Families for Freedom
Families for Freedom: Der Krieg ist erst vorbei, wenn wir Antworten haben

Aktivismus von Frauen in Syrien

Die Kampfhandlungen in Syrien gehen weiter, tausende Namen getöteter Gefangener sind inzwischen bekannt und die Verhandlungen in Genf stagnieren – all das verhindert eine Beendigung des Krieges. Doch selbst unter diesen widrigen Umständen setzen sich syrische Aktivistinnen weiter mit Nachdruck für Gerechtigkeit und Wahrheitsfindung ein. Sie hören nicht auf, nach dem Verbleib verschleppter Angehöriger zu fragen und die Menschenrechtsverletzungen international öffentlich zu machen. Der anhaltende Aktivismus von Frauen findet international wenig Beachtung. Doch er ist die Basis für einen zukünftigen Frieden.

"Families for Freedom" (Familien für Freiheit) ist eine Bewegung, die von Frauen auf der Suche nach ihren Angehörigen initiiert wurde. Ziel ist es, die Welt über das Schicksal ganz gewöhnlicher friedlicher Zivilisten aufzuklären, die vom Assad-Regime tausendfach inhaftiert wurden und werden oder auch weiterhin gewaltsam "verschwinden". Zugleich arbeiten die Aktivistinnen an der Basis für die Aus- und Fortbildung von Frauen, um deren Selbstvertrauen und Führungskompetenz zu stärken. Beim Streben nach Gerechtigkeit braucht es Expertinnen und Juristinnen, um sicherzustellen, dass Forderungen und Klagen richtig eingebracht werden, damit die kriegführenden Parteien zur Rechenschaft gezogen werden können.

Mit:

- Ghada Abou Mesto (Aktivistin)
- Wafa Mustafa (Families for Freedom)
- Dr. Maria Alabdeh (Women Now for Development)
- Joumana Seif (Juristin, Menschenrechtsaktivistin, Syrian's Women Network)

Moderation: Christin Lüttich (Adopt a Revolution)

Mehr Informationen:
calendar.boell.de/de/event/families-freedomder-krieg-ist-...
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