Buchvorstellung und Diskussion: Deutsche Zustände 8 - Entsolidarisierung
Von verdeckter Wut ist die Rede, von Apathie und hoffnungsloser Unzufriedenheit. Die "gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit" nehme zu, konstatiert der Bielefelder Soziologe Wilhelm Heitmeyer. Im Rahmen eines 2002 ins Leben gerufenen Forschungsprojekts untersucht eine Gruppe von Sozialwissenschaftler/innen Einstellungen zu Fremdenfeindlichkeit, Rassenhass und Diskriminierung in Deutschland.
In dem Ende 2009 erschienen Band "Deutsche Zustände" erforschen Heitmeyer und seine Kolleg/innen die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise: Über 90 % der Bevölkerung erwarten einen sozialen Abstieg, 94 % befürchten, dass die Armut ansteigt. Zugleich wachsen Abstiegsängste besonders in den verunsicherten Mittelschichten: Die Tendenz zur Entsolidarisierung gegenüber den Schwächeren wächst, Werte wie Gerechtigkeit und Gleichwertigkeit verlieren ihre normative Bindekraft. Der Rückzug aus dem öffentlichen Raum und soziale Kälte nehmen zu.
Eine Repolitisierung auf breiter Basis, eine Veränderungsbereitschaft, die dieser sozialen Desintegration entgegenwirken könnte, ist bislang nicht in Sicht. Wie reagiert die Politik auf diese alarmierenden Befunde? Welche Strategien zur Abhilfe erwachsen aus der Zivilgesellschaft? Was können wir alle gemeinsam tun, um die demokratische Kultur nicht kampflos aufzugeben?
Veranstaltungs-Ankündigung
Bericht: Entsolidarisierung - Die neue Heitmeyer-Studie über deutsche Zustände
In dem Ende 2009 erschienen Band "Deutsche Zustände" erforschen Heitmeyer und seine Kolleg/innen die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise: Über 90 % der Bevölkerung erwarten einen sozialen Abstieg, 94 % befürchten, dass die Armut ansteigt. Zugleich wachsen Abstiegsängste besonders in den verunsicherten Mittelschichten: Die Tendenz zur Entsolidarisierung gegenüber den Schwächeren wächst, Werte wie Gerechtigkeit und Gleichwertigkeit verlieren ihre normative Bindekraft. Der Rückzug aus dem öffentlichen Raum und soziale Kälte nehmen zu.
Eine Repolitisierung auf breiter Basis, eine Veränderungsbereitschaft, die dieser sozialen Desintegration entgegenwirken könnte, ist bislang nicht in Sicht. Wie reagiert die Politik auf diese alarmierenden Befunde? Welche Strategien zur Abhilfe erwachsen aus der Zivilgesellschaft? Was können wir alle gemeinsam tun, um die demokratische Kultur nicht kampflos aufzugeben?
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