Anne-Klein-Frauenpreis 2020
Der Anne-Klein-Frauenpreis ging 2020 an die Menschenrechtlerin und Frauenaktivistin Prasanna Gettu aus Chennai, Indien. Die Kriminologin ist eine bemerkenswerte und mutige Verteidigerin der Menschenrechte und der Rechte der Frauen auf ein gewaltfreies und selbstbestimmtes Leben in Würde und Gesundheit. Sie hat 2001 die Organisation International Foundation for Crime Prevention & Victim Care (PCVC) gegründet, die in Indien von Gewalt betroffene Frauen konkret unterstützt. Prasanna Gettu setzt sich besonders für die Überlebenden von Brand- und Säureattacken ein.

Die Juryvorsitzende Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, sagt: „Indien ist eines der frauenfeindlichsten Länder unter den großen Nationen der Welt. Gesellschaftliche und zwischenmenschliche Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist weit verbreitet. Prasanna Gettu nimmt das nicht hin. Sie stemmt sich politisch und mit konkreten Unterstützungsangeboten für betroffene Frauen gegen diese Gewalt.

Anne Klein hat sich 1989/90 als Senatorin in Berlin vehement und erfolgreich für Frauenhäuser und Mädchen-Weglaufhäuser eingesetzt.

Mit der Vergabe des von ihr gestifteten und nach ihr benannten Preises an eine indische Verbündete erinnern wir an den 70. Geburtstag Anne Kleins am 2. März 2020.“

Der Anne-Klein-Frauenpreis wird zum neunten Mal verliehen und ist mit 10.000 € dotiert. Die Jurybegründung, ein Porträt und Fotos der Preisträgerin gibt es hier - www.boell.de/annekleinfrauenpreis.

Die Laudatio wurde von Elke Büdenbender gehalten, Juristin, beurlaubte Richterin am Verwaltungsgericht, Ehefrau des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier.

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