"Charlottesville: Our Streets“ - Rechte Gewalt auf den Straßen Deutschlands und der USA
In Charlottesville im US-Bundestaat Virginia marschieren am 12. August 2017 rechtsextreme Gruppen unter dem Motto „Unite the Right“ auf. Am Ende fährt ein Rechtsterrorist sein Auto vorsätzlich in eine Gruppe von Gegendemonstranten. Er tötet eine Frau und verletzt mehrere Menschen. In Chemnitz marschieren zwischen dem 26. August und dem 1. September 2018 organisierte Rechte und Neonazis auf. Dort kommt es über mehrere Tage zu gewaltsamen rechtsextremen Demonstrationen und rassistischen Hetzjagden.
Der US-Amerikanische Präsident Donald Trump vermeidet in seinen Stellungnamen klare Schuldzuweisungen, benennt den rechten Terror nicht und beschuldigt stattdessen beide Seiten, für die Eskalation verantwortlich zu sein. Während die Bundesregierung im Nachgang der Ereignisse in Chemnitz auf ihre Stellungnahme warten lässt, leugnet der mittlerweile in den einstweiligen Ruhestand versetzte Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, die Ereignisse: Ihm lägen keine belastbaren Informationen über rassistische Hetzjagden vor. Bundesinnenministers Horst Seehofer resümiert: „Die Migrationsfrage ist die Mutter aller politischen Probleme.“
Die aktuelle Leipziger Autoritarismus-Studie stellt folgenden Bezug her: "Nicht nur ist die Zahl extrem-rechts motivierter Gewalt- und Straftaten sprunghaft angestiegen, auch in der Handlung des Wählens wird die extrem-rechte Einstellung vermehrt ausgedrückt." Rechtes Denken und Wählen kommt auf die Straßen. Dies ist umso besorgniserregender angesichts der Tatsache, dass in Deutschland die (jüngste) Geschichte rechten Terrors völlig unzureichend aufarbeitet ist.
Auf Basis des Dokumentarfilms „Charlottesville: Our Streets“ wollen wir mit dem Filmmacher Jackson Landers und unseren Gästen diskutieren: Welche Parallelen gibt es zwischen Charlottesville und Chemnitz? Welche Gefahr geht vom rechten Terror für Gesellschaft und Demokratie aus? Wo liegen die Ursachen für die unzulänglichen, verschleppenden und relativierenden institutionellen Reaktionen und Strategien im Umgang mit rechter Gewalt? Welche Schlüsse sind daraus zu ziehen – und wie kann Demokratie trotzdem ihre Handlungsfähigkeit sicherstellen angesichts des offensichtlichen politischen Unwillens, rechte Gewalt konsequent aufzuarbeiten?
Diskussion mit:
Jackson Landers, Journalist und Filmemacher
Danilo Starosta, Kulturbüro Sachsen e.V.
Moderation: Esther Dischereit, Lyrikerin und Autorin
Der US-Amerikanische Präsident Donald Trump vermeidet in seinen Stellungnamen klare Schuldzuweisungen, benennt den rechten Terror nicht und beschuldigt stattdessen beide Seiten, für die Eskalation verantwortlich zu sein. Während die Bundesregierung im Nachgang der Ereignisse in Chemnitz auf ihre Stellungnahme warten lässt, leugnet der mittlerweile in den einstweiligen Ruhestand versetzte Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, die Ereignisse: Ihm lägen keine belastbaren Informationen über rassistische Hetzjagden vor. Bundesinnenministers Horst Seehofer resümiert: „Die Migrationsfrage ist die Mutter aller politischen Probleme.“
Die aktuelle Leipziger Autoritarismus-Studie stellt folgenden Bezug her: "Nicht nur ist die Zahl extrem-rechts motivierter Gewalt- und Straftaten sprunghaft angestiegen, auch in der Handlung des Wählens wird die extrem-rechte Einstellung vermehrt ausgedrückt." Rechtes Denken und Wählen kommt auf die Straßen. Dies ist umso besorgniserregender angesichts der Tatsache, dass in Deutschland die (jüngste) Geschichte rechten Terrors völlig unzureichend aufarbeitet ist.
Auf Basis des Dokumentarfilms „Charlottesville: Our Streets“ wollen wir mit dem Filmmacher Jackson Landers und unseren Gästen diskutieren: Welche Parallelen gibt es zwischen Charlottesville und Chemnitz? Welche Gefahr geht vom rechten Terror für Gesellschaft und Demokratie aus? Wo liegen die Ursachen für die unzulänglichen, verschleppenden und relativierenden institutionellen Reaktionen und Strategien im Umgang mit rechter Gewalt? Welche Schlüsse sind daraus zu ziehen – und wie kann Demokratie trotzdem ihre Handlungsfähigkeit sicherstellen angesichts des offensichtlichen politischen Unwillens, rechte Gewalt konsequent aufzuarbeiten?
Diskussion mit:
Jackson Landers, Journalist und Filmemacher
Danilo Starosta, Kulturbüro Sachsen e.V.
Moderation: Esther Dischereit, Lyrikerin und Autorin
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