: Nur vier Prozent der Ratsmitglieder in deutschen Großstädten haben einen Migrationshintergrund – obwohl in der Bevölkerung knapp zwanzig Prozent eine Einwanderungsgeschichte haben, in Großstädten sogar bis zu einem Drittel. Migrant/innen sind also in der Kommunalpolitik eklatant unterrepräsentiert. Allerdings besteht Anlass zur Hoffnung. Denn die Studie zeigt einen Aufwärtstrend: In den Jahren 2006 bis 2011 stieg die Zahl der gewählten Räte mit Migrationshintergrund auf 190 Personen. Zuvor in den Jahren 2001 bis 2006 waren es dagegen nur 114 von insgesamt 4670 Ratsmitgliedern gewesen.
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