35. Friedensfilmpreis an "Los Lobos
Aus der Perspektive von zwei Kindern, dem achtjährigen Max und seinem fünfjährigen Bruder Leo, erzählt Samuel Kishi Leopos‘ autobiografisch inspirierter Film „Los Lobos / Die Wölfe“ eine Geschichte von Armut, Heimatverlust und Migration. Das Chaos, in das die Familie durch den Länderwechsel gerät, ordnet die Mutter mit sieben Regeln über das Zusammenleben. Regel 7 lautet: Nach jedem Streit umarmen! Am Ende sind es die Kinder, die auf die Einhaltung dieses friedenspolitischen Imperativs bestehen.

Der sensibel und zärtlich erzählte Film schlägt sich radikal auf die Seite der Menschlichkeit. In diesem Film sprechen Kinder zu Kindern und auch die Erwachsenen können nicht anders, als ihnen zuzuhören. Poetisch, mutig und kämpferisch zeigt uns der Film, was es bedeutet, in einem anderen Land eine neue Existenz aufzubauen.

Filmdaten:

"Los Lobos"/“Die Wölfe“
von Samuel Kishi Leopo
mit Maximiliano Nájar Márquez, Leonardo Nájar Márquez, Martha Reyes Arias, Cici Lau, Johnson T. Lau
Mexiko 2019, 95 Min, Spanisch, Englisch, Kantonesisch, Untertitel: Englisch

Mehr: boell.de/de/friedensfilmpreis
22 photos · 41 views