100 Jahre katholische Jugendfürsorge
Der eigentliche Gründungstag ist der 9. Mai 1912. Damals kamen im St.-Erhardi-Haus (Kolpinghaus) 130 sozial engagierte Christen, Priester und Laien mit dem Ziel zusammen, einen Diözesan-Jugendfürsorge-Verein mit Sitz in Regensburg zu gründen.

Den Anstoß gab ein Priester der Diözese Speyer (damals noch bayrisch) namens Jakob Reeb, den die Idee einer kirchlich-katholisch geprägten Hilfe für „gefallene, verwahrloste und gefährdete Jugendliche" nicht los ließ. Als Gefängnisseelsorger wurde er hautnah mit den Nöten und Problemen jugendlicher Straftäter konfrontiert, die – wie damals noch üblich – nach dem Erwachsenenstrafrecht verurteilt wurden.

Pfarrer Jakob Reeb, Abgeordneter der Zentrumspartei im Bayerischen Landtag, gründete 1905 in Kaiserslautern den ersten katholischen Jugendfürsorgeverein. Es folgten die katholischen Jugendfürsorgevereine in München (1910), Augsburg (1911)
und Regensburg (1912).
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