Journalistenreise: Nigeria
Nigeria ist wie kaum ein anderes afrikanisches Land vom Klimawandel und dessen Folgen betroffen. In dem mit ca. 150 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten Land Afrikas ist der Kampf gegen die Folgen des Klimawandels längst zu einer Überlebensfrage geworden.

Unter anderem droht die 17-Millionen-Metropole Lagos, die am dichtesten bevölkerte Stadt Nigerias, im Meer unterzugehen. Der größte Teil der Lagunenstadt liegt nur knapp oberhalb des Meeresspiegels. Vom Norden her versandet Nigeria durch die vorrückende Sahara. Die zunehmende Wasserknappheit reduziert Acker- und Weideflächen und verschärft die Nahrungsmittelproduktion. Immer mehr Menschen flüchten vor der sich ausbreitenden Erosion und Wüstenbildung. Auseinandersetzungen um knapper werdende Wasserquellen eskalierten bereits mehrfach zu bewaffneten Konflikten zwischen muslimischen Nomaden und christlichen Siedlern.

Eine Anpassung der Bevölkerung an die Folgen des Klimawandels beschäftigt zunehmend die Politik des Landes und die Präsidentschaftswahlen im April 2011. Die Heinrich-Böll-Stiftung hat dies zum Anlass genommen und vom 30. Oktober bis 06. November 2010 eine Journalistenreise nach Nigeria organisiert. Neben sieben deutschen Journalisten nahmen zwei polnische und drei nigerianische Journalisten an der Reise teil.
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